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Regensburg
Montag, 20. November 2017 11

Gastronomie

Beim „Würstl-Toni“ tut sich was

Der Regensburger Kornmarkt soll einen neuen Imbiss bekommen. Die Stadtkämmerei will nun eine Ausschreibung veröffentlichen.
Von Katharina Eichinger, MZ

Aktuell steht die Imbissbude verrammelt am Regensburger Kornmarkt. Foto: Böhm

Regensburg.Seit Januar steht die Imbissbude leer, Ende des Jahres soll nun wieder Leben in den Stand des ehemaligen „Würstl-Toni“ kommen. Die Stadtkämmerei wird eine Ausschreibung veröffentlichen. Es soll eine Sondernutzungserlaubnis zur Errichtung und zum Betrieb eines Imbissstandes erteilt werden.

Das bisherige kulinarische Konzept soll ebenso beibehalten werden wie Standort und Größe des vormaligen Imbissstandes „Würstl-Toni“. Es sollen dort also wie gewohnt traditionell bayerische Gerichte und Würstel mit regionalem Bezug verkauft werden. Sowohl Alkoholausschank als auch Untervermietung sind den neuen Betreibern nicht erlaubt.

Anton Erl, sein Sohn Markus und Imbissbetreiberin Erika Schmidl nahmen an Silvester und Neujahr von ihren Gästen Abschied. Foto: Steffen

Der Stand muss auf eigene Kosten errichtet werden und soll „im Einklang mit den Gestaltungsrichtlinien der Stadt Regensburg“ arrangiert werden. Interessenten müssen sich allerdings noch gedulden: Erst wenn die Stadt eine offizielle Ausschreibung im offiziellen Amtsblatt der Stadt veröffentlicht hat, können Bewerbungen geschrieben werden. Das dürfte voraussichtlich ab Montag der Fall sein.

Nach 105 Jahren hat der original „Würstl-Toni“ seinen Stand geschlossen. Am 1. Januar 2017 wanderte um 8 Uhr die letzte Knackersemmel über die Theke. Hunderte Regensburger verabschiedeten in der vergangenen Silvesternacht Anton Erl, seinen Sohn Markus und Imbissbetreiberin Erika Schmidl.

Bewerber standen schon kurz nach der Schließung Schlange. Lesen Sie mehr.

Die Imbissbude am Alten Kornmarkt (MZ-Infografik)

Auch Promis haben sich am Stand mit Speis und Trank eingedeckt. Vor gut zehn Jahren war die Kelly Family da – und Albert von Thurn und Taxis schaute öfter mal vorbei. Die Nachtschwärmer indes haben sich gerne mal gekeilt, so dass die Polizei eingreifen musste. „In den vergangenen Jahren war es hier aber ruhig geblieben“, ergänzt Anton Erl.

Regensburger Original

  • Inhaberin:

    Erika Schmidl stand 47 Jahre im Kult-Imbiss. Ihre erste Wurstsemmel hat sie mit 12 Jahren verkauft. Sie umsorgte mit ihrem Ex-Mann Anton Erl vor allem die Nachtschwärmer.

  • Ende einer Ära:

    105 Jahre lang konnten die Regensburger beim „Würstl-Toni“ ihren Hunger stillen. In den letzten Jahren ist das Geschäft aber bis zu 60 Prozent eingebrochen.

  • Würstl in Zahlen:

    In den Spitzenzeiten lagen bis zu 248 Knacker gleichzeitig auf den Grills. Durchschnittlich wurden zuletzt aber nur noch 100 Semmeln pro Tag verkauft.

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