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Montag, 20. November 2017 3

Unwetter

Hochwasserschutz kostet 7,1 Millionen Euro

Der Gemeinderat Zeitlarn entscheidet sich für die „innere Variante“.

Für den Hochwasserschutz wird die „innere Variante“ realisiert, also links der Straße in Fahrtrichtung Regenstauf. Foto: Strasser

ZEITLARN.Zum Hochwasserschutz in Regendorf gibt es einen entscheidenden Schritt nach vorne. Fünf Jahre nachdem die Gemeinde Zeitlarn den Antrag auf Bewilligung eines Hochwasserschutzes stellte und zwei Jahre nach dem Planungsbeginn von Wasserwirtschaftsamt und dem Ingenieurbüro EBB Regensburg stimmte der Gemeinderat den vorgelegten Plänen zu.

Man sei zügig in den Planungen vorangekommen, erklärte Alfons Lerch, Abteilungsleiter des Wasserwirtschaftsamts. Zusammen mit dem Projektleiter Hannes Schwarzott präsentierte er das Ergebnis aus zwei Jahren intensiven Überlegungen, fünf Hochwasserforen, Ortsbegehungen und hydraulischen Berechnungen. Auch, wenn Regendorf in der Prioritätenliste des Freistaats Bayern nicht in der Top-Kategorie eingestuft war, bezeichnete Lerch die Schutzmaßnahmen als dringend erforderlich. Lerch unterstrich seine Aussage mit Bildern aus dem Augusthochwasser 2008. Damals hatte man einen Abfluss von 678 Kubikmeter pro Sekunde am Pegel Marienthal gemessen, sieben Häuserzeilen standen unter Wasser. „Wir müssen aber mit weit mehr rechnen“, betonte der Wasserexperte.

Ein WWA-Team ermittelte Kanalverläufe, untersuchte den Baugrund, rechnete hydraulisch und gab Gutachten in Auftrag. Herausgekommen sind zwei Wasserschutzvarianten, die in der Gemeinderatssitzung abzuwägen waren. Die Frage, ob der Schutz innerhalb der Umgehungsstraße oder jenseits der Straße auf der „Regen-Seite“ realisiert wird, wurde mit einer Empfehlung des Expertenteams für die innere Variante beantwortet. „Beide Varianten sind finanziell gleich anzusetzen“, erklärte Schwarzott. „Die innere Variante ist mit 7,1 Millionen Euro lediglich um 100000 Euro günstiger.“ Die Vorteile: Weniger Wartungsaufwand, Retentionsgebiete werden erhalten, es ist keine Flutmulde erforderlich und der Lärmschutz verdoppelt sich für die Anlieger. Allerdings habe man dadurch bei zwei Grundstücken eine Engstelle, auch müsse man mehr in die Privatgrundstücke eingreifen, so Schwarzott. Der künftige Kreisverkehr, der die Schutzmaßnahme tangieren wird und dessen Realisierung die EBB Regensburg ebenso plant, könne mit der inneren Variante besser integriert werden als mit der äußeren.

Die geplanten Mauerhöhen belaufen sich je nach Geländeniveau von einem Meter bis zu 2,40 Metern. Zwei Pumpwerke werden gebaut. Regenabwärts liegende Gemeinden seien von den Maßnahmen nicht tangiert.

Nach dem Beschluss des Gemeinderats, die innere Variante weiterzuverfolgen, soll im September eine öffentliche Anliegerinformation stattfinden.

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