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Regensburg
Mittwoch, 22. November 2017 5

Kultur

Macht und Pracht in Regensburg

Ein umfangreiches Programm lädt dazu ein, die Stadt am Denkmaltag zu entdecken. Das Motto lautet: „Macht und Pracht“.
Von Kathrin Robinson, MZ

Der Anatomieturm wird erstmals geöffnet. Foto: altrofoto.de

Regensburg.Überall in Regensburg gibt es Gebäude, die weltliche und religiöse Machtansprüche ihrer Erbauer widerspiegeln. „Insofern könnte das Motto des diesjährigen Tages des offenen Denkmals, ,Macht und Pracht‘, nicht passender sein“, sagt Lorenz Baibl, der Leiter des Amtes für Archiv und Denkmalpflege in Regensburg. Am 10. September werden von 10 bis 17 Uhr wieder zahlreiche Denkmäler in der Domstadt für Besucher offen stehen. Gestern wurde das Programm präsentiert. 65 Veranstaltungen, die zum Teil mehrmals stattfinden, haben die Verantwortlichen des Amtes für Denkmalpflege zusammengestellt. „Ich glaube, dass kein Regensburger es schafft, alle Angebote wahrzunehmen“, ist sich Kulturreferent Klemens Unger sicher.

Auch Stadtrundgänge im Programm

Nicht nur zum Thema passende geistliche Bauten wie der Dom oder die Dreieinigkeitskirche, weltliche Gebäude wie die Patrizierburg der Gravenreuther oder das Runtingerhaus und öffentliche Bauten wie das Alte Rathaus und das Präsidialpalais am Bismarckplatz öffnen ihre Pforten. Weil sich der Repräsentationswille von weltlichen und geistlichen Machthabern auch in Schriften und Büchern niedergeschlagen hat, zeigen unter anderem auch das Stadtarchiv oder die Fürst Thurn und Taxis Hofbibliothek ihre Schätze. Ebenso gehören Stadtrundgänge und Führungen durch Friedhöfe zum Programm.

Manche Denkmäler sind in diesem Jahr zum ersten Mal für die Öffentlichkeit zugänglich, etwa der Anatomieturm bei der Königlichen Villa, einer der wenigen erhaltenen mittelalterlichen Stadtmauertürme. Er wurde im Mittelalter als anatomisches Theater genutzt, in dem Ärzte Leichen sezierten. „Das Programm ist so reichhaltig, dass mit Sicherheit keinem langweilig wird“, ist Lorenz Baibl überzeugt. „Wir möchten am Denkmaltag die Geschichte und Geschichten hinter den Gebäuden erzählen und so bei allen Regensburgern ein Bewusstsein fürs Welterbe schaffen“, sagt Baibl. Wichtig sei ihm und seinen Kollegen heuer daher auch gewesen, die Denkmäler für alle zugänglich zu machen. Deshalb gibt es auch Angebote für Menschen mit Behinderung, für Blinde und für Gehörlose. Außerdem finden eigens Veranstaltungen für Kinder und Familien statt.

Das komplette Programm finden Sie hier in unserer Karte:

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