mz_logo

Regensburg
Sonntag, 17. Dezember 2017 5

Kommentar

Na endlich!

Ein Kommentar von Marion Koller, MZ

Endlich kommt der Stadtrat dem Regensburger Armutsforum entgegen und unterstützt den Stadtpass. Dieser soll Empfängern von Hartz-IV, Grundsicherung und Wohngeld sowie Flüchtlingen zugute kommen. Er beinhaltet eine 50-prozentige Ermäßigung für die städtischen Kultur- und Freizeiteinrichtungen sowie ein günstiges Busticket.

Das Armutsforum hat mit seiner Initiative für einen Bürgerentscheid „Pro Stadtpass“ wichtige Vorarbeit geleistet. Doch wenn der Stadtrat die Sache in die Hand nimmt, spart sich Regensburg 400 000 Euro, die eine Abstimmung verschlingen würde.

Diese Summe sollte OB Joachim Wolbergs direkt in die Armutsbekämpfung fließen lassen. Im Vergleich mit 15 anderen deutschen Großstädten sind ältere Menschen bei uns häufiger von Not betroffen. Wegen des demografischen Wandels wird das Thema noch an Bedeutung gewinnen.

Weil die Wohnkosten rasant steigen, geraten auch Familien mit mehreren Kindern rasch in soziale Schieflage. Das stellt der Regensburger Armutsbericht von 2011 fest. Wolbergs ließ die Ergebnisse der Arbeitsgruppen erstmals im Sozialausschuss vorstellen, sein CSU-Vorgänger Hans Schaidinger hielt das nicht für nötig. Jetzt sollte die Koalition schnell Maßnahmen beschließen.

Die Kommentarfunktion steht exklusiv unseren Abonnenten zur Verfügung. Als Abonnent melden Sie sich bitte an oder registrieren Sie sich. Alle anderen Nutzer finden preiswerte Angebote in unserem Aboshop.

Anmelden Registrieren Zum Abo-Shop

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht