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Regensburg
Samstag, 30. Juli 2016 28° 2

Freizeit

Der Sprung ins inklusive Sporterlebnis

Miteinander Sport machen – ob jung, alt, mit oder ohne Handicap: Wie das geht, zeigt der Regensburger Inklusionssporttag.
Von Susanne Wiedamann, MZ

Miteinander Sport machen, darum geht es beim ersten Inklusionssporttag am 25. Juli. Menschen mit und ohne Handicap sollen Sportarten testen können, aber auch zusammen Wettbewerbe bestreiten. Foto: BLSV

Regensburg.Das Projekt „Regensburg inklusiv“ hat schon einige fantastische Ideen in die Welt gesetzt. Der Inklusionssporttag am 25. Juli, von Carsten Schenk, dem Sportkoordinator von Special Olympics Bayern (SOBY) angeregt, ist ein weiteres innovatives Projekt aus der Regensburger Ideenschmiede. Dass die Planung weit gediehen ist, und sich für die Durchführung großartige Partner gefunden haben, stellten der Veranstalter, der Bayerische Landessportverband, Sportbezirk Oberpfalz, und die Ausrichter Stadt Regensburg mit Volkshochschule, „Regensburg inklusiv“, der Behinderten- und Rehabilitations-Sportverband Bayern/Oberpfalz sowie SOBY in einem Pressegespräch vor.

Beim Inklusionssporttag geht es darum, jedem die Möglichkeiten zur Teilhabe an gemeinsamen Sportaktionen aufzuzeigen. „Mitmachstationen sind Anreize, dass jeder seine Sportart findet“, sagt Carsten Schenk. „Es darf dabei keine Rolle spielen, wie alt ich bin, wo ich herkomme und ob ich eine Behinderung habe, oder nicht!“ Die Bandbreite der Sportarten, die jeder ausprobieren kann, reicht dabei von Badminton und Bogenschießen bis zu Frisbee und Zirkus-Arkrobatik. Der Aktionstag will gerade auch den Sportvereinen verdeutlichen, „wie einfach es ist, ein Turnier inklusiv zu machen“. Also wird es am 25. Juli inklusive Wettkämpfe im Fußball- und Basketballspielen geben.

Plattform für Akteure

Carsten Schenk, der Sportkoordinator von Special Olympics Bayern, stellte das Programm vor. Foto: Wiedamann

Der Inklusionssporttag

  • Das Sportfest

    Der Bayerische Landes-Sportverband e.V. (BLSV) Oberpfalz veranstaltet am 25. Juli den ersten Inklusionssporttag auf der städtischen Sportanlage am Oberen Wöhrd. Anmeldung ist per E-Mail an anmeldung @specialolympics-bayern.de möglich.

  • Die Partner

    Ausrichter sind die Stadt Regensburg, das Projekt „Regensburg inklusiv“, die Vhs, der Behinderten- und Rehabilitätions-Sportverband (BVS) Bayern/Oberpfalz und Special Olympics Bayern.

  • Die Teilnehmer

    1000 Teilnehmer werden erwartet. Meldeschluss für Gruppen und Mannschaften ist am 4. Juli. Rund 100 Helfer sind erforderlich.

  • Der vorläufige Zeitplan

    Am 25. Juli gibt es am Oberen Wöhrd von 10 bis 18 Uhr Mitmachstationen, von 10.30 bis 16 Uhr Basketball- und Fußball-Turniere, von 11 bis 16 Uhr Schnupperkurse Präventionssport in der RT-Halle. Von 10.15 bis 18 Uhr läuft ein kulturelles Rahmenprogramm, außerdem das Gesundheitsprogramm und das Schaufenster „Inklusion“.

Gleichzeitig bietet der Tag den Vereinen eine Plattform, um sich und ihre inklusiven Angebote vorzustellen und sich zu vernetzen. Von etlichen Vereinen – wie der Orientierungslaufgemeinschaft, dem LLC Marathon, den Happy Shakers, der Bunten Liga, dem Bayerischen Blinden- und Sehbehindertenbund sowie dem Verein für Körper- und Mehrfachbehinderte – liegen schon Anmeldungen vor. Aber noch werden dringend weitere Akteure gesucht, betont Thomas Fink, der Geschäftsstellenleiter des BLSV-Sportbezirks Oberpfalz. „Wir freuen uns über Sportvereine, Abteilungen und Gruppen, die sich hier präsentieren wollen!“ Mindestens 1000 Teilnehmer und Besucher werden auf der Sportanlage am Oberen Wöhrd erwartet.

Thomas Kammerl, der Projektkoordinator „Regensburg inklusiv“ sucht noch nach Bands udn Initiativen, die das Rahmenprogramm bestreiten. Foto: Wiedamann

Dass diese viel ausprobieren können, dafür sorgt auch der BVS, der unter anderem Fußball, ein Rollstuhl-Basketballturnier, Boccia und Linedance mit Rollstuhlfahrern anbieten will. „Es gibt fast immer Möglichkeiten, dass auch Behinderte eine Sportart ausüben können“, sagt BVS-Bezirksvorsitzender Josef Prücklmeier. So gibt es beim Kegeln eine Variante mit Rampe, über die Rollstuhlfahrer ihre Kugel lenken können, ergänzt Schenk.

Initiativen fürs Rahmenprogramm

Viel Information, aber auch viel Praxis ist geplant. Die Volkshochschule stellt ihre Bewegungskurse den ganzen Tag über in der RT-Halle vor. „Unser Ziel ist es nicht, ein eigenes Programm für Behinderte zu machen, sondern uns zu öffnen“, betonte die Leiterin der Vhs Regensburg, Cornelia Wabra. Genau diese Bewusstseinsbildung für ein selbstverständliches Miteinander ist den Machern des Sporttages wichtig, wie Sportamtsleiter Johann Nuber betont. Er sieht im Sport eine starke integrative Kraft. Das inklusive Sporterlebnis macht Spaß und begeistert.

Die Sportanlage am Oberen Wöhrd mit zwei Fußballplätzen, zwei Sporthallen und Leichtathletikmöglichkeiten ist für den Inklusionssporttag ideal, erklärte Sportamtsleiter Johann Nuber. Foto: Stadt Regensburg /Klaus Benndorf

Neben einem „Schaufenster Inklusion“ wird es auch ein breites kulturelles und informatives Rahmenprogramm geben. Auch hier ist noch Verstärkung gefragt: „Initiativen, Vereine, Bands und Artisten“ ruft Thomas Kammerl, Projektkoordinator von „Regensburg inklusiv“, dazu auf, sich bei ihm zwecks Beteiligung zu melden. „Der Sport soll klar im Fokus stehen. Aber es soll auch ein großes Fest werden, ein Ort der Begegnung.“

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