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Regensburg
Freitag, 19. Januar 2018 3

Kinder

Das sind Regensburgs Neujahrsbabys

Izet kam um 0.12 Uhr in St. Josef auf die Welt – begrüßt von einem Feuerwerk. Das zweite Baby folgte in der Hedwigsklinik.
Von Kathrin Robinson, MZ

  • Der kleine Izet ist das erste Baby, das im neuen Jahr in Regensburg das Licht der Welt erblickte. Seine Eltern sind mächtig stolz. Foto: Robinson
  • Hebamme Maria Scholz (r.) freute sich über eine reibungslose Geburt zum Jahresende. Der kleine Valentin war das letzte Baby, das 2017 in der Hedwigsklinik geboren wurde. Für Susanne Pletl aus Mainburg ist es das zweite Kind. Foto: Robinson

Regensburg.Es ist Silvester. Kurz nach Mitternacht. Der Himmel leuchtet in bunten Farben, die Menschen liegen sich in den Armen und wünschen sich ein frohes, neues Jahr – doch Seman Dalipov denkt keine Sekunde an die Feierlichkeiten draußen. In ihr und ihrem Mann Ekrem tobt gerade ein ganz anderes emotionales Feuerwerk. Um genau zwöf Minuten nach Mitternacht gehen für die beiden anstrengende Stunden zu Ende – und ihr neues Jahr beginnt mit dem größten Glück, das man sich wünschen kann: Ihr Sohn Izet erblickt im Caritas-Krankenhaus St. Josef das Licht der Welt.

Ein toller Geburtstag

Hadil Abt feierte Silvester noch mit Famile und Freunden bei einem Essen. Gegen 3 Uhr nachts setzten dann die Wehen ein – und in den Mittagsstunden konnte sie ihren Sohn Elias in St. Josef in den Armen halten. Foto: Robinson

52 Zentimeter und 3580 Gramm misst der ganze Stolz der jungen Eltern. Es ist ihr erstes Kind – und Regensburgs erstes Neujahrsbaby. Seit 6 Uhr am Silvestermorgen waren die Dalipovs bereits im Krankenhaus. „Dann mussten wir viel spazierengehen“, erzählt Ekrem Dalipov. Gegen 20 Uhr wollte das Paar bereits wieder nach Hause fahren – doch dann wollte der kleine Izet doch endlich auf diese Welt. Ein tolles Geburtsdatum hat sich Izet ausgesucht, finden seine Eltern, denn so kann er jedes Jahr mit einem Feuerwerk in seinen Geburtstag hineinfeiern. Auch Elias Abt wird das einmal können. Er ist das zweite Baby, das in St. Josef an Neujahr das Licht der Welt erblickte.

Jannis und Julie besuchten an Neujahr ihren kleinen Bruder Jonah in St. Hedwig und brachten ihm einen Teddy mit. Zusammen mit ihren Eltern Annette und Uwe Brück freuen sie sich riesig über das neue Familienmitglied. Foto: Robinson

In der Hedwigsklinik erblickte als erstes Baby 2018 der kleine Jonah das Licht der Welt. Die Uhr zeigte 0.26 Uhr. Die Raketen und Böller draußen waren gerade verstummt. Doch für das Feuerwerk hatte Mama Annette Brück aus Regenstauf sowieso keinen Sinn. „Da lag ich mitten in den Presswehen. Die Hebamme hat mir noch ein gutes, neues Jahr gewünscht, aber das hab ich gar nicht richtig mitbekommen“, erzählt sie und streichelt ihren Nachwuchs, der eine Punktlandung hingelegt hat. Der 1. Januar entspricht genau dem errechneten Geburtstermin. Zudem hatte es Jonah ziemlich eilig. Um 23.30 Uhr fuhr Papa Uwe Brück seine Frau in die Hedwigsklinik – nicht mal eine Stunde später war Jonah auch schon da.

Seine Geschwister Jannis (10) und Julie (5) warteten derweil daheim mit einer Nachbarin und der Oma. „Ich hab selbst Raketen gezündet“, erzählt Jannis, „auch um das Baby willkommen zu heißen.“ Zuvor hatte er sich noch rührend um seine Mutter gekümmert. „Mama, vergiss dein Karamalz nicht! Mama, hast du deine Tasche? So ging das die ganze Zeit, bevor wir losfuhren“, berichtet Annette Brück lachend. Am Vormittag des Neujahrstags sitzt die Familie nun selig zusammen in der Hedwigsklinik.

In St. Hedwig war viel los

Sichtlich stolz waren Papa Souleymane Sidibe und Mama Aicha Bello Comlibaly am Neujahrstag. Eine Stunde nach Mitternacht erblickten ihre Zwillinge Lars Junior und Amina Jana in der Hedwigsklinik das Licht der Welt. Foto: Robinson

Für die Hebammen an der Hedwigsklinik gab es nach der Geburt des ersten Babys im neuen Jahr nur eine kurze Verschnaufpause. Um 1.02 Uhr und 1.03 Uhr kamen die Zwillinge Lars Junior und Amina Jana zur Welt. Bis zum frühen Morgen folgten dann noch zwei Mädchen und um 9.36 Uhr ein Junge. Bis zum Besuch der MZ am Vormittag gab es damit sechs Neujahrsbabys an der Hedwigsklinik. „Heuer war mehr los als in der Silvesternacht im letzten Jahr“, zieht Hebamme Marlis Reinwald-Barboza Bilanz. Ob das ein Vorzeichen für 2018 ist? Wobei auch 2017 ganz schön viele Kinder in St. Hedwig das Licht der Welt erblickten: insgesamt waren es 3181.

Marlis Reinwald-Barboza Bilanz arbeitet seit 17 Jahren als Hebamme, aber Babys, die an Weihnachten oder in der Silvesternacht geboren werden, sind bis heute etwas ganz besonderes für sie. „Die Stimmung auf der Station ist feierlich. Man versucht, es sich besonders schön zu machen“, sagt sie. „Und natürlich will jeder das erste Neujahrsbaby in Regensburg haben“, fügt sie mit einem Augenzwinkern hinzu und spielt damit auf die – nicht ganz ernst gemeinte – Rivalität zwischen Hedwigsklinik und dem Krankenhaus St. Josef an. Nachdem im vergangenen Jahr St. Hedwig das Rennen machte, fällt ihr die Niederlage heuer aber nicht so schwer: „Ich gönne den Kollegen das erste Neujahrsbaby 2018.“

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