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Freitag, 15. Dezember 2017 3

Lebensraum

Tegernheim baut Sozialwohnungen

Die Stadtrandgemeinde errichtet an der Jahnstraße etwa 40 Wohneinheiten. Den Architektenwettbewerb gewann ein Büro aus Fulda.
Von Petra Schmid , MZ

  • Architektin Gabriele Schönherr-Juli mit ihrer Mitarbeiterin Dottore Giulia Casolla, Bürgermeister Max Kollmannsberger und Regierungsvertreter Oliver Seidel (von links) zeigen ein Modell des Siegerentwurfs. Fotos: Petra Schmid
  • Architektin Gabriele Schönherr-Juli stellt den Siegerentwurf vor.

Tegernheim.Die ersten Schritte sind getan. Die Stadtrandgemeinde steigt in den sozialen Wohnungsbau mit etwa 40 Wohneinheiten ein. Die Gemeinde lobte einen Architektenwettbewerb für die geförderten Wohnungen aus und stellte nun die besten Entwürfe gemeinsam mit den entsprechenden Architekten vor. Dem Preisgericht, bestehend aus Fach- und Sachpreisrichtern, sei die Entscheidung nicht leicht gefallen, sagte Bürgermeister Max Kollmannsberger. Der Siegerentwurf stammt vom Architekturbüro „Schönherr + Juli“ aus Fulda.

Machbarkeitsstudie vorgestellt

Der Rathauschef blickte zunächst auf den zeitlichen Ablauf des Projekts „geförderter Wohnungsbau“. Mitte Februar 2016 sei der einstimmige Beschluss gefasst worden, in den sozialen Wohnungsbau einzusteigen. Gesprächen mit der Genehmigungsbehörde, der Regierung der Oberpfalz, seien erfolgt. Und Anfang Juni vergangenen Jahres sei eine Machbarkeitsstudie vorgestellt und Ende September die Durchführung eines Architekten-Wettbewerbs vom Gemeinderat beschlossen worden, zählte Kollmannsberger auf. Nach den notwendigen Vorarbeiten durch das begleitende Architekturbüro sei heuer im Februar die offizielle Auslobung des Wettbewerbs erfolgt. Bereits am 27. Juli habe das Preisgericht die Planungen bewertet.

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Als Vertreter der Regierung der Oberpfalz blickte Oliver Seidel auf die Flüchtlingswelle 2015 und die daraus resultierende Neubesinnung der Staatsregierung zur Förderung des Baus preiswerter Wohnungen zurück. Der Regierungsvertreter erklärte, dass eine vierköpfige Familie mit einem Bruttohaushaltseinkommen von etwa 70000 Euro derzeit durchaus zum Kreis der Berechtigten für eine geförderte Wohnung zähle. Bereits kurz nach dem Inkrafttreten der Förderrichtlinien am 1. Januar 2016 fasste die Gemeinde Tegernheim den Beschluss zum Bau von Wohnungen. Mit dem Realisierungswettbewerb sollte sichergestellt werden, dass die neuen Wohnungen eine hohe Qualität und Nachhaltigkeit aufweisen.

Das Wettbewerbsverfahren unterliegt dabei festen Regularien. Von den 57 eingegangenen Bewerbungen, zum Teil auch aus dem Ausland, hätten 41 Büros die Vorgaben erfüllt. In einem nächsten Schritt seien 15 Teilnehmer und zehn Reserveteilnehmer ausgelost worden, erklärte Seidel. Das Preisgericht habe einen ersten und zwei dritte Preise und Anerkennungen vergeben.

Wettbewerbsarbeiten ausgestellt

Diplom-Architektin Gabriele Schönherr-Juli, die gemeinsam mit ihrer Mitarbeiterin Dottore Giulia Casolla angereist war, stellte ihre Arbeit selbst vor. Sie erklärte, dass für sie die Abgrenzung der Wohnhöfe zur Straße im Westen und die optimale Belichtung der Wohnungen durch Süd-, West- und Ostfenster ein wichtiges Planungskriterium gewesen sei. Es biete sich an, die flachgeneigten Dächer zu begrünen. Auf Nachfrage sagte sie, dass vier Erdgeschosswohnungen behindertengerecht geplant sind und in allen fünf Gebäuden ein Aufzug problemlos nachgerüstet werden könne. Die Ausstellung aller Wettbewerbsarbeiten kann noch heute, Freitag, von 15 bis 18 Uhr in der Aula der Grundschule besichtigt werden.

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Zur Architektur

  • Lage:

    Es sollen vier winkelförmige Gebäude aus jeweils zwei Häusern und einem polygonen Abschlusstrakt im Süden an der Jahnstraße entstehen. Die ebenfalls leicht polygonal ausgebildeten Winkelgebäude sind in Nord-Süd-Richtung zweigeschossig und in Ost-West-Richtung dreigeschossig und besitzen leicht geneigte Flachdächer.

  • Erschließung:

    Jeder Bau wird von Norden her erschlossen und besitzt im südlichen Bereich einen begrünten Innenhofbereich als Ort der Begegnung. In den Gebäuden selbst befinden sich jeweils Zwei-, Drei- und Vierzimmerwohnungen in den vom Gesetzgeber vorgeschriebenen Größen sowie vier behindertengerechte Wohnungen. (lps)

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