mz_logo

Regensburg
Montag, 25. Juli 2016 30° 1

Meinung

Demonstranten gegen GEZ-Gebühren

60 Menschen marschierten auf Einladung der „Partei der Vernunft“ durch die Regensburger Innenstadt, um sich gegen die Kopfpauschale zu wehren.

„Die GEZ muss weg“, forderten die Demonstranten. Foto: Haala

Regensburg.„Die GEZ muss weg“, das forderten etwa 60 Demonstranten, die am Samstagnachmittag durch die Regensburger Innenstadt zogen, um sich für die Abschaffung der Kopfpauschale einzusetzen. Einige von ihnen trugen Transparente, auf denen sie ihre Meinung kundtaten; mit einem Megafon machten Vorschreier die Passanten auf das Anliegen der Demonstrationsteilnehmer aufmerksam.

Vom Milchschwammerl aus setzte sich der Zug aus Menschen und Transparenten in Richtung Maximilianstraße in Bewegung, von wo aus es über den Domplatz, vorbei am Alten Rathaus und zum Haidplatz ging, wo die Kundgebung der Demonstration stattfand. Spontan schlossen sich jedoch keine Menschen dieser Demonstration an. In der Maximilianstraße spendete ein Radler den Demonstranten Beifall.

Norbert Lauberger, der Organisator der Demonstration und der Regionalkoordinator der „Partei der Vernunft“ für den Raum Regensburg, Kelheim und Landshut, sagt zur MZ, dass die Demonstration organisiert wurde, um sich gegen diese Art der Zwangssteuer zu wehren. Deutschlandweit hätte es am Samstag in zwölf weiteren Städten Demonstrationen mit demselben Ziel gegeben. In Bayern seien die Menschen auch in München auf die Straße gegangen. Dass es in Regensburg nicht gerade viele Menschen waren, die sich zu einer Beteiligung an der Demonstration durchrangen, führte Lauberger darauf zurück, dass der Winter temperaturmäßig kräftig an den Strippen gezogen hatte. „Da bleibt man eben lieber auf der Couch“, sagt er.

Die Fernsehgebühren sind Laubergers Ansicht zufolge nicht mehr zeitgemäß, weil es nicht fair sei, dass jeder den gleichen Betrag zahlen muss, egal ob er Empfangsgeräte habe oder nicht, sagt er. Außerdem würden fünf Euro im Monat seiner Meinung nach auch reichen. Sein Vorschlag zielt darauf ab, die Gebühren individuell zu berechnen. Er kann sich eine Flatrate vorstellen. Außerdem wollte er mit der Demonstration auf seine Partei aufmerksam machen. Vor vier Jahren wurde sie gegründet. Ihre Anhänger setzen sich Laubergers Angaben zufolge gegen die GEZ und gegen die Rettung des Euro ein. Kritiker werfen der Partei vor, dass einige Mitglieder auch für islamfeindliche und rechtsoffene Thesen eingetreten sein sollen. (la)

Kommentare (0) Regeln Unsere Community Regeln

Anmelden

Hinweis: Bitte schützen Sie Ihr Konto auf öffentlichen Geräten, indem Sie sich nach der Nutzung im Profil-Bereich abmelden.

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht