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Regensburg
Montag, 20. November 2017 5

Kirche

Thomas Kohlhepp will „Brückenbauer“ sein

Die Gläubigen bereiteten dem neuen Pfarradministrator in St. Cäcilia/Mater Dolorosa einen großen Empfang.
von Roland Ebner, mz

Großer Empfang für Pfarrer Thomas Kohlhepp Foto: Prämassing

Ostenviertel.Fahnenabordnungen von kirchlichen Vereinen und Studentenverbindungen, Kindergarten- und Schulkinder sowie Gemeindemitglieder umrahmten mit Grußworten, Gedichten und Liedern jüngst den feierlichen Einzug des neuen Pfarradministrators in die Kirche St. Cäcilia. Der 1983 im fränkischen Ochsenfurt geborene Thomas Kohlhepp wurde durch Stadtdekan Pfarrer Roman Gerl im Auftrag von Bischof Dr. Rudolf Voderholzer feierlich in sein Amt eingeführt. Er wirkt nun als Administrator der Seelsorgeeinheit St. Cäcilia – Mater Dolorosa.

Seelsorgeeinheit seit 2005

Seit 2005 bilden die beiden Pfarreien St. Cäcilia und Mater Dolorosa die erste Seelsorgeeinheit in der Stadt Regensburg. Bereits seit 1994 hatten Patres des aus Polen stammenden Paulinerordens die Seelsorge in den beiden Pfarreien übernommen und dort bis 2016 segensreich gewirkt.

Sie waren es auch, die 1995 ein Bild der Schwarzen Madonna von Jasna Gora (Tschenstochau), dem polnischen Nationalheiligtum, in die Cäcilienkirche holten. Zwischen dem Weggang der Pauliner aus den beiden Pfarreien und der Einsetzung von Pfarrer Thomas Kohlhepp war der aus Indien stammende Priester Dr. Josy Joseph dort als Seelsorger tätig.

Für Kohlhepp schließt sich gewissermaßen ein Kreis: Nach Priesterweihe durch den vormaligen Bischof Gerhard Ludwig Müller, den Kaplanjahren in Amberg (2012 bis 2015) und Furth im Wald (2015 bis 2017) kommt Thomas Kohlhepp jetzt nach Regensburg zurück, wo er auch Theologie studiert hatte. Gemeinsam mit den zahlreichen Konzelebranten zog er nun in die bis auf den letzten Platz besetzte Cäcilienkirche ein.

Auch die „Mauern einreißen“

Stadtdekan Pfarrer Roman Gerl stellte den Gläubigen ihren neuen Seelsorger vor und auch die Stationen seines bisherigen Werdeganges. Er nannte auch die pastoralen Schwerpunkte, die sich Pfarrer Kohlhepp vorgenommen hat. Die Ministranten- und Jugendarbeit will er intensivieren und eine noch bessere Zusammenführung der Pfarreien zur Seelsorgeeinheit erreichen, getreu dem Motto: „Brücken bauen, Mauern einreißen!“

Nun, das hat der „Neue“ sicher gut zu tun. Immerhin sind in der Seelsorgeeinheit etwa 3200 Gläubige zu betreuen, wie aus der Bischöflichen Pressestelle zu erfahren ist. Dort weiß man auch Näheres zur Begriffsklärung: Zwar gilt nach kanonischem Recht ein Pfarradministrator als ein Priester, der quasi als Stellvertreter mit der vorübergehenden Leitung einer Pfarrei beauftragt ist.

„Dies wird inzwischen jedoch ganz allgemein so praktiziert bei künftigen Pfarrern, die bislang Kapläne waren und nun ihre erste Pfarrstelle antreten“, erklärt Prof. Dr. Veit Neumann auf Nachfrage der MZ. Und das meint: „Ein derartiger Administrator trage bereits den Titel Pfarrer und könne auch als solcher angesprochen werden.“

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