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Regensburg
Freitag, 15. Dezember 2017 7

Kultur

Die Stadt braucht einen Konzertsaal

Julia Köppel (Odeon Concerte) erklärt, warum sie ein RKK befürwortet: In Regensburg gebe es nur das Audimax als Konzertsaal.
Von Daniel Geradtz, MZ

Veranstalterin Julia Köppel (Odeon Concerte) findet, dass Regensburg einen Konzertsaal braucht. Foto: Geradtz

Regensburg.Was es in Regensburg wirklich braucht, ist ein Konzertsaal. Das ist der Grund, warum wir große Befürworter des RKK sind. Weil in Regensburg seit mehr als 30 Jahren das Audimax der einzige konzerttaugliche Saal in einer bestimmten Größe ist. Pro Jahr finden 15 bis 20 Konzerte im Audimax statt. Natürlich gibt es kleinere Säle, die für kammermusikalische oder kleinere Projekte wunderbar geeignet sind, aber für die großen internationalen Orchesterkonzerte und für die bekannten Solisten ist das Audimax der einzige Konzertsaal.

Das Audimax klingt wunderbar. Aber wenn man Sprecher einsetzt und eine Mischform zwischen Musik und Moderation hat, bekommt man immer wieder Probleme, weil das Gebäude dafür nicht ausgerichtet ist. Von der Universität ist viel in den Audimax-Bereich investiert worden, beispielsweise in die Garderobe, aber es gibt keine Alternative. Die Donauarena ist für den klassischen Betrieb völlig ungeeignet und viel zu groß für regionale Künstler. Was wir uns wünschen, ist ein veritabler Konzertsaal, in dem große Orchesterkonzerte problemlos veranstaltet werden kann, weil es mehr Sitzplätze hat. Es gibt Projekte, die sich nur durch einen größeren Saal finanzieren. Das zweite Thema ist, dass es die Atmosphäre in der Stadt braucht. Das Audimax ist an einer Campus-Universität angesiedelt. Da ist atmosphärisch die Infrastruktur an die Studenten angepasst.

Dr. Isolde Schäfer (UKR) und Julia Köppel (Odeon Concerte) geben ihre Einschätzung zum RKK statt. Video: Geradtz

Der Konzertbetrieb im Audimax ist seit Jahrzehnten ein „Fremdkörper“. Der Hauptpunkt der Universität soll natürlich auf dem Lehrbetrieb liegen. Da gibt es Kollisionen, die immer wieder überwunden wurden. Wir würden uns wünschen, dass es einen Veranstaltungsort gibt, der auf Kultur abzielt. Für uns steht die Akustik an Nummer eins. Ein Konzertsaal funktioniert auch für Kongresse oder andere Veranstaltungen. Andersherum ist das nicht der Fall. Wir wünschen uns zusätzlich eine infrastrukturelle Ausstattung. Es braucht Parkplätze und es braucht eine Busanbindung. Der ÖPNV alleine reicht nicht: Wir sind ein regionaler Veranstalter, unser Publikum kommt aus ganz Ostbayern. Die Gäste können nicht noch mit dem Bus nach Hause fahren. Ein neuer Saal weckt die Neugier der Menschen. Das zeigen unserer Erfahrungen aus Essen.

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