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Kultur

Motivation für musikalische Talente

Außergewöhnliche Leistungen: Der 2. Musikpreis der Stadt Regensburg wird am 27. Oktober an sieben Preisträger verliehen.
Von Angelika Lukesch, MZ

Einer der Preisträger, die Brass Band der Sing- und Musikschule bei einem Konzert im Audimax Foto: Martha Paper

Regensburg.Wer den Musikpreis der Stadt Regensburg erhalten will, muss außergewöhnlich talentiert sein und musikalisch herausragend. Im Rahmen eines Preisträgerkonzertes am 27. Oktober im Neuhaussaal werden die diesjährigen Preisträger, die Brass Band der Sing- und Musikschule, Cosima Federle, Stefan Shen, Hendrik Schmitz, Léon Aurel Dreher, Sabotage Soundtrack und „Gamentheory“, ihre Urkunden aus den Händen von Bürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer erhalten.

Den Musikpreis in dieser Form gab es noch nicht immer. Er ist der Nachfolger des Musikschulpreises der Rundschau, der in den vergangenen Jahren eine beeindruckende Zahl von jungen Musikern und Initiativen ausgezeichnet hat. Der Musikpreis wird heuer zum zweiten Mal vergeben und ist pro Kategorie mit 1000 Euro dotiert.

Erstmals werden die Preisgelder durch die Raiffeisenlandesbank Oberösterreich, Niederlassung Regensburg, gesponsert. Christian Kneitinger, Vertreter der Landesbank bei der Pressekonferenz im Alten Rathaus, erklärte, dass die oberösterreichische Landesbank immerhin schon seit 18 Jahren in Regensburg ansässig sei. „Wir sind inzwischen mit der Stadt verwoben“, sagt Kneitinger. Grund für das großzügige Sponsoring sei die Vielfältigkeit, die dieser Preis repräsentiere. Als Sponsor wolle man mithelfen, die Kultur und auch die Jugend zu fördern. „Der Reiz dieses Preises besteht in dem bunten Potpourri verschiedener Institutionen, unterschiedlicher Preisträger und Jurys“, sagt Kneitinger. Die Tatsache, dass der Werbeeffekt durch dieses Sponsoring für die oberösterreichische Landesbank, die keine Tageskunden in Regensburg betreue, relativ „überschaubar“ sei, beweise jedoch, wie ernst es der Landesbank Oberösterreich mit der Kulturförderung tatsächlich sei.

Jede Institution hatte eine Jury

Der Musikpreis der Stadt Regensburg wird an all jene jungen Musiker vergeben, die von verschiedenen musikalischen Institutionen der Stadt vorgeschlagen wurden. Jede dieser Institutionen hat eine eigene Jury, die den Preisträger bestimmte. So schlug das Haus der Musik/Sing- und Musikschule einen Preisträger vor, der Landesausschuss Jugend musiziert in Bayern, die Hildegard Schmalzl Musikstiftung, die Domspatzen, die Hochschule für katholische Kirchenmusik und Musikpädagogik, die Music Academy.

Video: Angelika Lukesch

Auch die freie Szene schlägt einen Preisträger vor, hier konnte sich jeder bewerben, der in das diesjährige Thema Jazz passte. Die Jurys waren jeweils hochkarätig besetzt und trafen durch teils aufwendige Auswahlverfahren eine demokratische und nachvollziehbare, objektive Entscheidung.

Der Leiter des Hauses der Musik, Wolfgang Graef-Fograscher erklärte: „Im Bereich der Musik ist jede einzelne Beurteilung natürlich subjektiv, aber viele subjektive Urteile ergeben letztendlich ein objektives Ergebnis.“ Bürgermeisterin Maltz-Schwarzfischer zeigte sich „stolz auf die breite musikalische Szene in Regensburg“. Der Stadt liege es am Herzen, junge Talente zu fördern. Kulturreferent Klemens Unger lobte das „hohe musikalische Niveau“, das in Regensburg herrsche. Es gebe viele verschiedene Stellen, Menschen und Institutionen, die musikalische Talente förderten. Besonders hob der Kulturreferent heraus, dass laut einer Umfrage in Regensburg 15 000 Menschen nicht profimäßig in Gemeinschaft musizierten, das seien immerhin zehn Prozent der Gesamtbevölkerung der Stadt.

Abgesehen von der Ehrung und der Auszeichnung durch den Musikpreis sei jedoch die Motivation eine wichtige Auswirkung für jeden einzelnen Preisträger und nicht zuletzt für die Musikpädagogen. „Auch die Bürgergesellschaft soll aufmerksam werden auf das, was wir tun. Wir wollen damit auch das gemeinsame Bewusstsein der Musikpädagogen stärken“, sagte Graef-Fograscher. Er betonte auch, dass der tatsächliche Akt der Ehrung im Rahmen des Preisträgerkonzertes überaus wichtig sei. „Die Musiker müssen persönlich anwesend sein, wenn der Preis verliehen wird“, sagte er.

Acht Minuten für jeden Preisträger

Zu Beginn des Konzertes werde ein „potentieller Preisträger der kommenden Jahre“, Kilian Langrieger (17) musizieren, der auf dem Klavier das „Prélude, op. 3, nummer 2“ von Sergei Rachmaninow spielen wird. Bei der Verleihung des Musikpreises wird jeder Preisträger acht bis zehn Minuten spielen und das Publikum von seinem Können überzeugen. Zu hören sind außerdem Werke von Robert Schumann, Georg Friedrich Händel, Mark Summer, Eduard Pütz, Franz Schubert, Paul Lavatt-Cooper, Sabotage Soundtrack sowie das preisgekrönte Musikvideo „Gametheory“.

Preise und Preisträger

  • Der Musikpreis

    der Stadt Regensburg wird heuer zum 2. Mal vergeben, und zwar am 27. Oktober um 19 Uhr im Neuhaussaal Regensburg.

  • Preisträger

    sind die Brass Band (Sing- und Musikschule), Hendrik Schmitz, Stefan Shen (Hochschule für katholische Kirchenmusik und Musikpädagogik), Léon Aurel Dreher (Domspatzen), Cosima Federle (Hildegard Schmalzl Stiftung), Sabotage Soundtrack und die Macher des Musikvideos „Gametheory“.

  • Der Preis

    ist mit 1000 Euro dotiert. Sponsor ist die Raiffeisenlandesbank Oberösterreich, Niederlassung Regensburg.

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