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Regensburg
Dienstag, 21. November 2017 7

Prädikat

Auszeichnung für Königswiesener Schule

Schüler und Lehrer der Regensburger Grundschule freuen sich über das Qualitätssiegel „Deutsche Schachschule“.
Von Julia Bachl, MZ

Schach regt nicht nur die grauen Gehirnzellen an, sondern macht auch mächtig Spaß! Da sind sich die Kinder der Schach-AG, Rektorin Christine Gürtler, Sponsorenvertreter Smelas, Schachlehrer Siegfried Klimpel sowie Schachreferent Walter Rädler (v.l.) einig. Foto: Julia Bachl

Regensburg.Schwarz-weiß waren die Farben des Tages in der Grundschule Königswiesen: Sowohl Dekoration, Tänzer als auch die Rektorin Christine Gürtler erschienen zur Verleihung des Qualitätssiegels „Deutsche Schachschule“ in der passenden Farbkombination. Ehrengäste, Schulfamilie und allen voran die 30 Schachkinder mit ihrem Lehrer Siegfried Klimpel freuten sich, diese Auszeichnung für vier Jahre an die Regensburger Grundschule zu holen.

Nach einer vielstimmigen Begrüßung durch die Singklassen unter Leitung von Matthias Schlier wurden von Kindern der Arbeitsgemeinschaft Radio per Radiosendung die Grundzüge des Schachspiels erläutert: Ein Brett mit 64 Feldern, 32 Spielfiguren in schwarz-weiß, zwei Spieler, kompliziertes Regelwissen und jede Menge Konzentration brauche es, um eine angenehme Schachpartie zu spielen.

Schon Meistertitel errungen

Rektorin Christine Gürtler betonte bei der Begrüßung mit einem Lächeln: „Wo sonst könnte königliches Spiel aus Persien besser zu Hause sein als in der Grundschule Königswiesen?“ Bereits seit zehn Jahren trainiere Schachlehrer Siegfried Klimpel die Grundschüler in dieser Sportart. Währenddessen wurden Titel wie erster und zweiter Stadtmeister, Oberpfalzmeister sowie ein vierter Platz bei der bayerischen Meisterschaft errungen. Ihr Dank galt auch den Sponsoren der Arbeitsgemeinschaft: „Durch Ihre Unterstützung ist das Schachspielen in diesem Maße erst möglich.“

So wird man Schachschule

  • Neben einer Schulschachgruppe

    mit eigenen Räumlichkeiten und geeignetem Mobiliar müssen die mindestens 20 Teilnehmer regelmäßig zusammenkommen, an Turnieren teilnehmen und außerdem selber Meisterschaften ausrichten.

  • Der Schachlehrer

    muss ausgebildet sein und neben dem kostenlosen Schachunterricht auch soziale Angebote für die Kinder zur Gruppenbildung bieten. Auch über den Schachunterricht hinaus sollte das Schachspiel in der Schule gelebt werden.

Nach Trommelwirbel, Flötenklängen und tänzerischer Leichtigkeit betonte der Hobbyschachspieler und Stadtrat Dr. Thomas Burger, dass er es sehr schätze, dass die Grundschule Königswiesen ihren Schülern einiges biete: „Hier findet nicht nur Unterricht statt, sondern die Schule lebt, und das macht es aus!“ Außerdem erklärte er, dass Kinder, die Schach spielen, nachweislich besonders kreativ seien.

Auch Walter Rädler, der bayerische Schulschachreferent, stellte heraus, dass das Schachspielen nicht nur Spaß mache, sondern auch ein gutes Konzentrationstraining sei. Das bestätigten auch Kinder der Schach-AG: „Seit ich Schach spiele, kann ich einfach besser denken, wenn es drauf ankommt“, ist sich Shushanth sicher.

Gegen Profispieler angetreten

Schachlehrer Siegfried Klimpel, der das Siegel bereits an die dritte Schule holte, gab den Schülern einen Rat: „Behaltet euch über die Arbeitsgemeinschaft hinaus die Freude an dieser besonderen Sportart.“ Und obwohl sich alle Schachkinder beim Simultanschach gegen den früheren Bundesligaspieler Ralf Grabert geschlagen geben mussten, freuen sie sich schon auf das nächste Gehirntraining.

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