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Regensburg
Donnerstag, 19. Oktober 2017 19° 3

Aktion

Kampagne warnt vor K.-o.-Tropfen

Stadt Regensburg, Kreis, Hotel- und Gaststättenverband und Donum Vitae klären über das Problem auf und beraten Betroffene.

K.-o.-Tropfen sind nur kurze Zeit im Blut nachweisbar. Foto: dpa

Regensburg.In der Gesundheitsberatung wird von einer Infektion berichtet, deren Auslöser nicht zu klären ist. In der Frauenberatungsstelle dagegen erzählt eine Frau, dass sie nach einer Partynacht in einem ihr unerklärlichem Zustand aufgewacht ist. Nicht immer lässt sich in verunsichernden Situationen wie diesen klären, ob übermäßiger Alkoholkonsum oder K.o.-Tropfen schuld am Gedächtnisverlust waren.

Vor diesem Hintergrund haben sich mehrere Organisationen in der Region zusammengetan und eine Plakatkampagne gestartet, die über die Problematik informiert und Hinweise dazu gibt. Das teilte die städtische Pressestelle mit. Neben dem Bayerischen Hotel- und Gaststättenverband, der die Plakate in Diskotheken und Clubs verteilt, engagiert sich auch Donum Vitae in den Beratungsstellen. Das Landratsamt verbreitet die Informationen über sein Gesundheitsamt, die Gleichstellungsstelle, die Suchtberatung, die Schwangerenberatung sowie die Beratungsstelle zu sexuell übertragbaren Infektionen. Für die Stadt Regensburg ist die Gleichstellungsstelle im Boot.

So wird sowohl in Lokalen, aber auch in Jugendzentren, Schulen oder Bürgerbüros und anderen öffentlichen Anlaufstellen auf die Problematik aufmerksam gemacht. Die Plakataktion gibt in der Gefahrensituation mit der Notfallnummer eine schnelle Hilfe an die Hand, um Polizei oder medizinisches Personal zu Hilfe zu holen. Auf Wunsch stehen die Kooperationspartner gerne für Beratung zur Verfügung.

Bei K.-o.-Tropfen handelt es sich um Gamma-Hydroxy-Buttersäure (GHB), beziehungsweise Gamma-Butyrolacton (GBL). Beide Wirkstoffe sind nur innerhalb von sechs bis acht Stunden nach Verabreichung nachzuweisen. Selbst Betroffene, die sich direkt nach der Tat Hilfe suchen, können aufgrund der Drogen meist nicht klar denken, wirken verwirrt, darauf weisen die Kooperationspartner hin. Hinzu kommt, dass sie selbst anfangen, an sich zu zweifeln, was durchaus zu psychischen Problemen führen kann. Deshalb sei es umso wichtiger, dass man Opfern Verständnis entgegenbringt.

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