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Regensburg
Mittwoch, 3. Februar 2016 12° 4

Brand

Feuer am Stadtbau-Hochhaus

Am Montagmittag brannte eine Terrasse am Hochhaus in der Kurt-Schuhmacher Straße im Regensburger Westen. Das Schaden liegt im fünfstelligen Bereich.
Von Mathias Wagner und Norbert Lösch, MZ

  • Gegen 11.30 Uhr brannte es auf der Terrasse im Erdgeschoss. Foto: Berufsfeuerwehr
  • Auf der Terrasse brannte dort abgestelltes Material. Die Polizei muss nun die Brandursache klären. Foto: Berufsfeuerwehr
  • Auf der Terrasse waren am Nachmittag die Schäden zu erkennen. Foto: mds
  • Auch an der Hauswand konnte man Spuren erkennen. Foto: mds
  • Derzeit wird das Hochhaus in der Kurt-Schumacher-Straße saniert. Foto: mds

Regensburg.Die Bewohner des Stadtbau-Hochhauses in der Kurt-Schumacher-Straße in Regensburg kommen nicht zur Ruhe. Seit Monaten dauert ein Streit mit einem Mieterpaar an, das sich weigert, zur Sanierung ihrer Wohnung auszuziehen. Im vergangenen Jahr häuften sich zudem Sabotageakte an der neuen Elektroinstallation im Gebäude. die Stadtbau hatte daraufhin eine Belohnung für Hinweise, die den Täter überführen, in Höhe von 3000 Euro ausgesetzt. Am Montagvormittag kam es nun auch noch zu einem Brand auf einer Terrasse am Hochhaus.

Gegen 11.30 Uhr erreichte die Integrierte Leitstelle eine Notrufmeldung über einen erst im Zuge der Sanierung eingebauten, automatischen Brandmelder. Wenig später gingen auch zwei telefonische Notrufe ein. Die Anrufer berichteten von einer massiven Rauchentwicklung an der Fassade des Stadtbau-Hochhauses im Stadtwesten.

Schon bei der Anfahrt des Löschzugs bemerkten die Feuerwehreinsatzkräfte dunkle Rauchwolken über dem Wohngebäude. Aus bislang ungeklärter Ursache brannte auf der Terrasse im Erdgeschoss Baumaterial. Dabei entwickelte sich eine massive Rauchwolke, die am Gebäude hochzog.

Die Feuerwehrleute mussten mit Atemschutzgerät anrücken und den Brand mit einem C-Rohr löschen. Zwei weitere Trupps kontrollierten den Treppenraum und brachten laut Angaben der Berufsfeuerwehr rund zwölf Mitbewohner in Sicherheit.

Die Mitarbeiter einer mit der Hochhaussanierung beschäftigten Fassadenbaufirma retteten sich mit dem Bauaufzug in Sicherheit.

Um den Treppenraum und die Wohnungen rauchfrei zu halten, kam ein Hochdrucklüfter zum Einsatz. Über die Drehleiter wurden die Balkone und Wohnungen zusätzlich von außen kontrolliert. Nach Abschluss der Einsatzmaßnahmen konnte die Anwohner wieder zurück ins Gebäude.

Laut Polizeiangaben brannte aus bisher ungeklärter Ursache auf der Terrasse Baumaterialien und Planen. Das Feuer hat den Brandherd komplett zerstört. An der Stelle, an der das Feuer ausbrach, stand laut Aussage von Stadtbaumitarbeitern vor einigen Tagen auch ein großer Styroporwürfel. Unklar ist, ob der sich am Montagvormittag noch dort befand und ebenfalls verbrannte. Zur Klärung der Schadensursache hat die Polizei die Ermittlungen aufgenommen. Da auf der Hochhaus-Baustelle reger Betrieb herrschte, gilt eine Brandstiftung laut Feuerwehrangaben als nur wenig wahrscheinlich.

Klaus Nickelkoppe, technischer Geschäftsführer der Stadtbau, zeigte sich gestern zunächst einmal erleichtert darüber, „dass keine Menschen zu Schaden gekommen sind“. Es sei nur ein überschaubarer Sachschaden entstanden, der sich im fünfstelligen Bereich bewegen werde. „Die Tür und das Fenster zum Balkon im Erdgeschoss, vor dem der Brand ausgebrochen ist, müssen ersetzt werden“, so Nickelkoppe. Ansonsten seien die Fassade und ein Schutznetz am Gerüst in Mitleidenschaft gezogen worden. Weil in allen darüberliegenden Geschossen Türen und Fenster bereits eingebaut und verschlossen waren, habe es im Inneren des Hauses keine weiteren Schäden gegeben.

Nach einer langen Auseinandersetzung hatte die Stadtbau mit den Mietern vereinbart, dass das Hochhaus abschnittsweise saniert wird. Der Brand vom Montag brach vor dem zweiten, derzeit unbewohnten Sanierungsabschnitt aus. Klaus Nickelkoppe kann dem Vorfall sogar etwas Positives abgewinnen: „Die neu eingebaute Rauchmeldeanlage hat offensichtlich funktioniert.“ Der Stadtbau sei es von vornherein wichtig gewesen, in dem Hochhaus neben der Ausstattung und der Wärmedämmung auch die Brandschutzeinrichtungen deutlich zu verbessern. Auch dem technischen Geschäftsführer bleibt die Brandursache ein Rätsel: „Ich kann mir keine vorstellen. Das müssen die Fachleute von Feuerwehr und Polizei klären.“

Nach Beendigung der Löscharbeiten stürzte eine Frau im Bereich des Eingangs. Sie musste von der Feuerwehr versorgt werden.

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