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Stadtentwicklung

VIB schiebt im Stadtosten an


Von Marianne Sperb, MZ

Nach gut sieben Jahren Jahren Ringen um den Ostenturm ploppten am Dienstagabend im Salzstadel die Kronkorken: Die VIB Vermögen AG Neuburg/Donau, Bauherr des 40-Millionen-Euro-Projekts, feierte die Sieger ihres Wettbewerbs. Mit – VIB-eigenem – Herrnbräu-Bier wurde auf den Durchbruch für ein Projekt angestoßen, um das so lange und zäh gekämpft wurde wie um wenig andere Regensburger Vorhaben.

2004 wurde die Idee eines stolz aufragenden 100-Meter-Turms präsentiert. Am Ende überzeugten die Architekten Hanns J. Huber (Regensburg) und Prof. Dr. Rudolf Hierl (München) mit einer markanten Hochhausgruppe, maximal 45 Meter hoch, in wellig modellierter Stadtlandschaft (die MZ berichtete exklusiv). 17 000 Quadratmeter für Büros entstehen ab 2013/ 2014 an der Osttangente. Zum Meilenstein für die Stadtentwicklung gratulierten Planungsreferentin Christine Schimpfermann sowie Alexander Ruscheinsky und Konrad Habbel, die Väter des Businessparks, die das Areal vor fünf Jahren der VIB verkauft hatten. Ruscheinsky charakterisierte das Projekt als Herzenssache: Der lange unterentwickelte Stadtosten, wo er aufwuchs, ist heute ein Stadtteil mit exzellenter Wertschöpfung. Die Neubauten sollen dort Identität stiften und als Logo für ein Gravitationsfeld der ostbayerischen Wirtschaft stehen. Firmenbosse aus dem Stadtosten, wie Druckunternehmer Hannes Helmberger, feierten das Renommierprojekt im Salzstadel oder schickten, wie IHK-Präsident Verleger Peter Esser und Krones-Chef Volker Kronseder, Gratulationsadressen.

Die VIB will alle drei Häuser zügig bauen, versicherte Vorstand Ludwig Schlosser. Im Herbst sollen die Flächen auf den Markt gehen. Die Vermarktung von 17 000 Quadratmetern in Regensburg, wo aktuell viel Bürofläche leer steht, sieht Schlosser sorgenfrei: Attraktive Adressen setzten sich auch durch. Welchen der drei Sieger-Entwürfe die VIB realisieren will, ließ der CEO am Dienstag offen. „Das werden wir in Ruhe prüfen.“ Die Umsetzung richte sich auch an Wünschen künftiger Mieter aus. Die Jury hatte einhellig Huber/Hierl empfohlen: geschmeidig gerundete, bis zu zwölfstöckige Hochhäuser in einem parkartigen Gelände – ein Ensemble, das dem ganzen Viertel neue Aufenthaltsqualität schenkt. Die Gebäudegruppe gibt am meisten Nutzfläche her. Den Entwurf von BRT Hamburg (Hadi Teherani) setzte die Jury auf Platz zwei: ein elegantes Zwölfgeschoss mit vier Fassadenschichten, horizontal und vertikal verwoben, die dem Würfel eine interessante, kostbar wirkende Struktur geben. Der spektakulär mit Wasserwand ausgestattete Freiplatz kommt etwas zu großstädtisch daher, dafür punktete BRT mit üppigen Wintergärten, die sich zum Hof ihres „green cube“ übereinander lagern und Wohlfühl-Ambiente schenken.

Die Jahre langen Gespräche mit der Stadt, bekannte VIB-Vorstand Schlosser an die Adresse von Schimpfermann, waren „nicht immer einfach, aber immer konstruktiv und kooperativ“. Der Wettbewerb, betonte die Planungsreferentin, brachte gute und interessante Varianten auf den Tisch und war ein Gewinn; die Ausdauer aller Beteiligten habe sich absolut gelohnt.

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