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Regensburg
Sonntag, 22. Oktober 2017 19° 3

Denkmalpflege

Kapelle in St. Kassian ist offen

Die Restaurierungsarbeiten in der Regensburger Kirche gehen termingerecht voran. Der Zugang durch das Westportal ist jetzt wieder möglich.
Von Angelika Lukesch, MZ

  • So sieht es direkt unter der Decke von St. Kassian derzeit aus. Fotos: Lukesch
  • Fachbauleiterin Claudia Salzberger zeigt Professor Norbert Glatzel den Grad der Aufhellung nach der Restaurierung.
  • Wer durch das Westportal geht, steht in einem Raum mit Infotafeln. Der Zugang zur Fatimakapelle ist frei (links im Bild Michael Feil, rechts Christian Wanninger).

Regensburg. Seit Jahren wird an der Kirche St. Kassian, die mit dem Kollegiatstift Unserer Lieben Frau zur Alten Kapelle mindestens seit dem Jahr 885 verbunden ist, gearbeitet. Zuerst wurde die Außenfassade der Kirche renoviert, nun wird seit 2012 der Innenraum saniert. Nachdem die Restaurierung des Bodenbelags bereits 2012 abgeschlossen werden konnte, wurde im Januar und Februar 2013 der gesamte Innenraum eingerüstet. Dies war nötig, um die erforderlichen Arbeiten an der Raumschale durchführen zu können. Zum Ortstermin mit der MZ trafen sich der neue Stiftsdekan, Professor Dr. Norbert Glatzel, der Geschäftsführer des Kollegiatstifts Unserer Lieben Frau, Christian Wanninger, Architekt und Bauleiter Michael Feil und Vertreter der ausführenden Firmen.

Besonderer Wert wurde dabei darauf gelegt, dass der Westzugang zur Kirche wieder geöffnet wurde. Auch kann die Fatimakapelle besucht werden, um zu beten oder eine Kerze anzuzünden. Vom Westportal aus bietet sich ein Blick in den Kirchenraum und die laufenden Arbeiten. Stellwände mit Informationstafeln geben Auskunft über die geplanten Maßnahmen in St. Kassian. Durch eine kleine Öffnung in diesen Stellwänden kann der Interessierte einen Blick in den Innenraum der Kirche werfen.

Die derzeitigen Arbeiten an der Raumschale sind umfangreich. Die Fassung der letzten Renovierung von 1954/55 wird gereinigt und die beschädigten Bereiche werden ergänzt. Schadhafte neue Putze in den Sockelzonen und Anstriche mit Dispersionsanteil werden gezielt abgenommen. „Man erreicht mit dieser Vorgehensweise eine Aufhellung und insgesamt eine gepflegte, einheitliche Gesamtwirkung im Zusammenspiel mit den Decken-und Wandgemälden“, sagt Feil.

Das Ziel dieser Maßnahme sei der Erhalt, die Konservierung und die Restaurierung des überkommenen Bestands. Dabei steht die Substanzerhaltung immer im Vordergrund. Seit April dieses Jahres wird auch an der Restaurierung des Stucks gearbeitet. Auch hier werden fehlende Teile ergänzt, Risse geglättet und gefährdete Teile gesichert. Architekt Feil berichtet, dass Ende dieses Jahres die Arbeiten an der Raumschale und dem Stuck abgeschlossen werden sollen. Zeitgleich wird die Restaurierung der Sakristeiausstattungen, der Natursteinelemente und ein Wiederversetzen des Kassian-Schlusssteins vorgenommen.

Im Juni/Juli sollen die Arbeiten an den Wand-und Deckenmalereien beginnen. Ein Jahr später soll deren Restaurierung beendet sein. Noch im September beginnen auch die Arbeiten an den Altären, die im September des kommenden Jahres abgeschlossen sein sollen.

Dem Terminplan nach kann ab September 2014 das Gerüst im Innenraum wieder entfernt werden. „Ein Abschluss der Maßnahme ist für Mitte 2015 geplant“, stellt Feil fest. Auch der zukünftige Stiftsdekan Professor Glatzel ist über den termingerechten Verlauf der Arbeiten als die Einhaltung des Kostenrahmens, sehr zufrieden. Nach wie vor freue sich das Kollegiatstift der Alten Kapelle über jede Spende, wirbt Glatzel um Unterstützung.

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