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Regensburg
Mittwoch, 31. August 2016 27° 1

Jugend

Beim „Parkour“ wollen alle mal ran

Die „Regensburger Sportnacht“ lockte Hunderte junge Menschen in die Dreifachturnhalle Königswiesen. Ein Abschlussshow krönte das Programm.
Von Daniel Steffen, mz

  • Auch moderner Tanz konnte einstudiert werden. Fotos: Steffen
  • Ein Dauerbrenner: die Diabolos
  • Springen war Programm: Beim „Parkour“ mussten allerhand Hindernisse überwunden werden.

REGENSBURG. „Es lebe der Sport“: Frei nach dem gleichnamigen Songtitel machte sich die Regensburger Jugend auf in die Dreifachturnhalle Königswiesen, um dort die vielfältigen Möglichkeiten des Vereinssports zu entdecken. Die erste „Regensburger Sportnacht“ am Freitag diente in erster Linie dazu, Angebote jenseits von Fußball, Handball und Tennis auszukosten und den Interessenten Trendsportarten wie Parkour, Voltigieren oder Kickboxen näherzubringen.

Sie sollte besonders jungen Menschen mit Migrationshintergrund die Möglichkeit geben, im lockeren Rahmen hie und da in die Angebote hineinzuschnuppern. Dieses Angebot nahmen die Jugendlichen am Freitagabend aus Sicht der Veranstalter zahlreich wahr: So verzeichneten der Stadtjugendring Regensburg, der Arbeitskreis für ausländische Arbeitnehmer und Tabea Gutschmidt, die Regionalkoordinatorin des Programms „Integration durch Sport“, rund 250 Besucher, die sich zu später Stunde in den Stadtsüden begaben.

Zu den wohl gefragtesten Angeboten des Abends zählten die Aufbauten des Vereins „Parkour Regensburg“. Die Bewegungskünstler hatten ein eigenes Klettergerüst mitgebracht und aufgebaut, damit Interessenten den Sport ausprobieren konnten. Im Übrigen bedienten sie sich des Inventars der Dreifachturnhalle, um weitere „Hindernisse“ in die Strecke einzubauen. Laufend, kletternd, hängend und springend bewegten sich die Jugendlichen so flink wie möglich von A nach B und arbeiteten zwischendurch immer wieder akrobatische Einlagen ein, um so dem Körper Alles abzuverlangen.

Dass die Vereinsstärke von 20 Mitgliedern schon bald nach oben schnellen könnte, das zeichnete sich am Freitag ab. „Also bei uns ist heute richtig viel los. Mädels wie Jungs, Kinder wie junge Erwachsene wollen hier alles mal ausprobieren“, sagte „Parkour“-Vorsitzender Max Rieder zufrieden. Beim Reitsportverein Regensburg sind zum größten Teil Frauen und Mädchen aktiv – „von den 150 Mitgliedern gut 80 Prozent“, schätzte Vorstandsmitglied Ulrike de Ponte.

Der Verein präsentierte seine Sparte Voltigieren und brachte zur Veranschaulichung seiner Künste ein „Holzpferd“ mit. Die artistischen Nummern, die die Mädchen dem Publikum vorführten, waren mit denen am „lebenden Objekt“ identisch. Bei der Abschlussshow, die gegen 23.30 Uhr begann, brillierten die Mädchen noch einmal und erhielten für ihre Darbietung einen kräftigen Applaus. Mit der deutschen Vizemeisterin Jennifer Braun war das Vereins-Aushängeschild mit von der Partie.

Ebenfalls ein üppiger Beifall gebührte dem Tanzpaar Jasmin Lade (14) und Sascha Reingruber (13): Die beiden Akteure vom VfB Regensburg, der sich an der Sportnacht beteiligte, legten einen fetzigen Rock‘n‘Roll-Auftritt hin. An der Abschlussshow wirkten auch Jonglage-Künstler des Vereins „Scants of Grace“ mit.

Die Diplom-Sozialpädagoginnen Fini Schade und Elisabeth Suttner zeigten auf, wie schädlich sich Alkoholkonsum auf die Wahrnehmung des Menschen auswirkt und „verpassten“ den Besuchern eine Rauschbrille, die das verdeutlichte. Mit der Brille war der extra aufgebaute „Promille-Parcours“ kaum noch zu bewältigen.

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