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Regensburg
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Zeitgeschichte

Der Freund der Bücher schließt ab

Fred Strohmaier und sein „Atlantis“ haben sich ins deutsche Literaturgedächtnis eingeschrieben. Nach 55 Jahren ist Abschied.
Von Marianne Sperb, MZ

Die Buchhändler-Legende Alfred Strohmaier vor dem „Atlantis“: Ende 2016 schließt die berühmte Insel der Literaturfreunde. Foto: altrofoto.de

Regensburg.Literatur hält jung, sagt Fred Strohmaier. Aber sie hält den Lauf der Zeit nicht auf. Und so wird der gebeugte alte Herr sein schönes Geschäft mit dem gotischen Gewölbe zum Jahreswechsel schließen.

Hier geht es um eine traurige Sache. „Atlantis“ versinkt. Die Schriftsteller und die Leser verlieren einen Ort, der 54 Jahre lang das Gespräch über die Literatur und das Leben in Gang gehalten hat. In der deutschsprachigen Bücherwelt ist die Wahlenstraße eine Adresse, wie es keine zweite gibt. Aber Fred Strohmaier, der keine Zahl sagt, aber sein Alter biblisch nennt, geht den Abschied gar nicht so traurig an. Er geht recht gefasst, im Kopf die Pläne für eine andere Zukunft.

„Er ist ein Spießbürger“, sagt er später über einen großen deutschen Autor. „Und Spießbürger sind wehleidig.“ Das beschreibt gut das Gegenteil davon, wie Strohmaier es mit sich selbst und dem Alter hält: Er macht kein Aufhebens. „Der Fred plustert nicht. Er lässt plustern“, hat MZ-Autor Harald Raab einmal Eva Demski zitiert.

Wir treffen uns auf ein Stündchen, um über „Atlantis“ zu sprechen. Aus dem Stündchen auf den roten Stühlen, die in die Literatur eingegangen sind, so wie die Buchhandlung, die Lesestube und der Buchhändler selbst, wird dann beinahe ein Vormittag. Er reicht nur zu einem kursorischen Blick auf ein halbes Jahrhundert voller Begegnungen mit Büchern und Berühmtheiten.

„Ich war kein Konkurrent. So konnten sie mit mir sprechen, ohne eine Blöße zu fürchten.“

Fred Strohmaier

Die Berühmtheiten: Martin Walser, Peter Handke, Thomas Bernhard, Hermann Lenz, Werner Herzog, Ernst Jandl, Uwe Johnson und die vielen, wirklich vielen anderen – mit Fred Strohmaier fühlen sich alle verbunden. „Ich hatte das Glück, dass mein Eigenstolz sich nicht zu stark zeigte. Die Hauptrolle spielten die Autoren. Und ich war kein Konkurrent. So konnten sie mit mir sprechen, ohne eine Blöße zu fürchten.“

Schreibhemmungen, private Kalamitäten und Zweifel, wie sie ja auch Nobelpreisträger plagen, sind in den Briefwechsen aufgehoben, die Fred Strohmaier mit zahlreichen Schriftstellern führte und führt. Die Bücher im Geschäft gehen an einen anderen Buchhändler, was mit der Korrespondenz und den Gästebüchern geschieht, ist noch nicht geklärt.

Fred Strohmaier, Buchhändler-Legende und einer, der Denkangebote und den Perspektivwechsel liebt. 55 Jahre lang hat er das Gespräch über Literatur und Leben in Gang gehalten. Foto: altrofoto.de

Der Buchhändler teilt die Gedanken seiner Autoren, er ist ihnen nach der Einsamkeit des Schreibens ein Spiegel und ein Freund. Ludwig Fels zum Beispiel, der aus ärmlichen Verhältnissen stammt, der viel trank und sich wenig zutraute und der inzwischen mit an die 20 literarischen Auszeichnungen geehrt worden ist: „Er ist fast der einzige, den ich kenne, der sich durch die Literatur selbst aus dem Sumpf gezogen hat. Ihm musste man sagen, ein Mensch wird nicht durch ein Abitur bestimmt.“

„Vieles ist Zufall“, ist Strohmaiers Lebenserkenntnis. Aus Zufall jedenfalls wurde er zum Buchhändler. Der Nürnberger machte eine kleine Erbschaft. „1961 war man der Meinung: Man kann nicht in Aktien investieren, weil man so die bösen Kräfte fördert.“ Ein Freund in Regensburg war literarisch bewandert, hatte aber kein Geld; bei Strohmaier war es umgekehrt. „Da dachte ich, wir passen zusammen.“ Bald stellten beide den Irrtum fest. Der Freund ging fort – und Strohmaier stand allein im „Atlantis“. „Ich sperrte auf und merkte, dass meine Kenntnisse über Literatur weitgehend ausreichend waren.“

Ernst Bloch und Bert Brecht waren noch Aufreger

1961: Regensburg war eine der ärmsten Großstädte Deutschlands und fand gerade erst Auftrieb. Die ersten Häuser wurden saniert, ihre Schönheit wurde allmählich wahrgenommen, aber mit der Substanz ging man vor allem pragmatisch um. Der Kontakt zu Kunst und Literatur blieb begrenzt und Schriftsteller nannte man Pinscher, weil sie eine Gesellschaft entwarfen, die ins Weltbild einer konservativen Bürgerschaft nicht passte.

Bert Brecht und Ernst Bloch waren noch Aufreger. Das bekam Strohmaier zu spüren. Als er den Suhrkamp-Titel „Das Prinzip Hoffnung“ ins Schaufenster legte, warfen ihm rechte Hetzer die Scheibe ein und selbst wohlmeinende Kunden sagten: dieser Bloch, das müsse ja nun nicht sein.

„Ich bin eigennützig. Ich lese nur Bücher, die mich interessierten. Und ich will, dass diese Bücher Leser finden.“

Fred Strohmaier

Im Reizklima blühte „Atlantis“ auf. In der Wahlenstraße wurden Denkangebote und die Aufforderung zum Perspektivwechsel nicht einfach schubladisiert, sondern beredet und hin- und hergedreht. Die Edition Suhrkamp trieb Leser ins Haus. „Eine politisch aktive, wache Gesellschaft ist für eine Buchhandlung ein Adrenalin-Stoß“, sagt Strohmaier. Leise bedauert er, dass das Erregungspotenzial heute vergleichsweise flach bleibt, dass der Kommunikation die Inhalte verloren gehen.

Literatur durch Autoren zu vermitteln, das ist inzwischen üblich. Die Frankfurter Buchmesse bietet Hunderte Lesungen an. Aber Strohmaier war einer der Allerersten. „Ich bin eigennützig. Ich lese nur Bücher, die mich interessierten. Und ich will, dass diese Bücher Leser finden.“ Strohmaier schrieb also Autoren an (von Verlagen organisierte Lesereisen existierten noch nicht) und erhielt meistens ein Ja.

Fred Strohmaier auf einem der berühmten roten Stühle in der Buchhandlung „Atlantis“ Foto: altrofoto.de

Martin Walser war noch ganz am Anfang seiner Karriere bei „Atlantis“ zu Gast und Peter Handke hatte seinen ersten literarischen Auftritt überhaupt in Regensburg. „Da war er ein Bubi, und die Lesestube gab es noch nicht.“ Strohmaier traf den auch damals schon scheuen Schriftsteller auf der Buchmesse Frankfurt. „Ich sprach ihn an und wir fanden uns irgendwie sympathisch.“ Ins Thon-Dittmer-Palais kamen dann 40, 50 Leute. „Sie kannten Handke nicht. Es entstand kein Kontakt zum Publikum.“ In der Pause fragte der Gast, Mohrrüben kauend: „Sollen wir abbrechen?“ Ins Gästebuch schrieb er: „Ich komme nicht wieder.“ Aber kurze Zeit später wurde Handke mit seiner „Publikumsbeschimpfung“ berühmt und beim nächsten Regensburg-Besuch saßen im Herzogssaal 200 Menschen, und noch mal so viele standen vor der Tür. Handke trat hinaus auf die Treppe und las zum Trost Gedichte. Literatur konnte Menschen auf die Straßen treiben und eine Revolution anstoßen.

„Komme nicht. Regensburg verseucht.“

Herbert Achternbusch

„Schriftsteller“, sagt Strohmaier, „hatten noch politische Potenz.“ Wie Uwe Johnson, der in Regensburg einen mittleren Menschenauflauf auslöste. Weil er geäußert hatte, die Berliner Mauer, die gerade gebaut wurde, könnte man auch als sinnvolle Sache betrachten, belagerten am Tag danach Journalisten aus der ganzen Republik das Hotel National in der Maxstraße.

Herbert Achternbusch verlor im Gästebuch einen Finger nach dem anderen. Bei jedem Besuch zeichnete er mit Kuli seine Hand mit einem Finger weniger. Er reiste trotz größter Bedenken auch kurz nach dem Gau von Tschernobyl an. Vorab telegrafierte er (E-Mails waren noch unbekannt): „Komme nicht. Regensburg verseucht.“ Er kam dann doch. Und sprang nach der Lesung sofort ins Auto.

Elias Canetti? Ein Eis-Esser!

Auf dem roten Stuhl klappen Fred Strohmaiers Erinnerungen auf. Thomas Bernhard? „Die Begegnungen waren so harmonisch, dass ich die Tiraden in seinen Büchern nicht mit seiner Person verbinden kann.“ Elias Canetti? „Ein Eis-Esser! Ich musste mit ihm in Regensburg von einer Eisdiele zur anderen.“ Günter Grass? „Er hat sich einmal mit meiner Frau angelegt. Wegen der Würmer in einem Pilzgericht, das er bei uns kochte.“ Ernst-Wilhelm Händler? „Er wird unterschätzt. Ein außerordentlich empfehlenswerter Autor. Auch wenn er eine gewisse Bereitschaft fordert, in Ruhe zu lesen.“ Ernst Jandl? „Sein Bruder hatte in Regensburg ein Architekturbüro und er kam oft zu Lesungen, als Besucher, mit Friederike Mayröcker, die wie eine russische Madonna aussah.“ Cees Nooteboom? „Wir schreiben uns noch. Wir waren sehr gut miteinander.“ Adolf Muschg? „Ein Gentleman, ein großer Autor, der es versteht, die gesellschaftlichen und zeitgeschichtlichen Entwicklungen zu beschreiben.“ Günther Eich? „Er hatte keine freudvolle Zeit. Er hat keine 50 Bücher im Jahr verkauft und lebte auf Verlegers Gnaden.“ Hermann Lenz? „Bei ihm war es ähnlich. Er verkaufte eine Zeitlang wenig. Die Begegnung war sehr einfach. Ein Ehepaar schaute herein, ich schaute hinaus. Dann kam die Frau in die Buchhandlung und sagte: Mein Mann ist auch ein Schriftsteller.“

Gute Worte zum Abschied: Was Schriftsteller und Literaten Fred Strohmaier zum Abschied wünschen lesen Sie hier.

Stimmen von Schriftstellern

  • Ernst-Wilhelm Händler:

    „Die Lesungen bei Fred Strohmaier spiegeln die Geschichte der ernsthaften deutschsprachigen Literatur nach dem Krieg bis in die Gegenwart wider. Fred Strohmaier ist unersetzlich.“ – Ernst-Wilhelm Händler aus Regesnburg ist Unternehmer und Schriftsteller. Er wurde für sein literarisches Werk vielfach ausgezeichnet, sein jüngster Roman „München“ stand auf der Longlist des Deutschen Buchpreises 2016.

  • Thomas von Steinaecker:

    „Lieber Fred, seit ich bewusst lese, besuche ich Ihre Buchhandlung. Ich erinnere mich, als ich zum ersten Mal bei Ihnen war, mit 13 oder 14 muss das gewesen sein, und mir von meinem Ersparten einen Band der grünen Faksimile-Ausgabe von Hölderlin kaufte. Dann Handke. Dann Walser. Dann Enzensberger. Dann Frisch. Und zu jedem dieser meiner frühen Helden wussten Sie eine Geschichte, die Sie, für mich unglaublich, auch noch selbst erlebt hatten. Mit jedem meiner Romane luden Sie mich zu einer Lesung ein – es waren immer die schönsten Lesungen, dank Ihnen, dank der Stube, dank dem Publikum. Ich weigere mich, traurig darüber zu sein, dass es Atlantis nicht mehr geben wird. Denn jetzt sind Sie und Ihre Buchhandlung endgültig zu etwas geworden, für das Sie immer einstanden: eine Geschichte. Ich werde sie jedem erzählen, wieder und wieder. Vielen wird sie unglaublich erscheinen, wie so etwas Wunderbares möglich war. Ich aber bin und werde immer dankbar dafür sein, dass ich sie erleben durfte.“ – Thomas von Steinaecker (Augsburg) ist vielfach ausgezeichneter Schriftsteller, TV-Regisseur und Journalist. 2016 wurde sein fünfter Roman, „Die Verteidigung des Paradieses“, für den Deutschen Buchpreis nominiert.

  • Arnold Stadler:

    „Dass es Atlantis nicht mehr geben soll, ist ein so schön und so lange und so konsequent von Fred Strohmaier realisierter Traum weniger. Atlantis war ein Geschenk, an Regensburg, an alle, die da lesen und schreiben. Von weither kamen sie, um bei Strohmaier vorzulesen. Dieses Atlantis wird aber nicht untergehen, sondern bleiben und aufgehoben sein. In den Herzen der Lesenden und Schreibenden, auch meinem. Und in der Literaturgeschichte dieses Landes, als das Atlantis von Fred Strohmaier.“ – Arnold Stadler ist ein deutscher Schriftsteller, Essayist und Übersetzer. 1999 erhielt er den bedeutendsten deutschen Literaturpreis, den Georg-Büchner-Preis, sowie zahlreiche weitere Auszeichnungen.

  • Adolf Muschg:

    „Alfred Strohmaier: ein Prospero, der seine Zaubermittel, die Bücher, nicht in ihrer eigenen Masse versenkt, sondern als Einzelstücke, ja als Preziosen behandelt. Hier geben sich Leser als Bürger zu erkennen, und Bürger outen sich als Leser. Nirgends ist die Luft des alten Regensburg weniger dumpf – oder weniger windig – als hier. Es ist nicht nur ein Genuß, in Strohmaiers Zirkel zu lesen. Es ist eine kleine Schule der Zeitgenossenschaft.“ – Adolf Muschg, Schweizer Schriftsteller und Literaturwissenschaftler, zuletzt (2015) ausgezeichnet mit dem Schweizer „Grand Prix Literatur“

  • Katharina Mommsen:

    „Lieber Fred Strohmaier, wie sollen wir denn jenseits des Atlantischen Ozeans die nächsten 90 Jahre ohne die Atlantis-Buchhandlung überstehen? Ich weiß, das ist sehr selbstsüchtig gedacht. Aber können Sie nicht vielleicht noch einen kleinen Ableger davon in die Welt setzen? Ehe der Name ganz zur Legende wird? Auf alle Fälle 1001 gute Wünsche!“ – Katharina Mommsen ist deutsch-amerikanische Literaturwissenschaftlerin, die vor allem durch ihre Goethe-Forschung bekannt wurde.

  • Ludwig Fels:

    „Nach mehr als fünfzig Jahren Bestehen und Beständigkeit versinkt „Atlantis“ zum letzten Mal? Und die Wahlenstraße, berühmt für Fred Strohmaier und seine einzigartige Buchhandlung im deutschen Raum, verwaist? Für mich war sie über Jahrzehnte so etwas wie eine Steinerne Brücke, Wien und Regensburg verbindend. Als Brückenheiliger auf dem Leuchtturm dankbarer Erinnerung: Fred Strohmaier, Jongleur der reißenden Winde des Feuilletons und unermüdlicher Erspäher der Nachen, die da Bücher heißen. Eine Abschiedsträne schwimmt von Wien aus die Donau hinauf nach Regensburg.“ – Ludwig Fels, Schriftsteller aus Wien, schreibt Romane, Lyrik, Hörspiele und Theaterstücke und wurde vielfach ausgezeichnet.

  • Ulrike Draesner:

    „Lesen lesen lesen immer weiterlesen an Atlantis denken und weiterlesen im Atlantis gewesen sein und weiterlesen das Atlantis vermissen und lesen immer weiterlesen immer weitervermissen immer wieder erfinden immer erinnern und weiterdenken und Alantis murmeln und erinnern und immer weiter erfinden und es weiter erfinden, es lesen erinnern und daran freuen was war im vermissen und lesen und denken an FS und vermissen die Auslage die Bücher die Treppe den Raum und das Sprechen die Gesichter vermissen Atlantis vermissen und lesen, und lesen und erinnern und freuen und vermissen und lesen.“ – Ulrike Draesner aus Berlin mit Wurzeln in München ist vielfach ausgezeichnete Schriftstellerin.

Hermann Lenz verewigte den Freund später als „Meerkatz“ in einem Roman. Jurek Becker nannte Fred Strohmaier in „Briefe“ den wichtigsten Buchhändler überhaupt. Literatur vermitteln ohne Wenn und Aber, das gehört zu den Leitsätzen Strohmaiers, die er sich jeden Morgen, wie ein Mantra, gibt. Bis heute hat „Atlantis“ mehr als 400 Lesungen und Vorträge mit 35 000 Besuchern veranstaltet. Für Marcel Reich-Ranicki standen die Regensburger vom Alten Rathaus bis zum Treppenhaus von „Atlantis“ Schlange. „Reich-Ranicki hat alles signiert, was ihm vorgelegt wurde. Bis niemand mehr da war.“

„Das Honorar bestimmt Herr Strohmaier.“

Arnold Stadler

Eine Sache für sich waren die Honorare. „Atlantis“ konnte keine hohen Summen zahlen; Strohmaier dankte jeweils mit einem Geschenk. Günter Grass bekam Steinmetzwerkzeug aus der Dombauhütte. Für Ralf Rothmann legte der Verlag ein beachtliches Honorar fest, aber der „Freund des Hauses“ formulierte den Vertrag um: „Zu Ihnen komme ich für ein Paar Bratwürstl.“ Arnold Stadler wies seinen Verlag vor der Lese-Tour sogar an: „Sie müssen Atlantis auf die Liste setzen. Das Honorar bestimmt Herr Strohmaier.“

Fred Strohmaier hat einen Leitsatz: hier im Video

MZ

Der Freund der Bücher zieht sich zu Jahresende nach oben, auf die private Etage zurück. Parterre richtet sich ein Antiquitätenhändler ein. Einen der Gründe, warum das „Atlantis“ keine Buchhandlung bleiben wird, beschreibt Strohmaier so: „Ich wollte nicht jeden Morgen beim Vorbeigehen ins Schaufenster schauen und dort viele Bücher sehen – nur nicht die, die ich mag.“

Fred Strohmaier hat eine rettende Insel für Bücherfreunde im Kopf. Die Lesestube im ersten Stock wird nicht vermietet. Dort könnte sich ein Salon etablieren. „Das gedruckte Buch hat Zukunft“, das ist Strohmaiers feste Überzeugung. Und es sei höchste Zeit, die Schriftsteller der ersten und zweiten Nachkriegsgeneration lebendig zu halten. Er wird weiter das Seine dafür tun. Literatur hält ja jung.

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  • JG
    Jutta Göller
    02.12.2016 15:37

    Liebe Frau Sperb, vielen Dank für diesen anrührenden Artikel! Ich hab' als Studentin öfters bei den Strohmaierschen Lesungen in den 1970er und frühen 80ern an der Kasse gesessen. Auf der Geldkassette hat sich einmal der Grass-Sohn Bruno mit Bleistift "verewigt". Und als Ulla Hahn zu einer Gedichtlesung da war, saß, noch zu DDR-Zeiten, Stephan Hermlin möglichst "unauffällig" im Hintergrund... Alles, alles Gute, lieber Herr Strohmaier!

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  • PB
    Peter Busch
    02.12.2016 09:06

    Ein beeindruckender Mensch und grosser Buchhändler. Solche Menschen sind rar, und solche Buchhändler sind noch rarer. Ich denke, in Deutschland gibt es nur noch eine handvoll von diesem "Kaliber", und das war's dann auch schon... Aber gut, dass es in Regensburg in der Buchhandlung Dombrowsky eine Alternative gibt. Alles Gute, Herr Strohmaier!

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