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Regensburg
Sonntag, 17. Dezember 2017 4

Schlechtester Besuch seit Marktbestehen

Nass und kalt: Heuer nur wenige Stände und Gäste beim traditionellen Herbstmarkt in Wörth

  • Elisabeth Schneider fand bei dem schlechten Wetter zahlreiche Abnehmer für ihre wärmenden Suppen. Foto: Mathe
  • Handeln gehört einfach dazu beim traditionellen Flohmarkt zum Herbstmarkt in Wörth. Foto: Heitzer

Ungewohntes Bild im Wörther Stadtkern: Reihen sich am Flohmarkttag gewöhnlich Stände und Stände, blieben die Straßen am verregneten Samstag verhältnismäßig leer. Auch der Besucherandrang in der Ludwig- und Taxisstraße ließ auf sich warten: Viele Bürger zogen die heimischen vier Wände oder die trockenen Verkaufsräume der Wörther Geschäftsleute vor. Das traditionelle Angebot an Flohmarktware war dennoch vorhanden: Um die Preise für Liebhaber-Antiquitäten Gartenschmuck und Kinderspielzeug wurde gefeilscht. Auch Feinschmecker wurden fündig: Besonders der Verkauf von Suppenpulver fand Anklang, nicht zuletzt weil verschiedene Gerichte zum Probeessen bereit standen.

Den schlechtesten Besuch seit Bestehen des Wörther Flohmarktes, so analysierten einige der wenigen Besucher des diesjährigen Oktobermarktes, berichtet Franz Mathe, der als Standortzuteiler und Platzgebührkassier sein Ohr an den Beschickern und den Gästen des Marktes hat. Zum Markttag, den der Wörther Werbekreis veranstaltet, kamen heuer gerademal acht Stände, die sich auf der gesamten Länge der Ludwigstraße verloren. Bereits um sechs Uhr fanden sich die ersten Standler ein. Einige zogen allerdings nach kurzer Bedenkzeit ob des gering zu erwartenden Verkaufserlöses unverrichteter Dinge wieder ab, die wenigen „Harten“ trotzten der Schlechtwetterfront und bauten ihre überdachten Verkaufsstände auf.

„Wenn ich schon mal da bin, dann bau ich auch auf, Wörth ist ein gutes Pflaster, auch bei Regenwetter,“ so ein Herr aus dem Raum Straubing und legte seine wertvollen Antiquitäten geschützt vor der Nässe in einem Geschäftseingang ab. Wie seine Geschäfte liefen war allerdings nicht mehr zu erfahren, da er dann doch vorzeitig den Markt verließ.

Am Nachmittag strichen immer mehr Händler die Segel, da die Besucherzahlen nach erneuten Regengüssen in den Keller rutschten. Das Resümee des Ehepaars Kässler, langjährige Flohmarktverkäufer, besitzt Symbolcharakter: „Jedes Jahr zweimal“, bieten sie ihre Waren, die von alten Kommoden über Bilder und Schmuck reichen, an. Auch beim diesjährigen Herbstmarkt war man um 5.30 Uhr zur Stelle. „Das Wetter hat uns dieses Jahr einen Strich durch die Rechnung gemacht.“, so die leidenschaftlichen Händler. „Doch in Wörth macht es immer Spaß, deshalb sind wir nächstes Jahr wieder dabei. Auf ein Neues!“, blieb man selbst bei der bedenklich schlechten Witterung optimistisch.Garantiert einen guten Absatz ihrer Produkte konnte Elisabeth Schneider aus der Osterbachstraße verzeichnen. Ihre heißen köstlichen Suppenprodukte fanden unter den wenigen Besuchern aber auch unter den Fieranten eine willkommene Gelegenheit sich zu wärmen.Auch wenn der diesjährige Markt buchstäblich ins Wasser fiel, kündigten viele ihr Kommen zum Maimarkt 2006 wieder an, denn „ Wörth ist`s wert „Fotos:1) Elisabeth Schneider beim Verkauf ihrer wärmenden Suppen2) Herbstliche Dekorationen3) Trotz des Dauerregens, hatten die Flohmarktler ihre Freude

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