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Regensburg
Donnerstag, 23. November 2017 10° 3

Debatte

Für oder gegen RKK? Hammerl wills wissen

Die Bürgerbefragung der Regensburger hat nun begonnen. Ein SPD-Stadtrat macht sich parallel dazu sein eigenes Stimmungsbild.
Von Heike Haala, MZ

Regensburg.„Ich hätte eine Frage: Seid ihr für oder gegen ein Kultur- und Kongresszentrum in Regensburg?“: Diese Frage stellte der SPD-Stadtrat Dr. Tobias Hammerl am Dienstagmorgen an seine Facebook-Kontakte. Wer für ein RKK ist, sollte den Post liken. Auf einen Wut-Smiley dagegen sollten diejenigen klicken, die gegen das RKK sind. An der Abstimmung beteiligten sich bisher 55 Personen (Stand: 14.55 Uhr). Weiterhin entspann sich unter dem Post eine launige Debatte, während der sich Hammerl auch Kritik gefallen lassen musste.

Hammerl hatte selbst für den Fragebogen gestimmt

•Am Ernst-Reuter-Platz soll ein Kultur- und Kongresszentrum entstehen. Im Zuge dessen ist die Neugestaltung des ganzen Areals geplant. Foto: Lex

Immerhin hatte Hammerl Ende September im Regensburger Stadtrat mit der knappen Mehrheit der Regierungskoalition für den umstrittenen Fragebogen gestimmt, der seit Anfang der Woche an 145 000 Regensburger Haushalte verschickt wird. In dem Fragebogen sollen sich die Regensburger dazu äußern, wie wichtig ihnen ein ZOB, die geplante Verkehrsführung, das öffentliche Angebot im RKK sowie die Planungen zur Neugestaltung des Stadteingangs sind. Die Regensburger können jeweils eine Antwort ankreuzen. Als Antwortmöglichkeiten lässt ihnen die Stadt „sehr wichtig“, „wichtig“, „weniger wichtig“, „unwichtig“ oder „weiß nicht“. Die Möglichkeit, eines oder mehrere dieser Projekte abzulehnen, gibt es nicht. Darauf zielt die Kritik der Opposition, der Umweltverbände und der Altstadtfreunde ab. Sie äußerten unter anderem die Befürchtung, dass der einzige Zweck des Fragebogens sei, ein RKK zu legitimieren.

„Mich interessiert einfach, was die Menschen in meinem persönlichen Umfeld über dieses Projekt denken.“

Dr. Tobias Hammerl

Die Mittelbayerische wollte von Hammerl wissen, warum er diese Umfrage gestartet hätte und ob er es für gerechtfertigt hält, nun eine Debatte über die Grundsatzfrage eines RKK zu initiieren, zumal er selbst an dem Fragebogen mitgewirkt hat. Darauf antwortete Hammerl: „Mich interessiert einfach, was die Menschen in meinem persönlichen Umfeld über dieses Projekt denken. Ich selbst bin für ein RKK am Ernst-Reuter-Platz. Gerade deshalb interessieren mich auch die Gegenargumente, weil ich glaube, dass man auf diese im weiteren Planungsprozess eingehen muss. Leider werden derzeit durchaus wichtige Grundsatzfragen bzgl. dieses Projektes von Diskussionen über die Gestaltung von Fragebögen überdeckt, was ich nicht zielführend finde.“

Alle Berichte zum Regensburger Kultur- und Kongresszentrum finden Sie hier.

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