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Regensburg
Freitag, 24. November 2017 13° 2

Chronik

Freud und Leid in der Nachbarschaft

Der Regensburger Almanach 2017 bildet Licht- und Schattenseiten einer prosperierenden Stadt ab und lädt zur Entdeckungsreise.
Von Aaron Grassl, MZ

Prof. Dr. Peter Morsbach, Bürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer und Verleger Josef Roidl präsentieren gemeinsam den Regensburger Almanach 2017. Foto: Graßl

Regensburg.Regensburg ist schön. Zu dieser Erkenntnis ist bereits Johann Wolfgang von Goethe 1786 gekommen. „Die Gegend musste eine Stadt herbei locken“, schrieb der Dichter auf seinem Weg nach Italien. Eben jenes Zitat Goethes ist Titelgeber des Regensburger Almanachs 2017, welcher die Entwicklung und wichtige Ereignisse der Stadt wiedergibt.

In 37 Beiträgen darf sich der Leser auf spannende Geschichten rund um Regensburg freuen. Sowohl die großen sportlichen Erfolge des Jahres 2017 wie der Aufstieg des SSV Jahn in die 2. Bundesliga oder die Meisterschaft der Futsal-Abteilung desselben Vereins, als auch ein historischer Rückblick auf die Anfänge der Universität greift der Almanach auf.

Dieser wurde am Donnerstagabend im Refektorium des ehemaligen Klosters St. Klara vorgestellt. Josef Roidl, Geschäftsführer des Battenberg Gietl Verlag, überreichte Bürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer und Herausgeber Prof. Dr. Peter Morsbach die ersten beiden Exemplare.

Die Stadt hat in den vergangenen Jahren einen Aufschwung erlebt, der vor einem Vierteljahrhundert nur schwer vorstellbar gewesen wäre. „Regensburg sonnt sich im Glanz seiner Wohlhabenheit“, sagte Morsbach. „Doch Sonne und Schatten sind ebenso Zwillinge wie Reichtum und Armut.“ Daher beleuchtet der aktuelle Almanach sowohl die Licht- als auch die Schattenseite des Aufschwungs.

Dass längst nicht alle Regensburger vom Reichtum der Stadt profitieren, stellt Maltz-Schwarzfischer in ihrem Beitrag heraus. „Soziale Herausforderungen bestanden und bestehen nach wie vor.“ Dies verdeutlicht sie mit Zahlen zu Empfängern diverser Sozialleistungen. Auch der knappe Wohnraum stellt ein Problem in Regensburg dar. Besonders tragisch liest sich der Bericht über die Ermordung polnischer Zwangsarbeiter durch die Gestapo.

Zu den lichten Seiten gehört das Jubiläum der Bananenflankenliga, in der behinderte und sozial benachteiligte Kinder und Jugendliche ihre Liebe für Fußball ausleben, oder die Geschichte des Handstand-Lucki, der vor 50 Jahren von Regensburg nach Rom gewandert war – auf seinen Händen.

Die Eckdaten fasst Katharina Lenz in ihrer Chronik zusammen. Die Spendenaffäre, der 2.-Liga-Aufstieg, neue Elektrobusse, Flüchtlinge und Bauprojekte – der Almanach bietet das breite Spektrum der Stadtgesellschaft ab.

Weitere aktuelle Nachrichten aus der Stadt Regensburg finden Sie hier.

Gut zu wissen

  • Tradition:

    Zum 49. Mal ist der Regensburger Almanach erschienen. Zahlreiche Autoren beteiligten sich an dem Jahrbuch mit Geschichten.

  • Inhalt:

    Themen sind historische Ereignisse, Persönlichkeiten sowie besondere Begebenheiten des letzten Jahres.

  • Schwerpunkt:

    Der Herausgeber legte Wert darauf, mit Gegensätzen zu arbeiten: Reichtum und Armut sind eines der Zwillingspaare.

  • Vertrieb:

    Der gebundene Regensburg Almanach umfasst 230 Seiten und kostet 29,90 Euro. Er ist in den Buchhandlungen zu erhalten.

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