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Regensburg
Montag, 19. Februar 2018 5

Empfang

Reservisten als Vermittler

Der Regensburger Verband präsentiert sich als Schnittstelle zwischen Bundeswehr, Gesellschaft und Politik.
Von Sebastian Wintermeier

Kreisvorsitzender Reinhard Knott (links) und Kommandeur Johann Bauer (rechts) überreichten Urkunden an US-Piloten. Foto: Wintermeier

Regensburg.Der Reservistenverband Regensburg ist sozial engagiert und kann dafür seine äußerst guten Verbindungen nutzen. Das zeigt sich etwa in seiner Unterstützung für eine neunköpfige afghanischen Familie. Die Bundeswehr hatte die mittlerweile nach Afghanistan zurückgekehrte Familie wegen einer Verletzung des Vaters nach Deutschland gebracht. Hier übernahm der Reservistenverband die Patenschaft und organisierte die nötige Betreuung für die Familie. „Ohne die Mithilfe von engagierten Mitbürgern, Sozialhelfern und Dolmetschern wäre dies nicht zu leisten gewesen“, sagte Kreisvorsitzender Reinhard Knott.

SPD-Stadtrat Thomas Burger betonte in seiner Rede auf dem traditionellen Neujahrsempfang der Kreisgruppe Oberpfalz Süd des Reservistenverbands am Samstagnachmittag im Festsaal des Prüfeninger Schlossgartens die wichtige Vermittlerrolle des Reservistenverbandes zwischen Bundeswehr, Gesellschaft und Politik: „Es geht hier um ein Miteinander, nicht Nebeneinander. Ich freue mich über den Austausch der Reservisten und der Stadt Regensburg.“

Die Kreisgruppe steht außerdem in engem Kontakt mit der US-Army. Zum Empfang waren deshalb US-Soldaten der Hubschrauber-Staffel „Falcons“ aus Hohenfels eingeladen. Sie überreichten Schießabzeichen an Reservisten, die an einer Schießausbildung in Hohenfels teilgenommen hatten. Umgekehrt ehrten die Reservisten ihre amerikanischen Kameraden mit Urkunden für die gute Zusammenarbeit.

Knott bedauerte allerdings: „Oft fehlt es an der verdienten Wertschätzung der Reserve durch die Gesellschaft, aber auch von Seiten der aktiven Bundeswehr.“ Zugleich warb der Kreisvorsitzende für den freiwilligen Dienst der Reservisten an der Allgemeinheit und lobte entsprechende Initiativen von Stadt und Landkreis zur Stärkung des Ehrenamtes.

Knott gab den Gästen in seiner Begrüßungsrede einen Eindruck von den vielfältigen Aktivitäten der Kreisgruppe im letzten Jahr: US-Soldaten schulten in Hohenfels einige der rund 1000 Mitglieder im Umgang mit militärischen Handwaffen. Andere trainierten unter Anleitung von Waldfacharbeitern im Umgang mit der Motorsäge – für den Einsatz im Katastrophenschutz. Außerdem bildeten sich die Reservisten in sicherheitspolitischen Fragen weiter: In Zusammenarbeit mit der Friedrich-Ebert-Stiftung waren in Donaustauf und Wiesent öffentliche Veranstaltungen zu aktuellen Themenfeldern wie Cybersicherheit oder den weltpolitischen Ambitionen Chinas organisiert worden.

Weiterer Programmpunkt des Empfangs war die Übergabe eines Schecks über etwa 10 000 Euro an Theophil Schindler, der als Vertreter der Deutschen Kriegsgräberfürsorge gekommen war. Besonderen Wert legte Knott auf die Erinnerung an die Kriegstoten.

Der Verband

  • Geschichte:

    Den Deutschen Reservistenverband gibt es seit 1960. Heute hat er rund 115 000 Mitglieder und ist damit feste Größe in der deutschen Verbände-Landschaft.

  • Auftrag:

    Gemäß seinem parlamentarischen Auftrag betreut der Verband die rund 3000 Reservistenkameradschaften in ganz Deutschland.

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