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Regensburg
Donnerstag, 27. Juli 2017 21° 7

Wettbewerb

Lampenfieber beim Christkind-Casting

Zehn junge Damen schafften es in die Endrunde für das Regensburger Amt. Die Gewinnerin wird Peter Kittel kommende Woche präsentieren.
Von Heike Haala, MZ

  • Samantha Geller (v. l.), Franziska Beier, Veronika Weigert, Melissa Melzer, Janette Benninghoff und Anna Lena Wagner schafften es ins Finale. Foto: Haala
  • Das sind die Christkind-Kriterien für den Weihnachtsmarkt.Foto: Haala
  • Ein Teil der Jury: Margot Pillhatsch (v. l.), Peter Kittel und Kerstin Gruber vom Veranstaltungsservice Regensburg.Foto: Grosser
  • Anna Lena Wagner beim Vortrag des Gedichts. Foto: Haala

Regensburg.Am Montagabend wurde es spannend im Verlagshaus der Mittelbayerischen Zeitung in Regensburg. Peter Kittel, Geschäftsführer beim Veranstaltungsservice Regensburg, hatte zum großen Casting für das fürstliche Christkind auf dem Romantischen Weihnachtsmarkt auf Schloss Thurn und Taxis geladen. Über 20 junge Damen hatten sich beim Veranstaltungsservice Regensburg für die Hauptrolle am Romantischen Weihnachtsmarkt auf Schloss Thurn und Taxis beworben. Zehn davon kamen in die engere Auswahl und durften vor der vierköpfigen Jury vorsprechen. Sie setzte sich zusammen aus Kittel selbst, seinen Kolleginnen Margot Pillhatsch und Kerstin Gruber vom Veranstaltungsservice Regensburg und der MZ-Redakteurin Heike Haala.

Bevor die Damen vor diese Jury traten, lernten sie sich erst einmal alle kennen. Soweit das notwendig war: Es stellte sich heraus, dass immerhin drei von zehn Bewerberinnen aus Pettendorf stammen. Franziska Beier spielt beispielsweise beim Pettendorfer Dorftheater mit und stand am vergangenen Wochenende zuletzt auf der Bühne – aber nicht als Christkind, sondern als Waldhexe. Weil sie gerade im Training ist, was Bühnenauftritte angeht, verzichtete sie auf extra Lerneinheiten oder Schauspiellektionen für das Casting.

Ihre Mitkandidatin Samantha Geller (17) hat ebenfalls bereits in der Schule Theater gespielt und ist sich deswegen sicher, keine Probleme damit zu haben, vor Publikum zu sprechen – auch wenn sie sich der Tücken großer Auftritte durchaus bewusst ist: „Ich weiß, wie das mit dem Lampenfieber ist, aber ich kann damit umgehen“, sagte sie.

Die Oma machte den Vorschlag

Ebenso Sophie Rappl: Sie hat beim Krippenspiel schon einige Male einen Engel gespielt, deswegen traut sie sich die Rolle zu. Die Anregung, sich beim Christkind-Casting zu bewerben, kam von ihrer Oma – auch bei der letztjährigen Gewinnerin Laura Maß, war es die Oma, die den Stein ins Rollen brachte. Sie sah in ihrer Enkelin ebenfalls die Traumbesetzung für das fürstliche Christkind.

Bevor das große Vorsprechen begann, versammelte Kittel alle zehn Bewerberinnen vor der Jury – auch um ihnen etwas von der Aufregung vor dem Casting zu nehmen. Er sagte den Mädchen zwar offen, dass acht von ihnen die Rolle nicht ergattern würden, versicherte ihnen jedoch auch, dass eine Entscheidung gegen eine Kandidatin nichts mit deren Persönlichkeit zu tun haben könne. Zwei Besetzungen für die Rolle als Christkind braucht Kittel deswegen, weil eine Gewinnerin täglich drei Auftritte auf dem Prunkbalkon im Hof des Schlosses Thurn und Taxis zu absolvieren hat, während ihre Mitgewinnerin für die „Außeneinsätze“ zuständig ist. Sie wird etwa Kinder im Krankenhaus besuchen oder Teil der Delegation sein, die den Partnerweihnachtsmarkt auf Schloss Charlottenburg in Berlin besuchen wird.

Punkten mit Christkind-Kriterien

Anschließend trugen die Mädchen einzeln Teile der Ansprache des fürstlichen Christkinds vor. Bewertet wurden sie nach den Kriterien Erscheinungsbild und optische Ausstrahlung, Sicherheit im Auftreten, Anmut und Charme, Sprache, Sprachmelodie und Schlagfertigkeit. Hier zeigte sich, dass fürstliches Christkind zu sein mehr heißt, als blond wallendes Haar auf seinem Haupt zu tragen. Und die Kandidatinnen schlugen sich wacker: Mit glockenhellen Stimmen, großen Gesten und weihnachtlich-emotionalen Vorträgen performten sie, um es in die Auswahl der letzten sechs Kandidatinnen zu schaffen.

Sie machten es der Jury um Kittel wahrlich nicht leicht. Und immerhin weiß der ganz genau, worauf es bei einem wahrhaft fürstlichen Christkind ankommt: Einerseits soll es das Mädchen schaffen, den Funken auch im Lichterglanz des Romantischen Weihnachtsmarkts auf jeden einzelnen Besucher im Schlosshof überspringen zu lassen. Dennoch ist der Advent auch eine Zeit der gespannten Erwartung, deswegen muss es das Christkind auch verstehen, einen geheimnisvollen Schleier über die Szenerie im Schloss zu legen.

Schließlich setzten sich sechs junge Damen gegen ihre Mitbewerberinnen durch: Samantha Geller (17), Franziska Beier (16), Veronika Weigert (18), Melissa Melzer (16), Janette Benninghoff (19) und Anna Lena Wagner (20). Wer es von ihnen geschafft hat, das Rennen um den Christkind-Titel zu machen, das wird sich in der kommenden Woche zeigen. Dann wird Kittel die Gewinnerin offiziell vorstellen.

Das Christkind-Casting
Christkind-Casting in Regensburg

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