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Landkreislauf
Mittwoch, 20. September 2017 16° 4

Sport

3000 Läufer trotzen dem Dauerregen

Glücklich, aber nass erreichten die Sportler beim Landkreislauf das Ziel. Emotionen wurden erst bei der Party frei.
Von Marion Koller, MZ

Patschnass ins Wörther Ziel: Die Staffeln brauchten am unwirtlichen Samstag ordentlich Durchhaltevermögen. Foto: Lex

Regensburg.Eins fiel besonders auf am Samstag: Obwohl es den ganzen Tag schüttete, waren Läufer und Helfer bestens gelaunt. Sogar die Phoenix Cheerleaders, die wegen des nassen Bodens und der damit verbundenen Verletzungsgefahr ihren Wenzenbacher Auftritt absagen mussten, blieben gelassen. Ein paar Läufer stürzten nach dem Stabwechsel in Sallern auf dem nassen Kies. Auch sie machten kein großes Ding daraus, standen auf und sprinteten weiter. Alle interviewten Sportler lobten die Etappen zwischen Wenzenbach und Wörth, die Streckenleiter Daniel Wedekind zusammengestellt hatte.

Der Intendant genoss die Strecke

Theaterintendant Jens Neundorff von Enzberg etwa, der sichtlich erschöpft sein Ziel in Sallern erreichte, zeigte sich begeistert von der Route. Wie viele andere Teilnehmer genoss er es, am landschaftlich sehr schönen Regenufer zu laufen. „Eine super Aktion, der Landkreislauf!“, kommentierten etliche Läufer, zum Beispiel Fabian Mauff-Grotrian, einer der „Wasserläufer“ des Wasserwirtschaftsamts. Er war morgens von Zeitlarn nach Sallern unterwegs gewesen. Kollegin Sigrid Bauer mit Töchterchen Emma feuerte die Wasserläufer an und sagte anerkennend: „Ich finde den Landkreislauf super, weil er auf Gemeinschaft setzt.“

Sehen Sie hier die Bilder des Tages:

Die Bilder vom MZ-Landkreislauf 2016

Fünf Schülerinnen der Riedenburger Mädchenrealschule St. Anna, Paula, Lilian, Julia, Julia H. und Veronika, traten schon zum zweiten Mal an. Der Lauf nach Tegernheim habe ihnen erneut riesigen Spaß gemacht, sagten sie kurz vor der Heimfahrt. Elisabeth Keil hat für die Wörther Blaskapelle mitgemacht. „Es war gut, man konnte sich richtig auspowern“, sagte sie vom Abschnitt nach Tegernheim.

„Man fragt sich 1000 Mal, warum mache ich das?“

Manfred Seebauer

Großes nahmen sich die 42 Ultraläufer vor, darunter Manfred Pitzl und Manfred Seebauer, die rund 65 Kilometer zurücklegten. Pitzl, stellvertretendes Vorstandsmitglied der Sparkasse, war im Februar schwer krank und trainierte seit Mai wieder viermal pro Woche. Vor dem Start war er ein wenig nervös. „Einen Marathon kann man noch einigermaßen planen, einen Ultralauf nicht“, erklärte er. Für Manfred Seebauer ist der Landkreislauf immer der Saisonhöhepunkt. „Ich bin voller Vorfreude“, sagte der 38-Jährige am Start. „Während des Laufs machen nur die ersten 30 bis 35 Kilometer Spaß, der Rest ist Qual. Man fragt sich 1000 Mal, warum mache ich das?“ Erst beim Zieleinlauf wisse er wieder, warum er das mache. „Die Freude, die Freunde, die über einen herfallen.“

Hier sehen Sie ein Video vom MZ-Landkreislauf:

Der siebte MZ-Landkreislauf

Du hast es geschafft! Zwei Freundinnen fallen sich in die Arme. Foto: Lex

Er liebt die besondere Atmosphäre – und die Stimme von Moderator Armin Wolf. „Der macht das genial.“ Eine Freundin begleitete den 38-Jährigen auf dem Fahrrad. Sie transportierte Getränke und Proviant. Seebauer gehört zu den 25 besten deutschen Hindernisläufern.

Natürlich zählen beim Landkreislauf vor allem das Mitmachen und das Gemeinschaftsgefühl, dennoch werden auch die Sieger gefeiert. Als erste eroberten die LSD-Buam aus Regensburg in vier Stunden und sechs Minuten das Ziel. Auf Platz zwei folgte die Gruppe Zoom Zoom von Mazda Schindlbeck. Dritter wurde das Familienteam von Lauf und Berg König. Als schnellstes Damenteam kam „Bischofshof“ nach Wörth.

Knapp sechs Stunden für den Ultralauf

Das MZ-Organisationsteam mit Alexandra Wildner, Sandra Feil und Kerstin Dinauer war froh, dass der Regen den Läufern „gar nicht so viel ausmachte“. Leider habe die Nässe aber Zuschauer abgeschreckt. Beim Zieleinlauf jubelten heuer weniger Menschen als im sonnigen Vorjahr. Abends im wie immer proppenvollen Festzelt aber ließen Familie und Freunde die Läufer hochleben. Es füllte sich am Nachmittag schon.

Lesen Sie alles zum Landkreislauf in unserem Spezial!

Der Programmierer Manfred Seebauer brauchte knappe sechs Stunden für den Ultralauf. 42 Kilometer sei es ihm hervorragend gegangen, erzählte er. Dann sei er müde geworden. Nach Wiesent verlaufe die Strecke Richtung Frauenzell und Brennberg sehr steil. „Das waren die anstrengendsten Etappen“, sagte Seebauer. „Da musste ich Gehpassagen einlegen.“ Mit seiner Zeit war er zufrieden. Sehr leid habe ihm seine Fahrradbegleiterin getan, die vor Kälte zitterte. „Sie hat auch ihren Ultra geschafft.“

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