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Soziales

Bei „Herztöne“ stehen die Familien im Mittelpunkt

Seit 15 Jahren leitet der Verein die Burgweintinger Anlaufstelle. Chefin Myriam Mainz ist stolz, dass im Vorjahr 2400 Besucher die Angebote wahrnahmen.
von roland ebner, mz

  • Kleinkinder musizierten bei der Spielplatzeinweihung 2015. Fotos: er
  • Myriam Mainz leitet das Zentrum.

BURGWEINTING.Seit 1991 gibt es nun die „Herztöne e.V.“ und seit 15 Jahren betreibt diese unabhängige Einrichtung auch das Burgweintinger Familienzentrum in den Räumen des JUZ Utopia. Eine kleine „Familien-Jubiläumsfeier“ mit den inzwischen 53 Aktiven und Ehrenamtlichen ist dennoch in dem Jahr nicht mehr vorgesehen, wie Myriam Mainz (46) im Gespräch mit der MZ erklärt.

Die Diplom-Sozialpädagogin leitet seit 2009 die Einrichtung als hauptamtliche Geschäftsführerin, kümmert sich mit ihrem Team um inhaltliche Ausrichtung und Programm: Zwei Angestellte, 23 Honorarkräfte und 14 Ehrenamtliche zählt der Trupp – alles Frauen übrigens!

Feste Gruppen und offene Angebote

Ganz allgemein teilt sich das vielfältige Programm von Anfang an in sogenannte „feste Gruppen“ sowie in Kurse und Vorträge. Weitere Schwerpunkte zählen zu den „offenen Angeboten“, wie zum Beispiel das Familiencafé, die „offene Spielewelt“, der „Babytreff“, der „Babyspielplatz“ oder auch die „Trageberatung“.

Diese Angebote werden gerne angenommen, „und zwar mit steigender Tendenz“, wie Mainz erfreut betont: „Im zwanzigsten Jahr des Vereins 2011 besuchten 1551 Eltern, Großeltern und Kinder das Familienzentrum; im vergangenen Jahr waren es 2400.“

Die Geschäftsführerin führt dies zurück auf die zahlreichen „PEKiP“- und Baby-Kurse, die im stetig wachsenden Stadtteil Burgweinting großen Anklang finden. Aber auch im umliegenden Landkreis zeigten junge Eltern großes Interesse an diesen Angeboten, so Myriam Mainz.

Für die Geschäftsführerin sind mit dieser speziellen Zielrichtung „Babys und Kleinkinder bis zu drei Jahren“, aber auch Probleme verbunden: Eltern mit Nachwuchs im Kindergarten-Alter fühlten sich von „Herztöne“ nicht angesprochen. „Und gerade diesen Familien haben wir in den vergangenen Jahren viele Angebote unterbreitet.“

Gelder von der Stadt und vom Staat

Insgesamt jedoch wollen die „Herztöne“-Verantwortlichen die bisherige Angebots-Palette beibehalten, „inhaltlich und strukturell“, so Mainz: „Innovation als Selbstzweck halte ich für nicht zweckmäßig; besser für uns ist zweifellos die bewährte ausgewogene Mischung.“

Das alles kostet Geld, ganz klar. Dafür gibt‘s Fördertöpfe: Die Stadt Regensburg und das bayerische Sozialministerium sind hier zunächst zu nennen. „80 Prozent der Personalkosten übernimmt die Stadt“, so Mainz. Vom Staat gibt‘s einen „Fixzuschuss von 3000 Euro pro Jahr für den Stützpunkt plus 6500 Euro für die jährlichen Mietkosten“. Außerdem würden dann noch die Mitarbeiterstunden mit etwa 800 Euro gefördert. Und Mitgliedsbeiträge gibt‘s auch. Das scheint sich einigermaßen zu rechnen. Und Zentrumsleiterin Mainz will sich auch nicht beklagen. Weil die Arbeit jedoch zugenommen hat, sei eine Aufstockung der Personalförderung wünschenswert.

Info: telefonisch (09 41) 99 92 70, Mail info@herztoene-ev.de oder über die Homepage www.herztoene-ev.de#

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