mz_logo

Regensburg
Mittwoch, 17. Januar 2018 11

Sport

Eislauf-Stars begeisterten in der Arena

Bei der Charivari-Eisgala hielten die Stars der Szene die Zuschauer in Atem. Auch Regensburger Lokalmatadoren überzeugten.
von Daniel Steffen

  • Im Zombie-Outfit wartete die Jugend des EC Regensburg auf. Foto: Steffen
  • Warum nicht mal in Jeans? Julian Zhi Jie Yee meisterte den Spagatsprung. Foto: Steffen

Regensburg.Vize-Weltmeister, Europameister, französische Meister: Mit dem Nonplusultra der internationalen Eiskunstlauf-Szene wartete am Freitag die Charivari-Eisgala auf. Sogar die WM-Silbermedaillengewinner Aljona Savchenko und Bruno Massat nahmen sich für das Regensburger Publikum Zeit und hatten kurzerhand ihre Olympia-Vorbereitungen unterbrochen, um in der Donau-Arena mit von der Partie zu sein. Mit atemberaubenden Sprüngen und Würfen, Pirouetten und anderen kunstvollen Einlagen verwöhnten sie, aber auch viele Nachwuchs-Talente, über drei Stunden lang das Publikum. Das bedankte sich mit Szenenapplaus und Standing Ovations für die dargebotenen Spitzenleistungen auf dem Eis. Für die musikalischen Akzente sorgten derweil „Nick Howard & Band“ sowie die Formation „Power! Percussion“ aus München. Die Oberbayern zeigten den Zuschauern eindrucksvoll, wie es sich selbst auf Haushaltsleitern musizieren lässt und trommelten drauf los, was das Zeug hielt.

Weitere Fotos des Abends sehen Sie hier.

Eistanzgala

Der Nachwuchsbegeisterte

Ein Wiedersehen gab es am Freitag mit Andrey Kutovoj, einem der talentiertesten Nachwuchs-Eisläufer Russlands: Im zarten Alter von zwölf Jahren beherrscht er bereits Sprungkombinationen, wie man sie sonst nur von der großen Weltstars Eis kennt. Und zweifelsohne hatte das Regensburger Publikum ihn auch in diesem Jahr zum Liebling erkoren. Die erwachsenen Eislauf-Größen machten dem Jungen jedoch mächtig Konkurrenz: Mit dem mehrfachen französischen Meister und Europameister Florent Amodio kam lateinamerikanischer Tanz in die Donau-Arena Einzug. Analog dazu ertönte das Stück „It‘s Time to Salsa“ aus den Lautsprechern.

Die Formation „Power! Percussion“ trommelte gar auf Leitern. Foto: Steffen

Den vielleicht harmonischsten Eindruck des Abends machte das Eislauf-Paar Aleksandra Stepanova und Ivan Bukin aus Russland: 2015 hatten die beiden bei den Europameisterschaften die Bronzemedaille gewonnen und stellten auch dem Regensburger Publikum ihr Können eindrucksvoll unter Beweis. Ivan Bukin hat das Talent für den Eistanz geradezu in die Wiege gelegt bekommen, da sein Vater Andrej 1988 olympisches Gold holte und auch bei vielen Weltmeisterschaften ganz oben auf dem Treppchen stand.

Zombies auf dem Eis

Als Regensburger Lokalmatadorin gab sich die 14-jährige Ann-Christin Marold die Ehre. Geschmeidig drehte sie ihre Pirouetten und bewegte sich quirlig und anmutsvoll über das Eis, auf dem sich später auch die Jugendriege des EC Regensburg präsentierte. Als Zombies verkleidet legten die Mädchen und Buben einen flotten Tanz zu Michael Jacksons „Thriller“ hin.

Aleksandra Stepanova und Ivan Bukin gehörten in der Donau-Arena zu den Stars des Abends. Foto: Steffen

Ein Eislaufkünstler tanzte ein wenig aus der Reihe, kam damit aber sehr gut an. Als die Eismaschine zur Pause ihre Dienste geleistet hatte, schlüpfte Julian Zhi Jie Yee aus Malaysia in die Rolle der Reinigungskraft und wirbelte im wahrsten Sinne des Wortes putzmunter über das Eis. Zum Spaß wischte er Besuchern in der ersten Reihe mit dem Fimmel vor den Füßen her, was für Lacher sorgte. Die Zuschauer erfreuten sich ebenfalls an seinen akrobatischen Darbietungen. Als erster Malaysier überhaupt hatte Julian Zhi Jie Yee 2016 an einer Weltmeisterschaft der Internationalen Eislaufunion (ISU) teilgenommen.

Olga Pustovit schwang sich am Tuch in die Höhen der Halle. Foto: Steffen

Ganz ohne Kufen kam die Akrobatikgruppe Atlantis aus der Ukraine aus: Mit ihren athletischen Körpern türmten sich die Akrobaten aufeinander auf und formierten sich zu lebendigen Skulpturen. Die Schwerkraft schien bei dieser märchenhaft anmutenden Darbietung außer Kraft gesetzt worden zu sein.

Olga Pustovit aus Russland indes schwang sich am Tuch elegant in die Höhen der Eishalle – und der Belgier Kevin van der Perren überzeugte mit einer Liaison aus Eislaufkunst und Feuertanz.

Weitere Geschichten aus Regensburg finden Sie hier.

Die Kommentarfunktion steht exklusiv unseren Abonnenten zur Verfügung. Als Abonnent melden Sie sich bitte an oder registrieren Sie sich. Alle anderen Nutzer finden preiswerte Angebote in unserem Aboshop.

Anmelden Registrieren Zum Abo-Shop

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht