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Donnerstag, 23. November 2017 10° 4

Mobilität

Elektroauto begeisterte die Tester

Schulsekretärin Christine Meller ist vom flüsterleisen Fahren im E-Auto begeistert. Foto: Strasser

ZEITLARN.Flüsterleises Fahren, jederzeit steht ein weit mehr als ausreichendes Drehmoment zum Beschleunigen beim Tritt aufs Strompedal zur Verfügung, alles eingebettet im guten Gefühl für die Umwelt: Das Interesse der Bürger an einem Elektroauto-Test (eCarsharing) in der Gemeinde Zeitlarn war überragend. Vier Wochen lang konnte ein BMW i3 von der KERL eG angemietet werden, 19 Personen nutzten das Angebot.

„Das Fahren mit einem Elektroauto und speziell mit einem BMW i3 ist ein Erlebnis der besonderen Art“, resümiert Bürgermeister Franz Kröninger. Die positiven Erfahrungen über das geräuschlose Gleiten, die Beschleunigung von 0 auf 100 km/h in sieben Sekunden und das geniale Fahrverhalten an sich teilten alle Tester ausnahmslos. „Bedauerlicherweise ist der Dschungel an Informationen über Elektrofahrzeuge, über Ladestationen in der Region und den vier unterschiedlichen Bezahlmöglichkeiten sehr undurchsichtig“, erklärt Fachfrau Beate Küffner von der Gemeindeverwaltung. „Hier wäre ein einheitliches System wünschenswert.“ Doch das Fazit aller Tester lautet unisono: Die mobile Zukunft gehört dem Elektroauto.

„Wir hatten den BMW i3 für einen Tag ausgeliehen und waren ganz gespannt“, berichtet Testfahrerin Christine Meller. „Es war ein richtiges Aha-Erlebnis, dass Autofahren nicht zwangsläufig Lärm ist.“ Auch beim Gas geben, Verzeihung, Strom geben, hieß es „bitte anschnallen“.

Für Reinhold Gebhard von der Katholischen Arbeitnehmerbewegung (KAB), der die Informationsveranstaltung zur E-Mobilität durchgeführt hatte, ist es ein Fortschritt. „Auch, wenn es ein langwieriger Prozess ist, er ist nicht mehr aufzuhalten. Die hohen Anschaffungskosten relativieren sich angesichts der sehr geringen Betriebskosten.“ Die ersten Eindrücke waren für Stefan Grünauer beeindruckend. „Leises Fahren, dynamische Beschleunigung, aber auch die Privilegien, die man aktuell noch genießt, sind bemerkenswert, etwa günstig gelegene kostenlose Parkplätze während des Ladevorgangs mit teilweise gesponsertem Strom.“

Bei allem Lob, es wurden auch Kritikpunkte genannt. „Die Praxisreichweite des BMW reicht nur 150 Kilometer. Beim neuen Modell ab 2016 wurde die Akkukapazität aber schon um weitere 50 Prozent gesteigert. Die Ladeleistung von nur maximal 7,4 kW hat zudem Luft nach oben. Dennoch: Es waren alles in allem erfolgreiche 28 Tage mit vielen positiven Erkenntnissen, die sich im Querschnitt der Urteile im Zitat von Audi Entwicklungsleiter Stefan Nieman wiederfinden: „Wer einmal elektrisch gefahren ist, der ist für alle Zeiten für den Verbrenner verloren.“ (msr)

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