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Tiere

Giftköder: Hundehalter schlagen Alarm

Der Königspudel Cosmo hat am Aubach Rattengift gefressen. Jetzt warnen Tierfreunde: Beim Gassigehen aufpassen!

Ein Tierarzt untersucht einen Hund: Vierbeiner, die am Aubach unterwegs sind, könnten Giftköder erwischen, warnen Tierfreunde. Foto: dpa-Archiv

Regensburg. Unter Regensburger Hundefreunden herrscht erhöhte Wachsamkeit. Seit ein Pudel nach einem Spaziergang im Naturschutzgebiet Aubach massive Symptome einer Vergiftung zeigte, herrscht unter den Tierhaltern Sorge. „Bitte achtet beim Gassigehen im Weintinger Hölzl und im Aubachtal verstärkt auf eure Hunde! Dort sind Rattengiftköder ausgelegt! Bitte gebt das weiter.“: Die Meldung ist auf der Homepage von „Sigis Hundeschule“ Obertraubling gepostet und auch die Regensburger Polizei warnt vor eventuellen Giftködern im Stadtosten. Jürgen Spindler bekräftigt: Wer am Aubach mit seinem Hund unterwegs ist, muss aufpassen.

Der Regensburger erlebte an Weihnachten schlimme Stunden in Sorge um seinen Königspudel Cosmo. Das Tier, das öfter im Naturschutzgebiet am Aubach laufen darf, wurde nach einem der Ausflüge krank. „Ich dachte erst: Er hat wohl was Falsches gefressen. Oder er spürt den Weihnachtsstress“, erinnert sich Spindler. Als seine Tochter einen Tag später mit Cosmo spazieren ging, meldete sie sich per Handy beim Vater: Der Hund bewegt sich keinen Zentimeter mehr von der Stelle, er krampft, hat Schaum vorm Mund und erbricht Blut, schilderte das Mädchen.

Spindler brachte seinen Pudel in eine Tierklinik. Aufgrund der Blut- und Leberwerte bestätigte der Veterinär den Verdacht: Cosmo hatte wohl Rattengift gefressen. Der Hund erholte sich relativ rasch. „Nach einer Woche war er wieder der Alte“, so Spindler.

Der Tierfreund verständigte die Polizei und warnte in dem Naturschutzgebiet auf verteilten Zetteln vor eventuellen Giftködern in der Gegend. Zwei, drei Hundehalter meldeten sich und schilderten ähnliche Fälle. Eines der Tiere, die vor ein, zwei Jahren Gift erwischten, sei sogar gestorben. Wer aktuell den Giftköder ausgelegt, ist völlig offen. Der Fall Cosmo blieb bislang ein Einzelfall.

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