mz_logo

Regensburg
Montag, 18. Dezember 2017 3

Preiserhöhung

Busse und Bad: Preise steigen wieder

Ab 1. Januar kosten die Tickets beim RVV und bei den Badebetrieben mehr. Beide begründen das mit steigenden Unterhaltskosten.
Von Maximiliane Gross, MZ

  • Fahrgäste des RVV müssen ab Januar 2018 noch tiefer in die Tasche greifen. Foto: Matthes
  • Nach sieben Jahren steigen die Preise der RBB wieder.Foto: Matthes

Regensburg.Ende vergangener Woche sorgten der Regensburger Verkehrsverbund (RVV) und die Regensburger Badebetriebe (RBB) für Diskussionsstoff. Anlass dafür ist die Preiserhöhung der beiden Unternehmen.

Ab 1. Januar 2018 steigen dann sowohl die Fahrpreise für die Busse in Stadt- und Landkreis Regensburg als auch die Eintrittspreise in den drei städtischen Bädern.

Preisanstieg um circa 2,8 Prozent

Im Personennahverkehr müssen die Fahrgäste durchschnittlich 2,8 Prozent mehr für ihre Tickets bezahlen. Die Erhöhung habe zum einen mit den zusätzlichen Verkehrsleistungen, zum anderen mit den gestiegenen Betriebs- und Lohnkosten zu tun.

„Ein Preisanstieg wird immer im Aufsichtsrat diskutiert und beschlossen. Üblicherweise erhöhen wir die Preise aber erst zum 1. Januar.“

Kai Müller-Eberstein, Geschäftsführer des RVV

Für Jugendliche bietet der ÖPNV eine zusätzliche Fahrkarte an. Das Streifenticket „U21“ ist günstiger und nur als Online-Ticket oder im Vorverkauf erhältlich. Damit möchte man den jungen Leuten zwischen 15 und 21 Jahren entgegenkommen. „Sein Handy hat man immer dabei und man muss sich nicht mehr über sein vergessenes Streifenticket ärgern“, sagen Jelka Schehler und Pashew Kader von der Jugendvertretung des Stadt- und Landkreises in einer Pressemitteilung.

Die Preise für eine Fahrt in der Regensburger Innenstadtzone oder in den Landkreis-Gemeinden mit Gemeindeticket steigen nicht. Diese kosten unverändert 1,10 Euro und einen Euro. Für Wochen- und Monatstickets müssen Erwachsene und Auszubildende etwa 2,1 Prozent mehr bezahlen.

Das Leid einer Preissteigerung betrifft nicht nur Nutzer des öffentlichen Nahverkehrs. Auch Schwimmbegeisterte müssen ab Januar tiefer in die Tasche greifen. Denn auch die Regensburger Badebetriebe stocken ihre Preise für das Westbad, das Hallenbad und das Wöhrdbad auf. „Wir haben seit sieben Jahren die Preise nicht mehr angepasst. In dieser langen Zeit verändern sich die Betriebskosten“, erklärt Martin Gottschalk, Pressesprecher der RBB die Erhöhung der Eintrittsgelder. Für Besucher heißt das, dass circa sieben Prozent mehr für einen Schwimmbadbesuch investiert werden müssen. Im Westbad kostet ein Drei-Stunden-Einzelticket zukünftig nicht mehr 5,80 Euro, sondern 6,20 Euro. Im Vergünstigungstarif betragen die Kosten ab Januar 3,80 Euro statt wie gewohnt 3,50 Euro. Die Saunapreise im Westbad bleiben übrigens gleich. Grund dafür ist, dass diese erst im vergangenen Jahr angestiegen sind.

Vergünstigungen bleiben bestehen

Trotz Preisanpassung möchten die Badebetriebe ihren Kunden entgegenkommen. Die Rabattregelung für Zehner-, Halbjahres- oder Jahreskarten bleiben bestehen. Des Weiteren erhalten Inhaber eines Stadtpasses vergünstigten Eintritt.

Für Familien mit mehreren Kindern bieten die RBB Tarife an, die diese Gruppen bevorzugen. Für Kinder, die kleiner als einen Meter sind, ist der Eintritt in allen Bädern kostenlos. Zwei Erwachsene mit mindestens drei eigenen Kindern erhalten gegen Vorlage einer Bescheinigung des Bürgerzentrums vergünstigten Eintritt. Bislang zahlte diese Familie für drei Stunden 8,50 Euro, jetzt sind 9,10 Euro fällig.

Wie lange die Eintrittsgelder konstant bleibt, ist offen. „Wir versuchen, die Preise so lange wie möglich stabil zu halten. Dennoch blicken wir auch alle zwei, drei Jahre auf die aktuelle Entwicklung “, verrät Gottschalk .

Die Kommentarfunktion steht exklusiv unseren Abonnenten zur Verfügung. Als Abonnent melden Sie sich bitte an oder registrieren Sie sich. Alle anderen Nutzer finden preiswerte Angebote in unserem Aboshop.

Anmelden Registrieren Zum Abo-Shop

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht