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Regensburg
Freitag, 22. September 2017 21° 2

Kommentar

Moralisch falsch

Ein Kommentar von Mario Geisenhanslüke, MZ

Schweden ist ein Land, in dem ohnehin nur noch wenig mit Bargeld gezahlt wird. Ein Slogan von Bargeld-Gegnern dort lautet: „Bargeld braucht nur noch deine Oma – und der Bankräuber.“ Es gibt viele Argumente gegen das Bargeld und für das bargeldlose Bezahlen. Wahrscheinlich – und hoffentlich – werden Münzen und Papier bald der Vergangenheit angehören.

Aber noch sind wir nicht so weit. Und bis es so weit ist, bleibt die klassische Kollekte in der Kirche eine gute Möglichkeit, Spenden für Bedürftige zu sammeln – oder andersherum: für einen guten Zweck spenden zu können.

Wenn nun Banken für das Einzahlen dieses Geldes Gebühren verlangen, ist das einfach falsch. Das Einzahlen mag die Banken Geld kosten. Aber es ist mindestens moralisch falsch, wenn eine Institution für den guten Zweck sammelt und bei der Bank dann zahlen muss. Hier müssen Banken in der Lage sein, Sonderreglungen zu treffen – und das Beispiel der Neupfarrkirche zeigt, dass das in Regensburg auch möglich ist. Bei privaten oder gewerblichen Einzahlen sieht das natürlich anders aus.

Nichtsdestotrotz dürfen auch die Kirchen nicht auf der Stelle treten. Bargeldlos spenden zu können, sollte schnellstens überall möglich sein.

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