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Regensburg
Samstag, 10. Dezember 2016 12

Kriminalpolizei sprengt Ring der Kinderpornografie

In Bayern wurden bei 16 Beschuldigten 20 Objekte durchsucht. 300 Videos, 38 Compter und 6300 Datenträger wurden bei der Aktion sichergestellt.

Straubing/Wiesbaden.Das Bundeskriminalamt konnte bei groß angelegten Fahndungsaktionen Ende September und Anfang Oktober große Erfolge bei der Zerschlagung eines Kinderpornografie-Rings verzeichnen. Wie das Polizeipräsidium Niederbayern aus Straubing mitteilt, lief die Operation mit Schwerpunkt in Deutschland seit 29. September.

In Bayern wurden im Rahmen der Aktion bei insgesamt 16 Beschuldigten 20 Objekte durchsucht. Dabei wurden 38 Personal-Computer, 6300 externe Datenträger (CD, DVD, Festplatten), 300 Videos und eine Vielzahl sonstiger EDV-Geräte sichergestellt.

Beamte des Bundeskriminalamts (BKA) durchsuchen seit 29. September mit Unterstützung der Landespolizeien im Auftrag der Staatsanwaltschaft Frankfurt/Main die Wohnungen und Geschäftsräume sowie Arbeitsstätten von insgesamt 121 Beschuldigten in ganz Deutschland. Die Maßnahmen richten sich gegen Mitglieder einer deutschsprachigen pädophilen Internet-Community, die des schweren sexuellen Missbrauchs von Kindern sowie der Herstellung und Verbreitung von kinderpornografischem Material im Internet verdächtigt werden.

Die Staatsanwaltschaft Frankfurt/Main hatte Anfang Januar das BKA mit den Ermittlungen beauftragt. Trotz des äußerst konspirativen Verhaltens der Täter gelang es durch aufwendige Ermittlungen, weltweit insgesamt 136 Personen als Mitglieder eines pädophilen Internetrings zu identifizieren. Dieser Ring hatte sich in mehreren Internetforen etabliert. Seine Mitglieder tauschten in eigens dazu eingerichteten Foren sowohl umfangreiches Bildmaterial als auch ihre Erfahrungen beim sexuellen Missbrauch von Kindern aus. Mehrere Mitglieder stehen zudem unter dem Verdacht des schweren sexuellen Missbrauchs von Kindern. Ihnen wird vorgeworfen, von ihren Missbrauchstaten Bild- und Videoaufnahmen gemacht und sie über die Foren im Internet verbreitet zu haben.

Zeitgleich mit den Maßnahmen in Deutschland fanden Durchsuchungen bei 15 Mitgliedern der Gruppierung in der Schweiz, Österreich, Spanien, Bulgarien, Kanada und den USA statt. Gegen neun Initiatoren und Verantwortliche der Internetforen wurden von der Staatsanwaltschaft Frankfurt/Main Haftbefehle erwirkt, die bereits vollstreckt wurden.

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