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Regensburg
Montag, 25. September 2017 20° 3

Polizeibericht

Regensburgerin sexuell missbraucht

Ein junger Mann verging sich in einem Hauseingang an einer 46-Jährigen. Die Polizei nahm den mutmaßlichen Täter fest.
Von Julia Ried und Marion Koller, MZ

Ein Hauseingang in der Kumpfmühler Straße war der Tatort. Foto: Ried

Regensburg.Ein junger Mann hat am frühen Morgen des Neujahrstags eine 46-jährige Regensburgerin in einen Hauseingang in der Kumpfmühler Straße gezogen und dort sexuell missbraucht. Kurze Zeit später haben Beamte der Polizeiinspektion Regensburg Süd einen dringend Tatverdächtigen festgenommen.

Die Frau war am 1. Januar um 5.40 Uhr morgens unterwegs zu ihrer Arbeitsstätte in Kumpfmühl, als sich ihr wortlos ein Mann in den Weg stellte. Da dieser den Aufforderungen der Frau, den Weg freizumachen, nicht nachkam, ging sie an ihm vorbei. Der Mann jedoch folgte ihr, zog sie mit Gewalt in den Hauseingang und verging sich an ihr. Eine Anwohnerin, die die Hilfeschreie der Frau hörte und so auf den Vorfall aufmerksam wurde, verständigte sofort die Polizei. Dies trug maßgeblich dazu bei, dass eine Streife den mittlerweile zu Fuß geflüchteten Mann noch in Tatortnähe erwischte. Den Ausweispapieren zufolge, die der mutmaßliche Täter bei sich trug, hat der 24-Jährige aus München die pakistanische Staatsangehörigkeit.

Keine Beziehung zwischen Täter und Opfer

Die Frau sei leicht verletzt worden, sagte Polizeisprecher Stefan Hartl. Nach einer ambulanten Behandlung sei sie wieder aus dem Krankenhaus entlassen worden. Sie habe aber einen Schock erlitten. „Sie steht natürlich unter dem Eindruck der Ereignisse“, erklärte Hartl.

Laut dem Sprecher handelt es sich aus zwei Gründen um einen „ungewöhnlichen Fall“. „Üblicherweise gibt es bei Sexualdelikten eine Vorbeziehung zwischen Täter und Opfer.“ Die 46-Jährige und der 24-Jährige aber kannten sich vorher nicht. Auch finden die meisten dieser Taten nicht im öffentlichen Raum statt.

Tatverdächtiger schweigt

Die Kripo Regensburg führt die weiteren Ermittlungen. Der Mann befand sich am Neujahrstag in polizeilichem Gewahrsam. Der Ermittlungsrichter beim Amtsgericht wird im Laufe des Montags entscheiden, ob Gründe für eine Untersuchungshaft vorliegen. In seiner polizeilichen Vernehmung machte der Tatverdächtige keine Angaben zur Sache. Hartl zufolge hatte er bei seiner Festnahme knapp ein Promille Alkohol im Blut.

Der genaue ausländerrechtliche Status des 24-Jährigen war der Polizei am Sonntag noch nicht bekannt. Sie klärt ihn am Montag mit den Ausländerbehörden der Landeshauptstadt ab. Dem Mann droht laut Polizeisprecher Stefan Hartl vom Präsidium Oberpfalz eine Freiheitsstrafe nicht unter zwei Jahren.

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