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Landkreislauf
Montag, 20. November 2017 11

Unterstützung

MZ-Landkreisläufer helfen dem Hospiz

Die Einrichtung begleitet Menschen beim Abschied vom Leben. Die Johanniter sind beim Betrieb auf Spenden angewiesen.
Von Daniel Steffen, MZ

Marketingleiter Andreas Denk und Pflegedienstleiterin Beate Hochmuth von den Johannitern freuen sich über die Unterstützung des Johannes-Hospiz durch die Landkreisläufer. Fotos: Steffen

Regensburg.Es ist vollbracht: Alle 300 Startplätze für den Mittelbayerische Landkreislauf am 17. September sind vergeben. Dies bedeutet, dass sich in 44 Tagen über 3000 Läufer auf den Weg durch den Landkreis machen. Zehn Etappen gilt es zu absolvieren, jeweils ein Läufer einer jeden Staffel läuft eine dieser Etappen. Der Startschuss fällt am Sportplatz des SV Wenzenbach – und die letzten Läufer werden bei der zehnten Etappe in Wörth ins Ziel laufen.

Die Ehre gebührt jedoch nicht nur denjenigen, die am Lauf teilnehmen, sondern auch den vielen Hunderten Helfern entlang der Etappen. So waren im vergangenen Jahr beispielsweise 20 Freiwillige Feuerwehren aktiv, um die Strecke zu sichern, und zahlreiche Vereine kümmerten sich um das Gelingen an den jeweiligen Veranstaltungsorten.

Startgelder werden aufgeteilt

Auch Kunst spielt im Hospiz eine wichtige Rolle. Beate Hochmuth zeigt eines der Werke der Hospiz-Gäste.

Ihr Einsatz soll in auch diesem Jahr entsprechend gewürdigt werden. So werden die kompletten Startgelder an die beteiligten Vereine und Organisationen gespendet. So bekommen die Helfervereine in den „Wechselzonen“ zwischen den Etappen ein Drittel der Gesamtsumme, ein Drittel geht an die Feuerwehren und ein Drittel an einen sozialen Träger. Dieses Mal darf sich die Johanniter-Unfall-Hilfe über eine Spende freuen.

Die Johanniter möchten die Spenden in ihr neues Johannes-Hospiz in Pentling investieren. Die Einrichtung für sterbende Menschen wurde am 1. April 2014 feierlich eingeweiht. Zehn Gästeplätze gibt es dort, jeder Bewohner wird im Schnitt von 1,3 Fachkräften betreut. Neben Pflegekräften sind dies auch Seelsorger und Hauswirtschaftlerinnen. In drei Schichten wird rund um die Uhr gearbeitet.

Jeder Cent ist für die Einrichtung wichtig, sagt Pflegedienstleiterin Beate Hochmuth. Ein Defizit von jährlich 250000 Euro muss das Hospiz nämlich „ausbügeln“. Dies geschieht hauptsächlich durch Spenden aus der Region und Eigenmitteln der Johanniter-Unfall-Hilfe.

Die Pflege- und Krankenkassen zahlen vertraglich 95 Prozent der vereinbarten Leistungen, erklärt Andreas Denk, der bei den Johannitern die Sachgebiete Marketing, Kommunikation und Vertrieb leitet. Dieses System sei auch deshalb gewollt, damit Einrichtungen wie ein Hospiz nicht nur nach betriebswirtschaftlichen Gesichtspunkten betrieben werden. Die Johanniter seien als Träger stolz darauf, „viel Personal und viel Zeit“ für die Menschen zu haben.

Durchschnittlich verbringen die Gäste laut Andreas Denk „drei bis vier Wochen“ im Hospiz. Das hänge jedoch vom Krankheitsbild und -verlauf ab. Oberste Prämisse der Hospiz-Mitarbeiter ist, den Menschen vor Ort einen würdigen Lebensabschied zu ermöglichen. Deswegen seien im Haus Aspekte der Psychologie und der Seelsorge sehr wichtig.

„Was die Kassen zum Beispiel nicht zahlen, sind Musik-, Kunst- oder Maltherapien“, sagt Beate Hochmuth. Die Therapien hätten sich im Johannis-Hospiz sehr bewährt, zumal sterbenden Menschen sich auf mannigfaltige Art mit dem Tod auseinander setzen. Nicht alle Hospiz-Bewohner seien in der Lage, dies mit Worten zu tun. Also wird zum Beispiel zum Pinsel gegriffen. Wichtig sei auch die Klangschalentherapie, bei der die Hospiz-Gäste zu ihrer inneren Ruhe finden.

Lesen Sie auch: Bis zum Mittelbayerische Landkreislauf sind es noch einige Monate. Im virtuellen Überflug gibt es die Strecken schon jetzt.

Auf der Suche nach Unterstützern

Bis jetzt haben sich schon eine Menge Hospiz-Unterstützer gefunden, freut sich Andreas Denk. Der „Freundeskreis Johannes-Hospiz Pentling“ überschreite bald die 1000er-Marke, 3500 Unterstützer seien für die nächsten Jahre anvisiert. Wer „Freund“ des Johannes-Hospiz sein möchte, der spendet jährlich einen Mindestbeitrag von 50 Euro. Andreas Denk hofft, beim Mittelbayerische Landkreislauf eine Menge neuer Freunde zu gewinnen. Die Johanniter sind am 17. September mit einem Stand in Wörth an der Donau vertreten. Dort ist das Ziel der letzten Etappe des Landkreislaufs:

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