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Regensburg
Montag, 25. September 2017 19° 3

Radsport

Kaiserwetter beim Arber-Radmarathon

Sonnenschein und blauer Himmel lockten 6704 Sportler auf den Dultplatz. Die Königsstrecke führte bis zum großen Arber.
Von Katharina Eichinger, MZ

Um 6 Uhr fiel der Startschuss für die 33. Auflage des Arber-Radmarathons. In unserer Bildergalerie sehen Sie Impressionen.

Regensburg.5.30 Uhr: Die Stimmung auf dem Dultplatz ist ausgelassen. Seit einer halben Stunde wurden hier die Startnummern ausgegeben, um 6 Uhr gingen die ersten Sportler an den Start: Die Große Arberrunde ist 250 Kilometer lang, 3750 Höhenmeter überwinden die Radler.

Gegenseitig befestigten sie sich noch ihre Startnummern an den Trikots, dann schoben sie ihre bunten Räder langsam in den Start-/Zielbereich. Viele wollten noch ein letztes Foto von sich und ihrem Gefährt machen. 16 Grad waren es in den frühen Morgenstunden schon, am Mittag wurde es bis zu 30 Grad warm.

Letzte Reparaturen

Veloclub-Präsidentin und Organisatorin Barbara Wilfurth mit Schatzmeister Alexander Koller. Foto: Eichinger

Auch in der Stadler Radl-Werkstatt herrschte schon seit den frühen Morgenstunden buntes Treiben. „Wir sind ein Service-Stützpunkt“, sagt Martin Putzer. Letzte Probleme an den Rennrädern und Mountainbikes haben er und sein Team kostenlos behoben. „Meist müssen wir die Schaltung einstellen oder die Bremsen nachziehen.“ Manche kamen auch mit einem Platten in das Stadler-Zelt.

Ein Video vom Arber-Radmarathon sehen Sie hier:

Der 33. Arber-Radmarathon

Kurz vor 6 Uhr wurde es Ernst: Kollektiv klingeln und applaudieren die Fahrradfahrer für Organisatorin und Veloclub-Präsidentin Barbara Wilfurth. „Ich freu mich, wenn ich euch so strahlend sehe!“, rief sie den Sportlern zu. „Auf geht’s Zwickl!“, feuerte ein Mann am Rande der Strecke einen Sportler an. Aus den Lautsprechern tönte „Conquest of Paradise“, Wilfurth zählte von zehn runter: Auf geht’s!

Das sagen die Teilnehmer:

Im vergangenen Jahr herrschte beim Radmarathon ein Marathonregen. Das Wetter bei dieser Auflage war dafür umso schöner. Wilfurth machte sich keine Sorgen, dass die Radliebhaber sich bei der Hitze übernehmen könnten: „Die Fahrer sind so trainiert, dass sie wissen, was sie sich zumuten können.“ Außerdem befanden sich unter den Teilnehmern etwa 300 Ärzte aus Kliniken in Regensburg und der Region, sagt Veloclub-Schatzmeister Alexander Koller. Wilfurth freut sich: „Bei diesem Wetter wird die Stimmung im Ziel anders sein als im letzten Jahr.“

Die Jüngste war mit dem Laufrad unterwegs

Die dreijährige Hannah ist die jüngste Teilnehmerin des Arber-Radmarathons. Foto: Eichinger

Der Arber-Radmarathon erlebte am Sonntag seine 33. Auflage. 6704 Radliebhaber waren in diesem Jahr dabei. Die meisten gingen bei der Bayerwaldrunde an den Start: 125 Kilometer und 2400 Höhenmeter überwanden 1348 Sportler. Die längste Runde fuhren 1030 Fahrradfahrer. 1334 fuhren bei der Kleinen Arberrunde mit, 584 bei der Panoramarunde und 964 nahmen die 56 Kilometer lange Familienrunde auf sich. Insgesamt 1444 Mountainbiker waren dabei. Die dreijährige Hannah war die jüngste Teilnehmerin: Im Laufrad hat sie die Familienrunde gemeistert.

Ein 360-Grad-Foto von der Feier nach dem Rennen sehen Sie hier:

Die Feier nach dem Arber-Radmarathon - Spherical Image - RICOH THETA

Nach dem Marathon feierten die Sportler mit ihren Freunden und Familien. Foto: Eichinger

90 Polizeibeamte aus Niederbayern und der Oberpfalz waren im Einsatz und sicherten zahlreiche Gefahrenstellen. Einsatzleiter Bernhard Huber berichtete am Abend von insgesamt acht Unfällen. Ein Unfall überschattete die ansonsten auch aus Polizeisicht sehr gelungene Veranstaltung: Bei Schorndorf stürzte auf abschüssiger Strecke ein Radler und musste mit schweren Verletzungen in eine Klinik geflogen werden. Ansonsten gab es polizeiliches Lob für die „sehr diszipliniert fahrenden Radfahrer“ und ein Dankeschön an Veranstalter, Feuerwehren und die zahlreichen Helfer.

Ein weiteres 360-Grad-Foto von der Feier sehen Sie hier:

Die Feier nach dem Arber-Radmarathon - Spherical Image - RICOH THETA

Etwa 350 Helfer befanden sich an der Strecke, im Ziel erwarten die Sportler Essen, Getränke, Kuchen, Musik und natürlich Familien und Freunde. „Da meint man dann, hier ist Dult“, sagt Wilfurth. Für sie ist das ganze Jahr über Arber-Radmarathon: „Die Organisation für den nächsten beginnt schon jetzt.“

Im Vorfeld gab es Ärger bei den Anwohnern: Bereits am Samstag war die Oberpfalzbrücke gesperrt. „Stadtamhof war lahmgelegt“, sagt Astrid Freudenstein (CSU). Es sei keine gute Idee, am ersten Ferientag die Zufahrt zum RT-Bad zu sperren.

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