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Regensburg
Mittwoch, 20. September 2017 17° 6

Schule

Im April rücken die Handwerker an

Die Regensburger Grundschule am Napoleonstein wird bis Ende 2015 erneuert. Die Kosten samt Ausstattung belaufen sich auf über 16 Millionen Euro.
Von Roland Ebner, MZ

Die Stadt hält den Plan (von links): Helmut Blindzellner (Amt für Hochbau), Bürgermeister Gerhard Weber und Gerhard Schnabl (Amt für Schulen). Konrektorin Stefanie Hofmann und Rektorin Michaela Wiesner freut’s. Foto: er

Regensburg.Wie ausführlich berichtet, muss die Grundschule am Napoleonstein dringend auf Vordermann gebracht werden. Kein Wunder: Erbaut 1966/67 hat das Gebäude inzwischen knapp 50 Jahre auf dem Dach. Im April nimmt die Stadt Regensburg deshalb die Generalsanierung in Angriff. Bis Ende 2015 wird sie dauern.

Das Schulhaus soll langfristig Raum für eine vierzügige Grundschule bieten, erklärte Bürgermeister Gerhard Weber bei Vorstellung des Projekts. Insgesamt bleibe das städtebauliche Ensemble in seinen Grundzügen erhalten, werde aber „für den künftig gewünschten Nutzen optimiert“.

Das bedeutet zunächst: Die vorhandene Sport-/Schwimmhalle samt Nebenräumen und großflächiger Schwimmbadtechnik wird abgerissen. Den Wermuttropfen muss die Schule aber schlucken, erläuterte Gerhard Schnabl, Leiter am Amt für Schulen der Stadt. Er verweist auf Heiz- und Unterhaltskosten und die damit jetzt verbundenen staatlichen Vorgaben. Danach könne erst bei 45 Sportklassen an einer Schule ein eigenes Bad eingerichtet werden. Am „Napoleonstein“ seien es lediglich 28. Als Ersatzneubau an gleicher _Stelle wird eine Einfachturnhalle mit 15 mal 27 Meter Fläche entstehen; Umkleiden, Geräteräume und Technikflächen kommen hinzu.

Im direkten Anschluss an diesen Ersatzneubau entsteht die neue Mensa mit Küche und Freisitz im Pausenhof. „Diese Einrichtung wird auch von den Schülern des benachbarten Sonderpädagogischen Förderzentrums (SFZ) genutzt und bündelt somit den zukünftigen Bedarf beider Einrichtungen an optimaler Stelle“, erklären dazu die Vertreter der planenden Architektengemeinschaft Joachim Gutthann, Donaustauf, und Christian Illner von HIW, Straubing.

Die Küche ist als Warmausgabe- bzw. Regenerierküche für die Versorgung von 220 Kindern in zwei Schichten ausgelegt. Der Speisesaal erlaubt Plätze für 110 Personen. Abgebrochen wird der sanierungsbedürftige Innengang zwischen SFZ und Grundschule.

Außerdem wird künftig auch der Schul-Haupteingang barrierefrei gestaltet. Im Eingangsbereich wird außerdem ein Aufzug über drei Stockwerke eingebaut.

Die Außenansicht wird auch aufgehübscht: „Hoffentlich nicht wieder schwarz!“ hätten ihre Kinder die Gestaltungsfrage kommentiert, so Rektorin Wiesner. Keine Bange, alles wird anders: Die Fassaden werden u.a. mit Holz-Aluminium-Fassadenelementen gestaltet. Und aufs Gehäuse obendrauf gibt‘s flache Foliendächer.

Das alles wird seine Zeit dauern. Und „weil die Stadt grundsätzlich keine Schule unter Betrieb saniert“, so Bürgermeister Weber, ist bis Ende 2015 eine Auslagerung des schulischen Geschehens unumgänglich. Wie berichtet, wird das frühere Gebäude des Von-Müller-Gymnasiums in Königswiesen Ausweichstation sein für die 363 Schüler aus 17 Klassen samt Lehrpersonal. Zusätzlich werden dort Räume in Modul-Bauweise aufgebaut.

Auch die leidige Transportfrage ist inzwischen geklärt: Gemeinsam mit dem RVB setzt die Stadt kostenlose Sonderbusse ein.

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