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Regensburg
Sonntag, 29. Mai 2016 28° 8

Kulturpolitik

Bayern und Tschechien knüpfen Netz enger

Die Zusammenarbeit in Kultur und Wissenschaft wird intensiviert. Regensburg und Pilsen spielen dabei eine besondere Rolle.

Regensburgs Kulturreferent Klemens Unger, Staatssekretär Bernd Sibler und Hans Eibauer, Leiter des Centrum Bavaria Bohemia Schönsee (von links) bei dem Treffen in Prag Foto: Stadt Regensburg, Hana Bejlková.

Prag.„Das Netz der Verbindungen zwischen Bayern und Tschechien ist an vielen Stellen bereits sehr engmaschig geknüpft – in der Kultur wie in der Wissenschaft. Regensburg und Pilsen leisten durch ihre langjährige Städtepartnerschaft einen besonderen Beitrag zur Stärkung der gesamten Region“, betonte Staatssekretär Bernd Sibler am Mittwoch in der Repräsentanz des Freistaats Bayern in der Tschechischen Republik in Prag. Sibler bilanzierte mit der stellvertretenden tschechischen Kulturministerin Dr. Petra Smolíková sowie mit Vertretern der Städte Regensburg und Pilsen im Rahmen eines Pressegesprächs die vielfältigen Kooperationen zwischen Bayern und Tschechien im Bereich der Kultur und der Wissenschaft.

Die gemeinsame Absichtserklärung von Tschechien und Bayern vom 4. Mai 2015 bildet den formalen Grundstein für den künftigen Ausbau und die Vertiefung der Zusammenarbeit zwischen beiden Ländern auf allen Gebieten der Kultur – von Museen und Galerien über Bibliotheken und Gedenkstätten bis hin zu Theater, Oper, Tanz, Ballett, Kino und Musik. Der Absichtserklärung liegt eine bereits bestehende, enge Kooperation zwischen Tschechien und Bayern in vielfältigen Projekten zugrunde. Dazu gehören zum Beispiel die Festspiele Europäische Wochen und das Festival Mitte Europa.

Die Ausstellung zu Karl IV als Gemeinschaftsprojekt

Nach der engen Kooperation von Pilsen und Regensburg im Rahmen des Kulturhauptstadtprogramms Pilsen 2015 richte sich der Fokus in diesem Jahr auf die bayerisch-tschechische Landesausstellung zu Kaiser Karl IV., so eine Pressemitteilung des Bayerischen Kunstministeriums.

Lesen Sie mehr über die Landesausstellung: hier

Die Ausstellung wird vom 14. Mai bis zum 25. September in Prag in der Wallenstein-Reithalle präsentiert und ab 20. Oktober (bis zum 5. März 2017) im Germanischen Nationalmuseum in Nürnberg. Zwischen Würzburg und Passau bieten über 350 Veranstaltungen – Ausstellungen, Führungen oder Konzerte – das Begleitprogramm zur Landesausstellung.

Forschungsnetzwerke werden unterstützt

Auch im Schul- und Hochschulbereich bestehen intensive Verbindungen zwischen den Nachbarn, wurde bei dem Treffen unterstrichen. An der Europa-Berufsschule Weiden zum Beispiel können Schüler Tschechisch lernen und dafür das international anerkannte Zertifikat der Karls-Universität Prag erwerben.

Bayern und Tschechien streben außerdem eine intensivere Forschungskooperation an, mit Blick auf das 8. Forschungsrahmenprogramm der Europäischen Union („Horizon 2020“). Das Bayerische Hochschulzentrum für Mittel-, Ost- und Südosteuropa (Bayhost) mit Sitz an der Universität Regensburg unterstützt ferner die bayerischen Hochschulen beim Auf- und Ausbau von Forschungsnetzwerken sowie beim Austausch mit tschechischen Partnerhochschulen.

Sibler streicht das große Potenzial heraus

Auch die Kooperation des Instituts für Ost- und Südosteuropaforschung (IOS) an der Universität Regensburg mit der Karls-Universität Prag steht für langjährige gemeinsame Forschung, Doktorandenworkshops und Veröffentlichungen von Studierenden und Forschenden in Regensburg und Prag. Besonders hervorgehoben wurde die Beteiligung des Instituts an der Graduiertenschule für Ost- und Südosteuropastudien, die die Universität Regensburg und die LMU München im Rahmen der Exzellenzinitiative eingeworben haben.

Staatssekretär Sibler strich das besondere Potenzial der bayerisch-tschechischen Freundschaft heraus: Er sieht in der grenzüberschreitenden Kooperation nicht nur für die Kultur- und Wissenschaftszentren, sondern gerade auch für die Regionen große Chancen.

Hier geht’s zur Kultur.

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