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Regensburg
Montag, 19. Februar 2018 4

Kritik

CSU ist gegen Moschee in Regensburg

Der Bau verhindere nach Überzeugung des CSU-Kreisvorstands Integration. Das Vorhaben ist aber bereits genehmigt.

Der Architekten-Entwurf für das neue türkisch-islamische Gemeindezentrum – gegen das Vorhaben regt sich jetzt Protest von Seiten der CSU. Visualisierung: Sedat Yilbirt/Ditib Regensburg

Regensburg.Bei ihrer Sitzung am Donnerstagabend sprach sich die Kreisvorstandschaft der CSU Regensburg gegen den Bau einer Moschee im äußersten Stadtosten Regensburg aus. Wie berichtet, will die türkisch-islamische Ditib-Gemeinde dort ein neues Kulturzentrum bauen, mit einer Kuppel und einem 21 Meter hohen, schmalen Minarett. Das Minarett wäre das erste in Regensburg. Die Stadtverwaltung hat den Bau an der Osttangente bereits genehmigt.

„Große Irritationen ausgelöst“

Wörtlich heißt es in der Pressemitteilung der CSU Regensburg-Stadt: „Das Bekanntwerden des Neubaus der Ditib-Moschee im Regensburger Stadtosten hat in der Bevölkerung für große Irritationen und Unruhe gesorgt, vor allem da die Öffentlichkeit und selbst der Stadtrat im Vorfeld nicht beteiligt wurden.“

Die CSU Regensburg-Stadt habe deshalb in seiner Kreisvorstandssitzung folgende Erklärung beschlossen: Die CSU bekennt sich zur Religionsfreiheit, aber insbesondere auch zur europäischen, christlich-abendländischen Werteordnung. Die CSU lehnt den Moscheebau durch die vom Verfassungsschutz beobachtete und vom türkischen Staat finanzierte Trägerorganisation Ditib ab. Die CSU kritisiert, dass dem Stadtrat zur bloßen Kenntnisnahme eine Baugenehmigung ohne jegliche Beteiligung der Öffentlichkeit und des Stadtrats selbst vorgelegt wurde. Die CSU fordert, dass zukünftig alle bauordnungs- und planungsrechtlichen Instrumente ausgeschöpft werden, um eine weitere integrationsschädliche Entwicklung im Stadtosten zu vermeiden.

Neues Gebäude soll bis März 2019 fertig sein

Hintergrund für den Bau ist folgendes: Das derzeitige Zentrum der Regensburger Gemeinde der „Türkisch-Islamischen Union der Anstalt für Religion“ (Ditib) in der Lindnergasse sei zu klein geworden für die wachsende Gemeinde. Das neue Gebäude an der Maxhüttenstraße soll genug Platz für alle Gemeindemitglieder bieten. Bereits in diesem Jahr will die Gemeinde mit dem Bau beginnen. Bis März 2019 sollen die Gebetsräume fertig sein.

SPD-Bürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer sagte Anfang der Woche zur MZ, sie sehe keine Hürden, die die Integration der Gemeinde in ihr neues Viertel erschweren könnten.

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  • FB
    Felix Börner
    02.02.2018 23:54

    Was für eine bigotte CSU-Farce soll denn hier aufgelegt werden ? Glaubwürdigkeit geht anders. Noch aus einem jeglichen Löwengebrüll der vorgeblichen Heimatpartei ward ein lächerlicher Papiertiger. Die CSU scheint allgemein dafür zuständig, dem bereits im Brunnen liegenden Kinde noch ein Zweites - hinterherzuwerfen... 35% im Oktober - sind deutlich mehr als genug

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