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Polizei

Hundehasser auf frischer Tat ertappt

Ein Rentner verteilte in Kumpfmühl Wurst, die mit Stecknadeln gespickt war. Ist der Mann für ähnliche Fälle verantwortlich?
Von Thomas Rieke, MZ

Mit Stecknadeln hatte der Hundehasser die Knacker präpariert (Foto: Polizei)

Regensburg.Seit Sommer 2010 geht in Kumpfmühl die Angst vor einem Hundehasser um. Mindestens sieben Vierbeiner wurden mit Vergiftungserscheinungen zum Tierarzt gebracht, für drei kam jede Hilfe zu spät. Jetzt aber könnte die unheimliche Serie zu Ende sein. Ein aufmerksames Pärchen hat beim Gassi-Gehen einen Rentner dabei erwischt, wie er mit Stecknadeln präparierte Knacker-Hälften in den Grünstreifen der Nibelungen- und Kriemhildstraße verteilte.

Peter Mirsberger (42) und seine Lebensgefährtin hatten ja schon länger „so einen Verdacht“. Seit einem Dreivierteljahr geht in ihrem Quartier zwischen Kriemhild- und Siegfriedstraße die Angst vor einem Hundehasser um. Und seit geraumer Zeit kam ihnen diesbezüglich ein alter Mann spanisch vor, der aus seiner Abneigung gegen Vierbeiner nie einen Hehl gemacht hat und sich fast immer an denselben Plätzen aufhält.

Vor wenigen Tagen gab es die Bestätigung dafür, dass Mirsberger den richtigen Riecher hatte: Der Rentner wurde in flagranti dabei erwischt, wie er mit Stecknadeln präparierte Knackwurststücke in Grünstreifen verteilte – um nur darauf zu warten, dass sich ein Vierbeiner daran erstickte. Mirsberger und seine Freundin waren fassungslos, stellten den Mann zur Rede. Außer Beschimpfungen hörten sie aber nichts, und so steckten sie die Wurst in eine Plastiktüte, suchten und fanden weitere Köder und marschierten zur Polizei am Stahlzwingerweg.

Vor der Polizei bestritt der 72-Jährige den Tatvorwurf, er wurde aber wegen versuchter „Sachbeschädigung“ angezeigt. Einen Beweis dafür, dass der Mann 2010 auch die vergifteten Köder ausgelegt hat, gibt es bislang nicht. Hinweise, der Senior könnte im Besitz von Gift sein, reichten für einen Durchsuchungsbeschluss nicht aus.

So oder so hoffen die Kumpfmühler Hundehalter, dass der Rentner nun begriffen hat, dass er im Fokus steht und ähnliche Taten nicht folgenlos bleiben werden. Könnte ihm Tierquälerei nachgewiesen werden, müsste er mindestens mit einer Geldstrafe rechnen.

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