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Regensburg
Donnerstag, 18. Januar 2018 9

Menschen

„Seniorenarbeit macht Spaß“

Dr. Mechtild Höfelmann fand nach der Berufstätigkeit eine neue Aufgabe im „Treffpunkt Seniorenbüro“ Regensburg.

Dr. Mechtild Höfelmann hat am Playmobil-Haus mitgebaut, das alle wichtigen Assistenzsysteme für Senioren zeigt. Foto: Ferstl/Stadt

Regensburg.Welcher Rentner, welche Rentnerin kennt das nicht? Nach dem Ausscheiden aus dem Job freut man sich erst einmal über die viele Freizeit. Doch irgendwann ist das letzte Foto einsortiert und auf dem Sofa wird es langweilig. Und dann? Dr. Mechtild Höfelmann stand vor etwas mehr als drei Jahren vor genau dieser Situation. „Und da habe ich mir so schnell wie möglich eine sinnvolle Beschäftigung gesucht“, erzählt sie. Wie das Schicksal so spielt, traf sie in dieser Situation auf Petra Frauenstein, die stellvertretende Leiterin des Seniorenamtes. Die erzählte ihr von der Arbeit des „Treffpunkt Seniorenbüro“.

„Ich war beeindruckt von der Vielfalt des Angebots“, sagt Mechtild Höfelmann, „und ich habe mich dann für das Projekt ‚Technik im Alter‘ entschieden“. Sie wurde Teil des Teams, das älteren Menschen die technischen Assistenz-Systeme nahebringt. Von Anfang an zeigte sie ihren Klienten, was alles mit dem Smartphone zu Hause geregelt werden kann. „Das macht Spaß und es ist sinnvoll“, sagt sie, „weil es hilft, möglichst lange selbstbestimmt zu Hause zu wohnen“.

Spaß hat es natürlich auch gemacht, am Playmobil-Haus mitzubauen, das all diese Assistenzsysteme im Miniaturformat zeigt. Inzwischen ist ihre ehrenamtliche Arbeit noch vielfältiger geworden und sie ist von der Johann-Hösl-Straße in das Projektbüro „Selbstbestimmt im Alter“ in der Kumpfmühler Straße gewechselt. Es ist vor allem die vernetzte Arbeit mit Teams, die ihr Spaß macht. Dazu kommen Erfolge wie der Goldene Internetpreis in der Kategorie „Kommunen für Ältere“, den sie zusammen mit Kollegen in Berlin abholte.

Ihre Entscheidung, im Projekt „Technik im Alter“ mitzuarbeiten, lag nahe, denn die promovierte Lebensmittelchemikerin, die unter anderem am renommierten Fraunhofer-Institut geforscht hat, war schon immer von Naturwissenschaften fasziniert. Und sie rät heute jungen Frauen, sich für technische und naturwissenschaftliche Berufe zu entscheiden. „Hier tun sich viele Zukunftsfelder auf, auch für Frauen.“

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