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Regensburg
Freitag, 19. Januar 2018 3

Politik

CSU kritisiert Vorgehen der Stadt

„Erst Bushalt, dann Nahversorger“: CSU-Fraktionschef Zimmermann bemängelt die Vorgehensweise an der Sandgasse in Regensburg.
Von Daniel Steffen

CSU-Fraktionschef Dr. Josef Zimmermann Foto: mds

Regensburg.„Wir geben Geld aus, dass es kracht, und schaffen es nicht einmal in besten Zeiten, zu sparen“, sagte Dr. Josef Zimmermann in der voll besetzten Schießanlage Nord. Adressiert an die bunte Stadtratsfraktion, äußerte der CSU-Fraktionsvorsitzende beim Neujahrsempfang heftige Kritik am Investitionsprogramm und an der Aufstockung des städtischen Personals.

Zugleich beklagte er, dass wichtige Projekte auch im Stadtnorden nicht vorangehen und stattdessen nach hinten verschoben werden. Konkret nannte er beim Neujahrsempfang des CSU-Ortsverbands Konradsiedlung/Wutzlhofen den Ausbau der Nordgaustraße. Auch wenn die Sallerner Regenbrücke beklagt werde, bedeute dies nicht, dass die vorbereitenden Maßnahmen für die Nordgaustraße ruhen müssten.

Als falsch erachtet er die städtische Vorgehensweise bezüglich der Kreuzung Aussiger Straße/Sandgasse. Dass dort erst eine Bushaltestelle gebaut werden soll, wenn der geplante Nahversorger steht, sei verkehrt. „Der Bushalt muss fertig sein, bevor der Bau überhaupt losgeht“, sagte er mit Nachdruck. Die Firma Ratisbona beabsichtigt, in Kreuzungsnähe einen Lebensmittelmarkt mit Backshop und Café zu errichten, um die dortige Nahversorgungslücke zu schließen.

Zimmermanns Kritik schloss ebenfalls das Baugebiet Brandlberg ein, für das „Entscheidungen hinter verschlossenen Türen gefällt“ worden seien. Nach dem Motto „Das bauen wir jetzt ganz anders“ entstehe nun ein Wohnquartier, das stark vom ursprünglichen Bebauungsplan abweiche. Zudem gab sich der CSU-Fraktionsvorsitzende als Befürworter einer Osttangenten-Verlängerung bis nach Zeitlarn.

Nach den kritischen Worten von Zimmermann kehrte wieder gelassene Stimmung in die Schießanlage Nord ein. Die Gäste ließen sich das traditionelle Weißwurstfrühstück schmecken und hatten zudem ein Getränk frei. Durch die Veranstaltung führte Stadtrat Erich Tahedl in Vertretung für den Ortsverbandsvorsitzenden Markus Jobst, der aus gesundheitlichen Gründen verhindert war.

Einen Besuch statteten den Christsozialen die Sternsinger der Pfarrei St. Konrad ab. Die als drei Könige verkleideten Mädchen und Buben sammelten für das Jahresprojekt des Kindermissionswerks. Das Projekt hat zum Ziel, mittels Bildung die grassierende Kinderarbeit in Indien zu bekämpfen.

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