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Regensburg
Samstag, 20. Januar 2018 10

Herbergssuche

300 kamen zur Waldweihnacht

Die Tradition am Brandlberg jährte sich zum 24. Mal. Paula und Lewin Ruppelt glänzten in den Rollen von Maria und Josef.
Von Daniel Steffen

Paula Ruppelt spielte Maria, ihr Bruder Lewin den Josef. Foto: Birkmeier

Regensburg.Die Temperaturen waren um den Gefrierpunkt herum, doch weder die Kinder noch die Erwachsenen ließen sich von der Kälte beeindrucken. Rund 300 Besucher waren es, die sich am Sonntag am Brandlberg eingefunden hatten, um gemeinsam mit dem ortsansässigen Männer- und Burschenverein die nunmehr 24. Waldweihnacht zu feiern. Im Mittelpunkt stand die biblische Herbergssuche, bei der sich insbesondere die Kinder hervortaten.

„Da hatten die erwachsenen Mitspieler Manfred Kautetzky, Heinz Weigert und Erhard Neugebauer als Wirte und Hirten ganz schön zu tun, um mithalten zu können“, lobte Vereins-Geschäftsführer Konrad Birkmeier den aus seiner Sicht tadellosen „Einsatz“ der Jugend. In die Hauptrollen schlüpften die Geschwister Paula (14) und Lewin Ruppelt (12) als Maria und Josef.

Kaplan Kraus erteilte den Segen

Auf drei Stationen führte die Herbergssuche (Leitung: Monika Pongratz und Beate Putz) vom Kriegerdenkmal hin zu den Höhen des Brandlbergs. Abschließend fand an der Marienkapelle eine kurze Andacht statt. Das geistliche Wort ergriff Kaplan Thomas Kraus, der zum zweiten Mal an der Waldweihnacht teilgenommen hatte. Der Geistliche von der Pfarrei St. Konrad erteilte den Segen, ehe die Gastgeber zu heißen Getränken und Gebäck einluden. Während es für die Erwachsenen Glühwein gab, wärmten sich die Kinder und Jugendlichen an einem Becher Kinderpunsch. Viele Besucher verweilten noch längere Zeit auf dem Brandlberg, um einen Plausch zu halten und um den ungetrübten Ausblick auf die Stadt zu genießen.

Brandlberg früher

  • Frühe Besiedlung:

    Am Fuße des steilen Brandlberger Berghanges standen schon vor Siedlungsgründung in den 30erJahren 18 Häuser. Dort lebten einige Bauern, meist aber Handwerker und Arbeiter des Kalkwerks.

  • 20 Bauplätze:

    Der Bau der heutigen Siedlung begann im Jahr 1932. Die Stadt Regensburg vergab damals 20 Bauplätze an kinderreiche Familien mit arbeitslosen Vätern.

Die Gastgeber vom Männer- und Burschenverein freuten sich darüber, dass die Gäste aus verschiedenen Stadtteilen und sogar aus dem Landkreis angereist waren, um der Veranstaltung beizuwohnen. „Es ist ja so, dass sich unser Programm ein wenig von den anderen Adventsveranstaltungen abhebt“, antwortete Birkmeier auf die Frage nach dem Grund für die abermals gute Resonanz.

Auch hob er die Besonderheit hervor, dass in der Familie Neugebauer gleich drei Generationen an der Aufführung beteiligt waren: Während die vierjährige Magdalena einen Engel spielte, sang ihre Mutter Gabi im Chor mit – und Großvater Erhard (77 Jahre) mimte einen Hirten.

Das Ensemble Cantilena spielte

Mit weihnachtlichen Liedern hatten die Regensburger Waldhornbläser um Silvia Pangerl am Kriegerdenkmal auf die Veranstaltung eingestimmt. An der musikalischen Gestaltung beteiligte sich ebenso das Ensemble „Cantilena“ unter der Leitung von Michaela Schenk-Reiser. Die Begrüßung der Besucher hatte Konrad Birkmeier vorgenommnen.

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