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Regensburg
Freitag, 20. Oktober 2017 19° 3

Alarm

Feuer in Pentlinger Studentenwohnheim

Im Waschraum des Wohnheims brannte in der Nacht ein Trockner. Die Feuerwehr schließt einen technischen Defekt aus.
Von Philipp Seitz und Josef Eder, MZ

  • Die Feuerwehren brachten den Brand schnell unter Kontrolle. Foto: Eder
  • Am Dienstagmorgen wurden die Feuerwehren zu dem Brand nach Pentling gerufen. Foto: Eder
  • In einem Studentenwohnheim in Pentling hat es am Dienstagmorgen gebrannt. Foto: Eder
  • Die Studenten beobachteten den Einsatz der Feuerwehren. Foto: Eder

Pentling.Brandstiftung war nach Auskunft der Polizei offenbar die Ursache für das Feuer in einem Pentlinger Studentenwohnheim am frühen Dienstagmorgen. Wie die Kriminalpolizei am Dienstagnachmittag mitteilte, schließen die Brandermittler eine technische Ursache aus.

Die Studenten, die in dem Wohnheim in Pentling leben, hatten eine kurze Nacht. Gegen 3 Uhr waren sie am Dienstagmorgen durch einen Feueralarm aus dem Schlaf geschreckt worden. In dem Gebäude des ehemaligen Hotels „Vier Jahreszeiten Schrammel“ hatte die Brandmeldeanlage angeschlagen, nachdem in einer Wäschekammer ein Feuer ausgebrochen war.

Zwei erlitten eine Rauchvergiftung

Am Dienstagmorgen wurden die Feuerwehren zu dem Brand nach Pentling gerufen. Foto: Eder

Zu diesem Zeitpunkt befanden sich nach Polizeiangaben etwa 150 Menschen in dem Studentenwohnheim mit rund 270 Appartements. Sie alle mussten das Gebäude unter anderem wegen der Rauchentwicklung verlassen und wurden von den Feuerwehren, der Polizei und dem Rettungsdienst in das auf der gegenüberliegenden Straßenseite befindliche Parkhaus evakuiert. Zwei Bewohner erlitten eine Rauchgasvergiftung und mussten nach dem Brand ambulant behandelt werden.

Vier Atemschutztrupps gingen über den Haupteingang vor, um den Brandherd zu lokalisieren. Da die Einsatzkräfte das Feuer schnell unter Kontrolle hatten, hielt sich der Schaden in Grenzen. Die Polizei bezifferte ihn auf knapp 5000 Euro. Im Einsatz waren die Feuerwehren Pentling, Großberg, Graßlfing, Graß und Bad Abbach mit rund 60 Aktiven.

Auch Atemschutzträger waren im Einsatz. Foto: Eder

Nach ersten Angaben der Polizei vor Ort hieß es noch, es sei Kleidung in einem Wäschetrockner in Brand geraten. Wie die Kriminalpolizei dann am Dienstagnachmittag mitteilte, schließen die Brandermittler inzwischen aber eine technische Ursache aus. „In den Fokus der polizeilichen Sachbearbeitung rücken nun fahrlässig oder vorsätzlich entstandene Brandursachen“, heißt es in der Pressemitteilung, die die Kriminalpolizei nach Abschluss ihrer Untersuchungen am Brandort herausgab. Die Ermittlungen dauern weiterhin an.

Ein Bewohner des Studentenwohnheims sagte unserem Medienhaus, dass die Feuerwehrkräfte unglaublich schnell vor Ort gewesen seien. „Nervig war natürlich schon, dass wir mitten in der Nacht das Gebäude verlassen mussten“, erklärte der Bewohner.

„Stimmung war total entspannt“

Die in ihrem Schlaf gestörten Studenten machten aber seinen Worten zufolge das Beste daraus. Einige hätten gemeinsam Musik gehört und noch ein Bier getrunken. „Die Stimmung war also total entspannt.“ Allerdings seien viele Gerüchte kursiert. „Hier haben uns ein wenig die Infos über die Brandursache gefehlt.“

In den vergangenen Jahren hatten immer wieder Brände in der Pentlinger Studentenstadt für Aufregung gesorgt. Vom „Pentlinger Feuerteufel“ war die Rede. Ende 2015 fasste die Polizei einen jungen Mann, der die Brände gelegt haben soll. Er wohnte im Landkreis Regensburg und war Mitglied einer Freiwilligen Feuerwehr. Bei den Bränden war damals ein Sachschaden von über 20 000 Euro entstanden. Menschen kamen zum Glück nicht zu Schaden.

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