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Regensburg
Mittwoch, 20. September 2017 17° 6

Esskultur

Ein bisschen Italien in der Domstadt

Ein Markt am Neupfarrplatz bietet Spezialitäten aus dem Urlaubsland. Gratis trällern manche Standbetreiber sogar Italo Hits.
Von Annika Eder, MZ

Beim Duft von italienischem Hartkäse und Salami können die Regensburger nicht widerstehen. Fotos: Annika Eder

Regensburg.Über den Neupfarrplatz weht der Duft von herzhafter Wurst und gereiftem Käse. Die Sonne scheint und es liegt ein Hauch Italien in der Luft. Letzte Woche Donnerstag hat der Markt „Athena international Company SRO“ unter dem Motto: „Die Kunst des italienischen Geschmackes“ eröffnet. Besonders Wurst und Käse findet man hier, aber auch einen Stand mit Süßigkeiten und Gebäck, verschiedene Öle, Oliven und natürlich einen Pizzabäcker. Also fast alles, was das Herz begehrt, wenn man an Bella Italia denkt.

An Auswahl mangelt es nicht.

Zehn Händler sind aus verschiedenen italienischen Regionen angereist, um ihre Spezialitäten zu präsentieren. An den einzelnen Ständen wird man mit einem fröhlichen „Buongiorno“ begrüßt und kommt in den Genuss italienischer Gesangskünste. Zu „Bello e impossibile“ von Gianna Nannini singen zwei der Händler, während man ihre sizilianischen Leckereien begutachten kann.

Verkäufer mit Leidenschaft
Auch Giovanni Mihalcea ist dieses Jahr wieder mit dabei. Er ist wie viele andere schon zum zweiten Mal hier. Ihm gefalle die Stadt sehr gut, und die Menschen seien auch sehr freundlich. Das sei aber auch ganz natürlich, „schließlich verkaufe ich nur die beste Ware“, schmunzelt er. Besonders stolz ist er auf die große Auswahl, die er bieten kann. Er kommt aus dem Trentino und hat von dort die unterschiedlichsten Wurstdelikatessen mitgebracht. Es gibt Salami mit Mandeln, Knoblauch oder Trüffeln. Neben der hausgemachten Pferde- und Eselswurst ist sein Geheimtipp der Bergkäse, der 36 Monate reifen muss. „Besser als jeder Parmesan“, ist der 26-Jährige überzeugt.

Die Stände schmücken sich in den typisch italienischen Farben.

Die gute Laune der Verkäufer zieht die Menschen zu den Ständen. Viele sind durch Zufall hier, wollten eigentlich zum Einkaufen und schlendern jetzt zu den kulinarischen Besonderheiten Italiens. Wer sich nicht entscheiden kann, bekommt die Unterstützung der temperamentvollen Italiener. „Probieren ausdrücklich erwünscht!“ Da macht es dann auch nichts, dass man sich gegenseitig eigentlich nicht versteht. Wenn es um Essen geht, sprechen alle dieselbe Sprache und die „Hmms“ und „Ooohs“ sind auf der ganzen Welt mehr als verständlich. Wer sich jedoch nur von Stand zu Stand essen will, muss mit einem frechen Kommentar der Verkäufer rechnen.

Einstimmung auf den Urlaub

Als kleine Einstimmung auf den Italienurlaub trifft man am Neupfarrplatz häufig junge Familien und ältere Pärchen. Aber auch einige Touristen, die gerade in Regensburg ihre freie Zeit verbringen, flanieren über den Platz. Natürlich bekäme man Essig und Oliven auch im Supermarkt, aber neben Öl aus Apulien, sizilianischen Leckereien und dem bekannten Parmesankäse „Parmigiano reggiano“ gibt es dafür den italienischen Charme gratis dazu. Die Waren werden frisch aus der Heimat der Standbetreiber nach Regensburg geliefert. Da schmecke es daheim auch gleich ganz anders, ist die einstimmige Meinung der Besucher. Der große Ansturm bleibt jedoch gerade unter der Woche aus. Das läge sicher an der Ferienzeit, vermutet eine Besucherin. Für die Feinkost-Fans ein Vorteil, so können sie sich in Ruhe umschauen.

Was die Regensburger gerne hätten
Die begeisterten Marktbesucher haben für den nächsten Besuch der Italiener schon ein paar Wünsche und Anregungen parat. Sie hätten gerne mehr Speisen zum Sofortverzehr. Bei den meisten hier kann man sich zwar eine Salami oder Käse für daheim mitnehmen, aber für den kleinen Hunger gäbe es außer dem Pizzabäcker eher weniger. Gerade in den Mittagspausen würden sie sich über eine Pasta oder frisches Obst freuen. Dann würden sicherlich einige mehr zu den italienischen Ständen kommen, statt sich eine Bratwurstsemmel oder einen Döner von umliegenden Imbissständen zu holen. Wenn es am Abend noch einen Weinstand mit Verkostung gäbe, wäre der italienische Markt perfekt, schlägt eine junge Regensburgerin lachend vor.

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