mz_logo

Regensburg
Montag, 20. November 2017 7

Trend

Ein Regensburg-Buch für Genießer

„Lebensart genießen – in und um Regensburg“: Herausgeber Oliver van Essenberg stellte das Werk im „Degginger“ vor.
Von Peter Pavlas, MZ

Autoren (von links): Marianne Sperb, Oliver van Essenberg, Holger Riegel, Heiko Rehorik, Simon Reichel, Christian Thoma, Christoph Hauser und Richard Schlemmer Foto: Peter Pavlas

Regensburg. „Lebensart genießen – in und um Regensburg“. Im Degginger stellte Verleger und Herausgeber Oliver van Essenberg den sinnenfrohen Bewohnern der alten Reichsstadt und ihrer Umgebung sein neuestes Werk vor. Es ist gegliedert in die Blöcke Essen-Trinken-Ausgehen, Ausstattung-Design-Architektur und Kunst-Kultur-Natur. Was sein Buch besonders mache, so van Essenberg, seien die große Vielfalt der Themen und die Gegenüberstellung von Altem und Neuem.

„Das Degginger ist der ideale Ort für die Präsentation, weil sich das Haus der Öffnung der Kultur in die Stadtgesellschaft hinein verschrieben hat.“ Er wolle dazu beitragen, dass Vielfalt sich auch im Genuss, im Wohnen und in der Stadtentwicklung widerspiegelt.

30 Stadt-Kenner schrieben mit

Der Band ist viel mehr als eine Sammlung guter Adressen. Lange Interviews, etwa mit Eva Demski, die in der ehemaligen Schnupftabakfabrik aufwuchs, erhellen die Themen zusätzlich. Ausführliche Textpassagen zu Themen wie „Museen in Regensburg“, „Weinbau in der Region“ oder zu „Regensburg – Heimat des Jazz“ schenken dem Leser einen wertvollen Überblick.

Hier die Fakten zum Buch.

Etwa ein Jahr haben die Vorbereitungen für die Veröffentlichung gedauert. Dabei konnte sich van Essenberg auf ein Netzwerk von Menschen stützen, die die Stadt aus dem Effeff kennen, so der Herausgeber. Seine rund 30 Autoren und Autorinnen sind ausgewiesene und renommierte Kenner der Materie. Die Leiterin der MZ-Kulturredaktion, Marianne Sperb, hat die Einführung verfasst; der ehemalige Regensburger Kulturreferent Egon Johannes Greipl widmet sich der oberpfälzischen Küche; der Denkmalpfleger Eugen Trapp hinterfragt, was es mit der „nördlichsten Stadt Italiens“ auf sich hat; der Autor und Regisseur Joseph Berlinger nimmt die Leser mit auf einen Streifzug durch die Regensburger Theaterlandschaft; die Stadtführerin Ulrike Ziegler zeichnet die Entstehung des Grüngürtels um die Stadt nach – um nur ein paar Beispiele zu nennen.

Das Buch

  • „Lebensart genießen“

    „Lebensart genießen – in und um Regensburg“ richtet sich in erster Linie an die Bewohner der Region und an diejenigen, die gerne hierher zurückkommen. Auch vermeintlich guten Kennern macht der Band Lust, Vertrautes und Neues (wieder) zu entdecken. Das Buch kostet 19,95 Euro, hat. 288 Seiten, etwa 500 Abbildungen, und ist im Bamberger Verlag selekt erschienen (ISBN: 978-3981855104).

  • Verleger und Autoren

    Oliver van Essenberg ist Herausgeber und Verleger. Die Autoren sind unter anderem Birgit Angerer, Maria Baumann, Joseph Berlinger, Claudia Böckel, Egon Johannes Greipl, Katharina Lenz, Peter Morsbach, Florian Sendtner, Marianne Sperb, Peter Styra, Eugen Trapp, Manuel Trummer, Ulrike Ziegler. Die Fotos kommen von Holger Riegel.

Es geht um bodenständige Gastronomie und Spitzenküche, um individuelle Handwerksbetriebe und wegweisende technologische Entwicklungen, um Episoden der Stadtgeschichte von gestern und heute, also um das, was Regensburg ausmacht: Altes und Neues zugleich. Sehr gelungen ist die visuelle Gestaltung des Buchs. Die Fotos von Holger Riegel haben großen Anteil daran. Dem Fotografen, der kürzlich den ersten Preis beim Wettbewerb „Stadt und Glaube“ erhielt, gelang es, Motive überzeugend originell darzustellen. Authentizität präge dessen Arbeit, lobte van Essenberg.

Slow-Food als roter Faden

Weiten Raum nimmt das Handwerk ein: etwa wie Leder von Hand verarbeitet wird, wie die Glasherstellung einst die Region prägte und welche Kunstwerke daraus entstanden: „Sauber, individuell und originell müssen die Produkte sein!“ Auch die Slow-Food-Bewegung zieht sich als roter Faden durchs Buch. Diese strebt die Erhaltung von Lebensmitteln an, die nicht beim Discounter zu finden sind. „Rotes Höhenvieh“ schmecke einzigartig, ebenso Erdbeeren namens „Mieze Schindler“ oder Wein, Kaffee, Whisky und erlesener Käse. Vieles davon gab es im Degginger zu verkosten und das Trio „Lost in a bar“ spielte dazu auf.

Die Kommentarfunktion steht exklusiv unseren Abonnenten zur Verfügung. Als Abonnent melden Sie sich bitte an oder registrieren Sie sich. Alle anderen Nutzer finden preiswerte Angebote in unserem Aboshop.

Anmelden Registrieren Zum Abo-Shop

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht