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Regensburg
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Sport

Regensburg feiert den Aufstieg

Rund 1500 Fans des künftigen Fußball-Zweitligisten SSV haben sich am Haidplatz eingefunden, um ihre Mannschaft gebührend zu feiern.
von Sebastian Heinrich, MZ

  • Rund 1500 Fans feiern am Mittwochabend den SSV Jahn auf dem Regensburger Haidplatz. (Foto: Lex)
  • Rund 1500 Fans feiern am Mittwochabend den SSV Jahn auf dem Regensburger Haidplatz. (Foto: Lex)
  • Rund 1500 Fans feiern am Mittwochabend den SSV Jahn auf dem Regensburger Haidplatz. (Foto: Lex)
  • Rund 1500 Fans feiern am Mittwochabend den SSV Jahn auf dem Regensburger Haidplatz. (Foto: Lex)
  • Rund 1500 Fans feiern am Mittwochabend den SSV Jahn auf dem Regensburger Haidplatz. (Foto: Lex)

Regensburg. . Regensburg lässt seine Aufstiegshelden hochleben: Rund 1500 Fans des SSV Jahn haben mit einer ausgelassenen Party auf dem Haidplatz den Aufstieg der Mannschaft in die 2. Fußball-Bundesliga gefeiert. Oberbürgermeister Hans Schaidinger hatte Spieler, Trainer und Fans für 20.30 Uhr zu der Feier eingeladen. Schon gegen 19 Uhr begann sich der Platz zu füllen, ab 20 Uhr begann Jahn-Stadionsprecher Christian Sauerer, den feierwilligen Fans mit Party-Musik einzuheizen. Als die Mannschaft gegen 20.40 Uhr am Haidplatz eintraf, gab es kein Halten mehr. „Nie mehr dritte Liga“ und „So sehen Sieger aus“, schmetterten hunderte Kehlen. Angeführt von der Blaskapelle „Hodalumpn“ stieg das Team auf die Bühne, die Fans riefen jeden den Namen jedes Aufstiegshelden aus. Der scheidende Jahn-Kapitän Tobias Schweinsteiger und Torhüter-Oldie Michael Hofmann erwiesen sich als echte Feierbiester.

Jahn-Fans feiern Trainer Markus Weinzierl

Besonders lautstark feierten die Jahn-Fans Trainer Markus Weinzierl, der den Verein aller Wahrscheinlichkeit nach in Richtung Augsburg verlassen wird. Die Mannschaft war nicht, wie ursprünglich geplant, im Auto-Konvoi zum Haidplatz gefahren - sondern mit dem Mannschaftsbus, der vor dem Alten Rathaus parkte. Darum hatte die Polizei gebeten. Für die Sicherheit der Feiernden auf dem Haidplatz sorgt neben der Polizei ein privater Sicherheitsdienst.

Einige Fans schlugen in ihrer Feierwut über die Stränge: ein paar vermummte Anhänger zündeten rote Bengalos - trotz der Beschwichtigungsversuche von der Bühne. Bei der Aktion passierte glücklicherweise nichts.

Pfiffe für OB Schaidinger, Prozession abgesagt

Deutlich weniger Begeisterung als für ihre Mannschaft hatten die Fans für OB Schaidinger übrig: Während seiner Rede, in der er die Aufstiegssaison des Jahn Revue passieren ließ, pfiffen ihn etliche Fans gellend aus. „Wir sind der Jahn und du nicht“, schmähten die Anhänger den Oberbürgermeister - dem sie vorwerfen, zu wenig für den Bau des neuen Fußballstadions getan zu haben.

„Aus gegebenem Anlass“ hat das Bistum Regensburg eine Lichterprozession kurzfristig abgesagt. Man teile die Freude der Fußball-Fans des SSV Jahn über den Aufstieg in die 2. Bundesliga, erklärte Weihbischof Reinhard Pappenberger vor Beginn eines Gottesdienstes im Regensburger Dom. Aber man wolle dann doch nicht beim Bittgang durch die Innenstadt mit ihnen zusammenstoßen. Der Gottesdienst stand unter dem Wort des Propheten Jeremia „Bemüht Euch um das Wohl der Stadt“.

Zwei Tage nach dem Aufstieg gab es für den Jahn weitere Glückwunschadressen. Christian Schlegl, der CSU- Fraktionschef im Stadtrat, schrieb: „Wir alle sind stolz darauf, dass der SSV Jahn diese hervorragende Leistung erbracht und sich den Aufstieg erspielt hat. Euer unbändiger Mannschaftsgeist und ein starker Kampfeswille haben das ermöglicht. Damit seid ihr ein wunderbarer Botschafter des Fußballs und unserer Stadt!“

Schlegl versprach, dass sich der SSV Jahn auf die Politik verlassen könne. „Ihr könnt darauf zählen, dass wir alles Erdenkliche tun werden, um die Rahmenbedingungen für eine professionelle Arbeit in der 2. Liga so schnell wie möglich auf das euch angemessene Niveau zu heben.“

SPD-Fraktionschef Norbert Hartl, selbst Jahn-Fan, schrieb in seinem Glückwunsch-Telegramm: „Unsere Aufgabe als Stadträte ist es, möglichst schnell für ein neues Stadion zu sorgen. Bei der zeitlichen Abwicklung darf es keinen Leerlauf geben. Unser Ziel ist es, dass das Stadion ab der Spielzeit 2014/2015 zur Verfügung steht. Bei der bisherigen Abwicklung wurde unseres Erachtens zu viel Zeit verloren, die wir als SPD nicht zu verantworten haben. Die SPD-Fraktion hat im Koalitionsvertrag ein neues Stadion abgesichert.“

Für die SPD sei es selbstverständlich, dass die Stadt Regensburg als Eigentümerin des Stadions die Kosten für die baulichen Sicherheitsauflagen, die für die Zweite Liga erforderlich sind, zu tragen hat. Die Werbung, die der Jahn für die Stadt macht, sei unbezahlbar.

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