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Regensburg
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Politik

RKK: Bürger dürfen ab März mitreden

Die Stadt Regensburg hat sich für die Öffentlichkeitsbeteiligung Hilfe von außen geholt – für 380 000 Euro.
Von Julia Ried, MZ

  • Das RKK soll am Ernst-Reuter-Platz gebaut werden. Foto: Matthes
  • Die Bürger sollen mitbestimmen, wie das Areal zwischen Bahnhof und Altstadt in Zukunft aussehen soll. Foto: Winter

Regensburg.Ab März dürfen die Regensburger bei der Neugestaltung des Areals zwischen Bahnhof und Altstadt mitreden. Von 21. bis 23. März öffnet die erste Ideenwerkstatt im Prüfeninger „Parkside“, in der sich die Bürger an den Planungen für Kultur- und Kongresszentrum, Zentralen Omnibusbahnhof und die Trassen für den öffentlichen Nahverkehr beteiligen können, wie die Verantwortlichen am Freitag bekanntgaben.

„Es gibt zwei Ideenwerkstätten, die im März und im Mai stattfinden werden“, kündigte Bürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer an. Bei diesen Terminen können sich Bürger, Interessenvertreter und Politiker mit den Planern austauschen. In den Beteiligungsprozess gehe die Stadt „100-prozentig offen“, versicherte Bürgermeisterin Maltz-Schwarzfischer. „Wir wollen die Chance nutzen, uns mit den Bürgerinnen und Bürgern auseinanderzusetzen, ihren Wünschen und Ideen.“

Aufträge gingen an Externe

Das Rathaus lässt sich in der Beteiligungsphase von zwei Planungsgemeinschaften und von zwei auf Kommunikation spezialisierten Büros unterstützen. Dafür gibt die Stadt 380 000 Euro aus.

Inhaltlich festgelegt sind alle Planer nur insofern, als dass der Stadtrat ein Kultur- und Kongresszentrum (RKK) am Ernst-Reuter-Platz beschlossen hat, ebenso die Schaffung eines Zentralen Omnibusbahnhofes im Umfeld des Hauptbahnhofs und den Ausbau des öffentlichen Personennahverkehrs. Für den ÖPNV der Zukunft sind eine Trasse in der D.-Martin-Luther-Straße und eine Erweiterung der Galgenbergbrücke notwendig. Bei der Neugestaltung soll die angrenzende Allee „geschützt und geschont“ werden, wie die Bürgermeisterin betonte. Mit konkreten Planungen will die Stadt beginnen, wenn sie in der Bürgerbefragung im Herbst ein positives Votum bekommt.

Die Spitzenbeamten der Stadt, die das Projekt federführend betreuen, warben vehement dafür. Anton Sedlmeier, Leiter des Amts für Stadtentwicklung, beschrieb in Vertretung von Planungsreferentin Christine Schimpfermann das geplante RKK als „Meilenstein für die Weiterentwicklung der Stadt Regensburg“. Einerseits habe es „Strahlkraft in die Region“. Zum anderen sei es eine „zentrale Maßnahme zur Belebung der Altstadt, die entscheidend auch für die Zukunftsfähigkeit dieses Standortbereichs ist“. Mindestens genauso wichtig sei die Weiterentwicklung des öffentlichen Nahverkehrs. „Um diesen zukunftsfähig gestalten zu können, ist es unabdingbar, diesen neu aufzustellen.“ Im Beteiligungsprozess gehe es darum, bei den Regensburgern die „Sehnsucht dafür zu wecken, diese Lösungen dann auch umzusetzen“.

Kulturreferent Klemens Unger nannte die Planung eines RKK eine „identitätsstiftende Initiative für unsere Stadtkultur“: „Wir könnten damit Großveranstaltungen nach Regensburg holen. Wir könnten mit Kongressen das Image und das Profil der Stadt weiter schärfen.“

Kongressräume dringend nötig

Wirtschafts- und Wissenschaftsreferent Dieter Daminger bekräftigte: „Wir brauchen dringend weitere Räumlichkeiten für Kongresse.“ Die in Regensburg ansässigen Industriefirmen seien „international vernetzt, die wollen sich treffen“. Derzeit mangle es ihnen, aber auch der Universität und der Ostbayerischen Technischen Hochschule, an Platz dafür. Insofern sei die Entscheidung für ein RKK eine Weichenstellung für eine Weiterentwicklung des Wirtschaftsstandorts.

Rechts- und Regionalreferent Dr. Wolfgang Schörnig unterstrich die Bedeutung des Projekts für die gesamte Region. Der Pendelverkehr von und nach Regensburg müsse optimiert werden, damit die Menschen schneller und umweltfreundlicher vorankommen. Er hoffe darauf, „dass eine Freude entsteht, an diesem Zukunftsprojekt mitzumachen“.

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Erste Ideenwerkstatt

  • Offenes Ideenbüro:

    Von Dienstag, 21. März, bis Donnerstag, 23. März, können sich die Regensburger in einem offenen Ideenbüro im Prüfeninger „Parkside“ in den Planungsprozess einbringen, am ersten Tag von 15 bis 19 Uhr, an den weiteren Tagen von 10 bis 19 Uhr und von 10 bis 13 Uhr.

  • Abendveranstaltungen:

    Abends sind die Bürger jeweils um 19 Uhr ins „Parkside“ eingeladen. Am 23. März wird zum Abschluss der ersten Ideenwerkstatt eine Präsentation gezeigt.

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