mz_logo

Regensburg
Mittwoch, 24. August 2016 30° 1

Tierschutz

Lumpen für Lumpi

Wer ein Herz für Tiere hat, kann ihnen beim Entsorgen von Altkleidern an 26 Containern Gutes tun. Ein Teil des Erlöses geht ans Regensburger Tierheim.
Von Heinz Klein, MZ

Tierschützer und Stadtrat Axel Reutter weihte den Container am Tierheim ein. Foto: Klein

Regensburg.Es muss ja nicht das letzte Hemd sein, das man für herrenlose Tiere hergibt, ein ganz altes reicht auch schon. Denn auf dem Regensburger Markt für Altkleiderentsorgung wächst das Angebot, wem man mit alten Textilien etwas Gutes tun kann. Die Firma AKL – Altkleider Entsorgung aus Garmisch-Partenkirchen stellt derzeit im Regensburger Stadtgebiet 26 nagelneue Altkleidercontainer mit dem Logo des Tierschutzvereins Regensburg und Umgebung e.V. auf. Das oberbayerische Unternehmen hat einen Vertrag mit dem Deutschen Tierschutzbund geschlossen und sammelt in dessen Namen bereits in etliche Kommunen Altkleider. Der Erlös aus den Containern in Regensburg fließt zu einem vertraglich geregelten Anteil direkt dem Regensburger Tierschutzverein und damit dem Regensburger Tierheim zu.

Axel Reutter, Stadtrat und Ausschussmitglied des Tierschutzvereins, begleitet die Verhandlungen mit der Stadt Regensburg, die AKL für zwei Jahre die Erlaubnis zum Aufstellen der Container erteilte. Somit teilen sich den Markt in Regensburg nun acht gemeinnützige Einrichtungen, die Sammelcontainer für Altkleider betreiben. Hinzu kommen 29 gewerbliche Unternehmen, die ebenfalls Altkleider und Schuhe sammeln dürfen, sowohl mit Containern oder im Rahmen von Straßensammlungen, teilte Rolf Thym von der Pressestelle der Stadt mit.

Die Container werden einmal wöchentlich und bei Bedarf auch öfter geleert, bestätigt der Organisationsleiter des oberbayerischen Entsorgungsunternehmens, Alfred Pomje. Die gesammelten Textilien – im Durchschnitt etwa 500 Kilogramm pro Container und Monat, gehen den gleichen Weg wie bei anderen gemeinnützigen Einrichtungen auch. Ein Logistikunternehmen bringt sie in eine große Sortiereinrichtung nach Wolfen bei Leipzig. Dort werden die Textilien sortiert und dann vom bundesweit größten Alttextilienverwerter EFIBA vermarktet.

Momentan sei der Marktpreis relativ hoch, das rufe wilde Sammler auf den Plan, die aber wieder verschwinden, wenn die Preise sinken, sagt AKL-Cheforganisator Alfred Pomje. AKL dagegen zahle Festpreise und biete langfristige Verträge. In Regensburg sei AKL wohlwollend empfangen worden, lobte Pomje die Stadtverwaltung. Das zusätzliche Angebot, Altleider für den Tierschutz abzugeben, schmälere erfahrungsgemäß den Ertrag anderer gemeinnütziger Einrichtungen, die mit Containern sammeln, nicht, wusste Pomje aus Erfahrungen im Landkreis Garmisch-Patenkirchen zu berichten. Das gehe höchstens zulasten der Straßen- und Körbchensammler.

20 Container stehen an Grünsammelstellen der Stadt oder werden dort in den nächsten Tagen aufgestellt. Einer steht am Tierheim an der Pettendorfer Straße. Weitere Container werden auf Privatgrundstücken platziert.

Kommentare (0) Regeln Unsere Community Regeln

Anmelden

Hinweis: Bitte schützen Sie Ihr Konto auf öffentlichen Geräten, indem Sie sich nach der Nutzung im Profil-Bereich abmelden.

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht