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Regensburg
Samstag, 18. November 2017 5

Aktion

Farmgäste waren tierisch vergnügt

Das Herbstfest der Kinder- und Jugendfarm erwies sich als Besuchermagnet. Die Kinder machten Apfelsaft und bestaunten Tiere.
Von Daniel Steffen, MZ

  • Astrid Strehl (l.) und Irmgard Gerl versorgten die Besucher der Kinder- und Jugendfarm mit selbst gemachten Kiachl. Foto: Daniel Steffen
  • Ein Dauerbrenner: Kinderschminken Foto: Daniel Steffen

Regensburg. Die Zweibeiner zeigten großes Interesse an den Vierbeinern: Von Mini-Schweinen über Schafe bis hin zu den Alpakas waren die Tiere auf der Kinder- und Jugendfarm der Hit. Weit über 500 Besucher machten sich am Samstag auf in die Taunusstraße, um dort gemeinsam mit dem Farm-Team das Herbstfest zu feiern. Der Herbst zeigte sich von seiner goldenen Seite, das Fest wurde den ganzen Nachmittag über von Sonnenschein begleitet.

Ihre Kreativität konnten die Besucher auf vielerlei Weise entfalten: So bereiteten sie eine Pizza oder einen Apfelsaft zu, grillten am Lagerfeuer Stockbrot und kochten sich eine leckere Suppe. Andere gaben ihr Bestes, um eine schöne herbstliche Blumendekoration zu basteln und aus Wolle zum Beispiel einen Armreif zu gestalten. Beim Kinderschminken indes nahmen die Kinder die passive Rolle ein und ließen sich kunterbunte Motive in ihr Gesicht malen. An Unterhaltung war somit jede Menge geboten, sodass man gar nicht in Versuchung kam, untätig zu bleiben.

Wohin mit dem Auto?

Eine Herausforderung war bereits die Parkplatzsuche. Die wenigen verfügbaren Plätze waren im Nu belegt. So mussten viele Besucher, die mit dem Auto angereist waren, erst einmal einen Stellplatz für ihr Vehikel finden. Dies blieb, wenn überhaupt, das einzige Manko eines ansonsten sehr vergnüglichen Nachmittags. Bürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer stattete dem Fest gegen 15 Uhr – und somit gleich zur Eröffnung – einen Besuch ab. Zu diesem Zeitpunkt war das Farmgelände schon gut gefüllt mit Besuchern, schließlich hatten diese längere Zeit am Zaun gewartet, bis sich „endlich“ das Tor öffnete.

Apfelstücke kamen in den Mixer. Foto: Daniel Steffen

Mit dabei war am Samstag auch der siebenjährige Maximilian. Sichtlich interessierte er sich für die Alpakas und erwies sich als Kenner dieser Tierart, die in den südamerikanischen Anden beheimatet ist. „Man muss sich wie bei einem Hund hinknien und das Tier schnuppern lassen. Wenn es sich vom Menschen wegdreht, dann hat es keine Lust, gestreichelt zu werden“, sagte der pfiffige Junge. Selbst habe er „immer Glück gehabt“, die Alpakas hätten seine Nähe stets zugelassen. Der Rummel rundherum brachte die Tiere nicht aus der Ruhe, auch wenn viele Besucher ihre Kameras und Smartphones zückten, um Bilder zu knipsen.

Die Alpakas waren besonders gefragt. Foto: Daniel Steffen

Die sechsjährige Vanessa bastelte für ihre Mutter ein herbstliches Kunstwerk aus Blumen. Wie Vase Ilijevska sagte, half die Kleine auch dabei, eine Suppe zu kochen. Ferner kostete Vanessa vom Apfelsaft, den sich die Kinder selbst pressen konnten. Wie Farm-Vorstand Petra Schrod sagte, stammten die Äpfel von der Farm und aus dem Garten des benachbarten Jugendzentrums Fantasy. Auch der neunjährige Paul befand: „Der selbst gemachte Apfelsaft schmeckt ganz anders und besser als der gekaufte.“ Er war außerdem der Auffassung, dass der Saft auch ohne die Beigabe von Zucker süß genug sei.

Hüpfburg machte die Kinder froh

Geschick war insbesondere bei der Wollverarbeitung gefragt. Mithilfe der Kardiermaschine verarbeiteten die Kinder die Wolle zu einem Vlies, ehe sie aus dem Vlies Armbänder oder Deko-Artikel gestalteten. Dabei kam es darauf an, das Vlies mit den Händen so zu formen, dass sich das Material gut verfilzte. Seife und warmes Wasser halfen bei diesem Prozess, allerdings musste die Seife anschließend wieder ausgewaschen werden. Auch die jüngsten Besucher kamen auf ihre Kosten: Sie vergnügten sich auf der Hüpfburg.

Der Leiermann spielte. Foto: Daniel Steffen

Jetzt, im Oktober, kann die Kinder- und Jugendfarm im Rahmen ihres offenen Betriebs besucht werden. Die Besucher dürfen dann bei der Tierpflege, Fütterung und beim Ausmisten helfen. Für Kinder ab sieben Jahren ist der offene Betrieb immer mittwochs von 15 bis 17.30 Uhr, samstags steht die Farm von 15 bis 17.30 Uhr für alle Altersgruppen offen. Am morgigen Mittwoch steht das Filzen mit Schaf- und Alpakawolle im Vordergrund, am kommenden Samstag ist das Motto „Herbstliches Basteln“ angesagt.

Mit der Umstellung auf die Winterzeit ändert die Kinder- und Jugendfarm ihre Zeiten des offenen Betriebs: Ab November ist dieser immer von 14.30 bis 17 Uhr.

Spenden sind jederzeit erwünscht

  • Kontakt und Adresse:

    Die Kinder- und Jugendfarm ist telefonisch unter (0941) 600 15 45 und per Mail an jufa-team@jugendfarm-regensburg.de zu erreichen. Die Farm befindet sich in der Taunusstraße 5 im Regensburger Stadtnorden, unweit der Hochhäuser in der Konradsiedlung.

  • Spenden:

    Um ihren Betrieb aufrecht erhalten zu können, ist die Farm auf regelmäßige Spenden angewiesen. Wer spenden will, kann dies auf folgendem Konto der Sparkasse Regensburg tun: Kinder- und Jugendfarm Regensburg, IBAN-Nr. DE94 7505 0000 0008 0337 89, BIC BYLADEM1RBG. (mds)

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