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Regensburg
Mittwoch, 22. November 2017 10° 3

Jubiläum

Schüleraustausch stärkt Gemeinschaft

Am Pindlgymnasium feierte man die 20-jährige Partnerschaft mit dem Batthyáný Kázmér Gimnázium. Begegnungen stärkten Europa.

Anlässlich des 20-jährigen Jubiläums der Schulpartnerschaft mit Ungarn wurde dies in einer Feierstunde durch Joachim Menze, Leiter der Münchner Generalvertretung der Europäischen Kommission, mit der Verleihung der Europa-Ehrenurkunde gewürdigt.

Regensburg.Die Europahymne, der letzte Satz aus Ludwig van Beethovens 9. Sinfonie, dargeboten vom Oberstufenchor und vom Orchester unter der Leitung von F. Klauk-Zwank, stellte die musikalische Einleitung für die Feier zur 20-jährigen Partnerschaft des Pindl-Gymnasiums mit dem ungarischen Batthyáný Kázmér Gimnázium dar.

Joachim Menze, Leiter der Münchner Generalvertretung der Europäischen Kommission, war extra angereist, um seine Grußworte persönlich an die Mitglieder der Patenschaft zu richten und um beiden Schulen die Europaehrenurkunde zu überreichen. Auch die Stadt Regensburg, vertreten durch Kerstin Radler, richtete ein Grußwort an die Gäste des Jubiläums und würdigte damit die schulische Tätigkeit im Sinne der europäischen Völkerverständigung.

Den weitesten Weg zur Feierstunde hatte Eva Kissné Hegedüs, Schulleiterin des Batthyáný Kázmér Gimnázium, auf sich genommen. Sie war zum ersten Mal nach Regensburg gekommen. Sie wurde begleitet von Dr. Brigitte Terbe, die von Anfang an den Austausch unserer beiden Schulen betreute und unterstützte.

Rückblick auf die erste Reise

Die Feierstunde war ein Tag des Rückblicks auf die erste Ungarnreise einer Pindl-Schülergruppe, initiiert durch die damalige Schulleiterin Barbara Neumann-Trüb. Der erste Gegenbesuch fiel in den Juli 1998. Seit diesem Startpunkt brachen zahlreiche Schülergenerationen auf, um jeweils die Kultur, die Sprache und die Sehenswürdigkeiten des Partnerlandes zu erforschen, indem man in einer Gastfamilie aufgenommen wurde und dort auch zur Schule ging.

Für die Regensburger Schüler bedeutete dies unter anderem die Möglichkeit, die ungarische Hauptstadt Budapest mit den berühmten Sehenswürdigkeiten wie etwa der Fischerbastei, der Oper und den Donaubrücken zu erkunden. Als Kontrastprogramm fuhren sie in der Puszta, fuhren mit einem Planwagen und trafen dort auf urige Wollschweine und Zackelschafe.

Umgekehrt konnten die Regensburger Gastgeber den ungarischen Partnerschülern, abgesehen von der historisch reichen Stadt Regensburg, auch den Pfad der optischen Täuschungen in der Further Erlebniswelt Flederwisch näherbringen oder sie mit den Juralandschaften im Altmühltal vertraut machen.

In der Begegnung mit Gleichaltrigen aus anderen Kulturkreisen erweitern sich Werte und Einstellungen und etwaige Vorurteile wurden schnell abgebaut. Begegnungen dieser Art zwischen Schülerinnen und Schülern zweier europäischer Länder sind nach Meinung der beiden Schulleitungen auch heutzutage längst nicht überflüssig geworden. Im Gegenteil. Gerade jetzt, so ihre Überzeugung, müssten Offenheit und das Gemeinsame die Grundsätze eines gemeinsamen Blicks auf Europa bestimmen.

Optimistischer Blick in Zukunft

Neben den festlichen Worten, die vor allem auch ein Dank an alle am Austauschprogramm beteiligten Lehrkräfte durch die Jahre hindurch waren, wurde der Festakt mit Schülerbeiträgen bereichert. Die ungarischen Jugendlichen trugen dazu Gedichte und Lieder in ihrer Heimatsprache vor. Der Blick in die Zukunft verspricht, waren sich alle einig, eine weiterhin gute Zusammenarbeit mit dem Batthyáný Kázmér Gimnázium zum Wohle der Schülerinnen und Schüler beider Schulen.

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