mz_logo

Regensburg
Dienstag, 12. Dezember 2017 5

Kirche

48 neue „Botschafter des Gesangs“

Im Hohen Dom St. Peter wurden neue Buben in die Gemeinschaft der Domspatzen aufgenommen. Nicht jeder kommt aus der Region.

Aufgeregt warten die neuen Domspatzen auf ihre offizielle Aufnahme. Foto: Lukesch

Regensburg.Für die 45 jüngsten Domspatzen und die drei Domspatzen, die während des vergangenen Schuljahres dazu gestoßen sind, wurde im Dom St. Peter eine würdige Aufnahmefeier zelebriert. Schon als sich die kleinen Domspatzen vor dem Dom versammelten, um die richtige Aufstellung zu nehmen, lag Aufregung und Nervosität in der Luft. Und dies nicht nur bei den Buben, denn auch die mitgekommenen Eltern sahen dem Ereignis der offiziellen Aufnahme in die Gemeinschaft der Domspatzen aufgeregt entgegen.

„Für uns ist es schon etwas Besonderes, dass unser Bub jetzt zu den Domspatzen geht.“

eine Mutter

„Für uns ist es schon etwas ganz Besonderes, dass unser Bub jetzt zu den Domspatzen geht“, sagt eine junge Mutter, die mit ihrem Mann und dem Bruder des Domspatzen-Sohnes zur Aufnahmefeier gekommen war. Spätestens als die Neu-Domspatzen sich im Seitenschiff des Doms für den großen Einzug durch das Mittelschiff bereitmachten, wurden sie ganz still. Nur die glänzenden Augen verrieten die Aufregung, die diese Stunde den Buben brachte. Sie kamen von überall her, die meisten jedoch stammen aus Regensburg, Neutraubling, Regenstauf, Lappersdorf, Wenzenbach und anderen Gemeinden im Landkreis Regensburg.

Dompropst Anton Wilhelm (Mitte) hielt den Gottesdienst der Aufnahmefeier. Diakon Alfred Bauer (links) und Domvikar Rainer Schinko standen ihm zur Seite. Foto: Lukesch

Doch auch heuer sind wieder Buben dabei, die von weit herkommen. Martin Bauer zum Beispiel wohnt in Aschaffenburg, John-Peter Steege in Ettlingen, Kilian Köster und Jakob Hans sind aus Biberach nach Regensburg gezogen und Valentin Raab kommt aus Burgebrach. Auch zwei Buben aus Weiden und Altendorf gehören nun der Gemeinschaft der Domspatzen an. Schön gekleidet in ihr rotweißes Chorgewand setzten sich die Buben auf ihre Stühle. Dompropst Anton Wilhelm zelebrierte den Gottesdienst, ihm zur Seite standen der Konzelebrant, Internatsdirektor und Domvikar Rainer Schinko, außerdem Diakon Alfred Bauer. Der Konzertchor der Regensburger Domspatzen sang das wunderbare „Laudate dominum“ von Giovanni Pierluigi da Palestrina und zeigte den Neuankömmlingen, wohin der musikalische Weg bei den Domspatzen sie noch führen wird.

Domkapellmeister Roland Büchner schüttelt einem neuen Domspatz die Hand und gibt ihm den blauen Stimmband. Foto: Lukesch

In seiner Predigt bezeichnet Dompropst Anton Wilhelm die Musik als ein „Geschenk Gottes von Menschen für Menschen“. Sie sei die „schönste Botschaft, die wir senden können“. An die neuen Domspatzen gewandt erklärte er, dass sie von nun an Botschafter der Musik und des Gesangs sein würden und damit Menschen in frohen wie auch traurigen Stunden erfreuen würden. Er erinnerte an den heiligen Augustinus, der einst gesagt hatte: „Wer singt, betet doppelt!“. Der Dompropst wies die Buben auch darauf hin, dass der Zusammenklang im Chor auch für das alltägliche Leben in der Gemeinschaft der Domspatzen gelten sollte. Auch hier sollten die vielfältigen und verschiedenen Stimmen zusammenklingen: „Wir dürfen nicht für uns selbst leben, jeder muss dazu beitragen. Nehmt einander an zur Ehre Gottes. Wir alle müssen uns mit unseren unterschiedlichen Fähigkeiten gegenseitig unterstützen.“

Schließlich wurde jeder einzelne neue Domspatz nach vorne gerufen und erhielt den blauen Stimmband aus den Händen von Domkapellmeister Roland Büchner. Dompropst Anton Wilhelm und Domvikar Rainer Schinko wünschten dann dem frischgebackenen Domspatzen alles Gute für ihren Lebensweg.

Die Kommentarfunktion steht exklusiv unseren Abonnenten zur Verfügung. Als Abonnent melden Sie sich bitte an oder registrieren Sie sich. Alle anderen Nutzer finden preiswerte Angebote in unserem Aboshop.

Anmelden Registrieren Zum Abo-Shop

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht